Hundepfoten reinigen: Waschen oder Reinigungstücher?

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Wir haben das Pfoten-Mikrobiom analysiert: Waschen vs. Tücher

Kurze Antwort: Saubere Pfoten müssen nicht steril sein. Verwende die mildeste für Haustiere geeignete Methode, die zu dem passt, womit die Pfoten tatsächlich in Kontakt gekommen sind: ein feuchtes Tuch oder Pfotenreinigungstuch bei leichtem Staub, eine gründliche Spülung bei Schlamm, Streusalz oder klebrigen Rückständen und ein für Haustiere geeignetes Waschprodukt nur dann, wenn es laut Anleitung und je nach Zustand der Pfote angebracht ist. Kontrolliere die Bereiche zwischen den Zehen und rund um die Ballen, spüle sichtbare Rückstände ab und trockne die Pfoten gründlich. Anhaltendes Lecken, Rötungen, Schwellungen, Ausfluss, ungewöhnlicher Geruch, Wunden oder Humpeln sollten tierärztlich abgeklärt werden, statt die Pfoten wiederholt zu waschen.

Eine Pfote nimmt weit mehr als nur Schmutz auf. Nach einem Spaziergang können sich zwischen Ballen und Zehen Schlamm, Sand, Pollen, Rasenrückstände, Streusalz oder eine unbekannte Substanz befinden. Gleichzeitig beherbergt gesunde Haut ihre eigene Gemeinschaft von Mikroorganismen. Das praktische Ziel besteht darin, alles zu entfernen, was nicht auf die Hautoberfläche gehört, und dabei so schonend vorzugehen, dass Hund oder Katze anschließend wieder ihrem normalen Pflegeverhalten und ihrer gewohnten Bewegung nachgehen können.

Dieser Ratgeber dient der Pflege zu Hause und der Beobachtung, nicht der Diagnose. Ein Waschprodukt, Reinigungstuch, Wasserbad oder eine Bezeichnung wie „Mikrobiom“ kann nicht belegen, dass das Gleichgewicht der Pfote intakt ist, eine Infektion heilen, einer Allergie vorbeugen oder den Grund für das Lecken eines Tieres feststellen. Maßgeblich für die individuelle Entscheidung sind die Produktanleitung, die Reaktion des Tieres und tierärztlicher Rat.

Für umfassendere Pflegeroutinen empfehlen wir unseren Leitfaden zur Fellpflege und Pflege zu Hause und unsere Übersicht mit Ratgebern für Tierhalter. Die folgenden Quellen liefern den wissenschaftlichen Hintergrund zur Hautökologie.

Hundepfote mit kleinen Körnchen und Steinchen vom Spaziergang, bereit für eine sanfte Reinigung

Was bedeutet ein normales Pfotenmikrobiom?

Das Mikrobiom ist die Gemeinschaft von Mikroorganismen, die auf einer Körperoberfläche lebt. Es handelt sich nicht um einen sichtbaren Belag, den man zu Hause beurteilen kann, und es gibt keine einheitliche Liste „guter“ Mikroorganismen, die jeder Hund und jede Katze haben sollte. Studien an Hunden, die von Fachleuten begutachtet wurden, zeigen, dass sich die gesunden Hautgemeinschaften von Tier zu Tier und je nach Körperstelle unterscheiden. Die Haut zwischen den Zehen ist dem Boden, Feuchtigkeit und Reibung ausgesetzt. Daher ist ihr mikrobielles Umfeld erwartungsgemäß nicht dasselbe wie das der Haut am Rücken eines Hundes.

Gesund bedeutet nicht steril

Haustiere tragen ganz natürlich Bakterien und andere winzige Organismen auf ihrer Haut. Die US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention weisen darauf hin, dass viele Mikroorganismen ganz gewöhnlich zum Leben gehören und einige davon hilfreich sein können. Deshalb sollte sich die regelmäßige Pfotenpflege darauf konzentrieren, Rückstände vom Spaziergang zu entfernen, und nicht darauf, die Pfoten zu sterilisieren. Auch bei einem Produkt mit den Hinweisen „probiotisch“, „Mikrobiom“, „antibakteriell“ oder „natürlich“ sollten die vollständige Gebrauchsanweisung und die Reaktion des Tieres berücksichtigt werden.

Was ein Waschprodukt oder Reinigungstuch aussagen kann – und was nicht

Durch die Reinigung werden Stoffe von der Oberfläche entfernt. Sie misst jedoch nicht die natürliche Gemeinschaft der Mikroorganismen, stellt kein bestimmtes Gleichgewicht wieder her und zeigt nicht, wodurch der Juckreiz eines Tieres verursacht wurde. Desinfektion ist ein davon unabhängiger chemischer Vorgang für bestimmte Oberflächen und Situationen. Das ist kein Grund, Haushaltsdesinfektionsmittel auf Pfoten aufzutragen. Verstehe eine Aussage zum Mikrobiom als Beschreibung des vorgesehenen Ansatzes eines Produkts – nicht als Beleg für ein medizinisches oder mikrobielles Ergebnis.

Wähle Reinigungstuch, Spülung oder Waschprodukt passend zum Rückstand

Was du siehst Eine sinnvolle erste Option Anschließend prüfen und neu beurteilen
Leichter Staub oder wenige trockene Körnchen Weiches, feuchtes Tuch oder ein für die Tierart geeignetes Pfotenreinigungstuch Wische zwischen Ballen und Zehen und trockne die Pfote anschließend ab. Höre auf, wenn sich das Tier gegen die Berührung wehrt.
Nasser Schlamm, Sand, Streusalz oder klebrige Rückstände vom Spaziergang Spülung mit Wasser auf Zimmertemperatur, eine flache Pfotenwäsche oder ein spezieller Pfotenreinigungsbecher Wechsle stark verschmutztes Wasser, entferne sichtbare Rückstände vorsichtig, kontrolliere die Ballen und trockne die Pfoten vollständig.
Rückstände, die nach dem Abspülen bleiben Ein für Haustiere geeignetes Waschprodukt genau nach Anleitung anwenden, sofern die Pfote unverletzt ist und das Tier es toleriert Nach Anleitung abspülen und aufhören, wenn Brennen, Rötungen, Unruhe oder verstärktes Lecken auftreten.
Unbekannte Chemikalien, Farbe, Teer oder ein konzentriertes Produkt Verhindere, dass das Tier daran leckt, experimentiere nicht mit Lösungsmitteln und wende dich an eine Tierarztpraxis oder eine Giftnotrufstelle. Halte die Verpackung oder das Etikett mit den Inhaltsstoffen bereit. Die richtige Reaktion hängt von der Substanz und der Art des Kontakts ab.

Wann ein Reinigungstuch oder feuchtes Tuch ausreicht

Bei etwas Staub nach einem sauberen, trockenen Spaziergang genügt ein weiches Tuch oder ein Reinigungstuch, das für die Tierart und den betreffenden Körperbereich geeignet ist. Drehe die Pfote vorsichtig zu dir, sieh zwischen die Ballen und verwende für jeden zu reinigenden Bereich einen sauberen Abschnitt des Tuchs. Feuchte Tücher für Gesicht, Babys oder den Haushalt können Duftstoffe, Alkohol, Konservierungsmittel oder andere Inhaltsstoffe enthalten, die nicht für eine Pfote gedacht sind, an der anschließend geleckt wird. Die Bezeichnung „sanft“ auf der Verpackung ersetzt nicht die Prüfung der Inhaltsstoffe und Gebrauchsanweisung.

Wann Abspülen sinnvoller ist

Wasser kann die einfachere Lösung sein, wenn Schlamm, Sand, Streusalz oder klebrige Rückstände sichtbar sind. Ein Reinigungstuch kann den feuchten Schmutz zwischen den Zehen verteilen, statt ihn zu entfernen. Verwende flaches, sauberes oder lauwarmes Wasser, sorge für eine ruhige Atmosphäre und wechsle das Wasser, sobald es schmutzig wird. Ein Ratgeber von VCA nennt warmes Wasser, ein Tuch oder ein Reinigungstuch als Möglichkeiten, Rückstände von Streumitteln nach Winterspaziergängen zu entfernen, bevor ein Hund daran leckt. Dabei geht es um die Rückstände und den Kontakt damit – nicht um das Versprechen, dass eine bestimmte Methode jede Pfote schützt.

Wann ein Waschprodukt infrage kommt

Ein für Haustiere geeignetes Waschprodukt kann infrage kommen, wenn sich sichtbarer Schmutz durch Abspülen nicht entfernen lässt oder die Gebrauchsanweisung zur jeweiligen Situation passt. Halte dich an die Angaben auf dem Etikett, statt eine stärkere Mischung herzustellen, und verwende kein medizinisches Waschprodukt, um eine gerötete oder schmerzhafte Pfote auf eigene Faust zu behandeln. Ein Waschprodukt ist nicht automatisch besser, nur weil es schäumt, frisch duftet oder auf Mikroorganismen hinweist. Wenn die Reinigung Brennen, Rötungen, Unruhe oder verstärktes Lecken verursacht, brich sie ab und wende dich an eine Tierarztpraxis.

Hundepfote, die während einer ruhigen Kontrolle nach dem Spaziergang mit einem weichen Tuch abgewischt wird

Eine ruhige 60-Sekunden-Routine für die Pfotenpflege

1. Bereiten Sie alles vor, bevor Sie eine Pfote anheben

Legen Sie zunächst ein sauberes Handtuch, das ausgewählte, für Haustiere geeignete Produkt und einen sicheren Platz bereit. Lassen Sie den Hund oder die Katze ganz natürlich stehen oder sitzen. Bei einem nervösen Tier beginnen Sie damit, Schulter oder Bein zu berühren, belohnen ruhiges Verhalten und hören auf, bevor die Pfotenpflege zum Kampf wird. Katzen bevorzugen möglicherweise einen ruhigen Raum und die Untersuchung einer Pfote nach der anderen. Jagen Sie ein Tier niemals, wenn es einer solchen Behandlung entkommen möchte.

2. Kontrollieren Sie Oberseite, Ballen und Zehenzwischenräume

Achten Sie auf festgetretenen Schlamm, Sandkörner, Streusalzkristalle, Kletten, kleine Schnitte, Risse, Schwellungen, feuchtes Fell oder einen zwischen den Zehen feststeckenden Gegenstand. Vergleichen Sie die linke und rechte Pfote, sofern das problemlos möglich ist. Bohren Sie nicht in einer schmerzenden Stelle herum und ziehen Sie keinen tief eingebetteten Gegenstand heraus. Ein kurzes Video oder eine Notiz dazu, wann die Veränderung aufgetreten ist, kann einem Tierarzt später helfen.

3. Entfernen Sie nur sichtbare Rückstände

Orientieren Sie sich an der obigen Tabelle, um die passende Methode für den jeweiligen Rückstand auszuwählen. Wischen oder spülen Sie sanft und arbeiten Sie sich von den Ballen zu den Zehenzwischenräumen vor. Halten Sie Haushaltsbodenreiniger, Desinfektionsmittel, Bleichmittel, Alkohol und konzentrierte ätherische Öle von der Pfote fern. Wenn eine unbekannte Chemikalie mit der Pfote in Kontakt gekommen ist, hängt die sicherste Vorgehensweise von Kennzeichnung, Konzentration und Kontaktweg ab. Wenden Sie sich daher an eine Fachperson, statt mehrere Produkte auszuprobieren.

4. Spülen und trocknen Sie die Pfote vollständig

Wenn laut Produktanleitung gespült werden muss, spülen Sie, bis keine sichtbaren Produktrückstände mehr vorhanden sind. Tupfen Sie die Pfote mit einem sauberen Handtuch trocken und achten Sie besonders auf die Haut zwischen den Zehen sowie die Bereiche rund um die Ballen. Feuchte Pfoten können unangenehm sein, weiteren Schmutz aufnehmen und zum Lecken anregen. Eine trockene Pfote ist ein praktischer Abschlusscheck, aber kein Beweis dafür, dass keine Reizung oder Erkrankung vorliegt.

5. Beobachten Sie die Pfote in den nächsten Stunden

Wenn das Tier wieder seinem normalen Alltag nachgeht, achten Sie darauf, ob es normal läuft, zur Ruhe kommt, frisst und die Pfoten in Ruhe lässt. Ein wenig normales Putzen ist etwas anderes als anhaltendes Lecken oder Knabbern. Wenn die Pfote nach der Reinigung schlechter aussieht oder das Tier sie nicht belasten will, beenden Sie eigene Behandlungsversuche und wenden Sie sich an einen Tierarzt.

Sanfter Schaum wird während des beaufsichtigten Spülens auf eine Hundepfote aufgetragen

Achten Sie darauf, dass die Reinigung nicht selbst zur neuen Reizquelle wird

Mehr Reinigung bedeutet nicht automatisch mehr Pflege. Wiederholtes Schrubben, heißes Wasser, starke Duftstoffe oder ein für das Tier ungeeignetes Produkt können neue Beschwerden verursachen. Die ASPCA weist darauf hin, dass zu häufiges Waschen während der Pflege in der kalten Jahreszeit natürliche Öle entfernen und zu trockener, schuppiger Haut beitragen kann. Daraus lässt sich keine allgemeingültige Anzahl von Waschgängen ableiten. Es spricht jedoch dafür, die Pfote, den Kontakt mit dem jeweiligen Stoff und die Reaktion des Tieres aufmerksam zu beobachten.

Orientieren Sie sich an konkreten Anlässen statt an einem festen Pflegeplan

  • Nach sichtbarem Schlamm, Sand, Streusalz, Streugut oder einer Substanz, die nicht abgeleckt werden sollte, reinigen und trocknen Sie die Pfote möglichst bald.
  • Nach einem kurzen Spaziergang ohne sichtbaren Schmutz reicht möglicherweise eine kurze Kontrolle aus.
  • Kontrollieren Sie bei nassem oder schlammigem Wetter, ob Fell und Zehenzwischenräume nach dem Spaziergang feucht bleiben.
  • Wenn Ihr Tierarzt einen bestimmten Bade- oder Reinigungsplan mit Tüchern empfohlen hat, befolgen Sie diesen statt dieser allgemeinen Anleitung.
  • Bewahren Sie in einem Haushalt mit mehreren Tieren ein schmutziges Handtuch, einen Spülbecher und das Reinigungsprodukt so auf, dass kein anderes Tier daran lecken oder die Gegenstände umstoßen kann.

Hunde und Katzen brauchen unterschiedliche Grenzen bei der Pflege

Hunde bringen häufig sichtbare Rückstände von draußen mit. Katzen nehmen möglicherweise Haushaltsstoffe auf und verschlucken sie anschließend beim Putzen. Die Pflegeempfehlungen der ASPCA für Katzen raten zu einer vorsichtigen Kontrolle mit einem feuchten Tuch, bei der auch zwischen den Zehen und rund um die Ballen nachgesehen wird. Bei Blut, Eiter, ungewöhnlichem Geruch, zwanghaftem Pfotenlecken oder einer Schonhaltung des Beins wird tierärztliche Hilfe empfohlen.

Gehen Sie nicht davon aus, dass ein Produkt für Hunde auch für Katzen geeignet ist. Die CDC warnt ausdrücklich vor Desinfektionsmitteln mit Phenol in der Nähe von Katzen. Auch die ASPCA rät davon ab, konzentrierte ätherische Öle direkt auf Hunde oder Katzen aufzutragen, sofern dies nicht von einem Tierarzt angeordnet wurde. Ein „natürlicher“ Duft oder pflanzlicher Inhaltsstoff macht es nicht überflüssig, das Etikett zu prüfen und das Ablecken zu verhindern.

Streusalz, Rückstände vom Rasen und unbekannte Chemikalien

Streusalz und Streugut können die Ballen reizen und verschluckt werden, wenn ein Hund seine Pfoten ableckt. Spülen oder wischen Sie die Rückstände ab, kontrollieren Sie die Pfoten auf Risse und trocknen Sie sie, bevor das Tier sich wieder normal putzt. Bei Rasenpflegeprodukten, Farbe, Teer, Kraftstoff und Haushaltsreinigern ist besondere Vorsicht geboten. Bewahren Sie den Behälter oder Produktnamen auf, verhindern Sie das Ablecken und rufen Sie einen Tierarzt oder eine Giftnotrufzentrale an, wenn eine Aufnahme oder ein Kontakt vermutet wird. Verwenden Sie kein Lösungsmittel, um eine klebrige Substanz von der Pfote zu entfernen.

Anhaltendes Lecken ist ein Anlass zur Abklärung – kein Grund, weiter zu waschen

Einmaliges kurzes Lecken nach einem Spaziergang kann ganz normales Putzen sein. Anhaltendes Lecken oder Knabbern kann mit einer Reizung, Allergie, einem Fremdkörper, einer Infektion, Schmerzen oder einem anderen Problem zusammenhängen. Die tiermedizinischen Informationen von VCA und AKC nennen Rötungen, Schwellungen, Ausfluss, ungewöhnlichen Geruch, Blutungen, Hautveränderungen, Schmerzen und Lahmheit als Gründe für eine professionelle Untersuchung. Eine Pfotenreinigung kann nicht feststellen, welche Ursache vorliegt.

Holen Sie zeitnah tierärztlichen Rat ein, wenn Ihr Tier wiederholt an der Pfote leckt oder knabbert, eine Pfote rot oder geschwollen wird, Ausfluss oder ein deutlich neuer Geruch auftritt, ein Ballen rissig ist oder blutet, das Tier lahmt, das Bein nicht benutzen möchte, einen leidenden Eindruck macht oder die Veränderung anhält, nachdem die sichtbaren Rückstände entfernt wurden. Bei Verdacht auf das Verschlucken oder den Kontakt mit einer Chemikalie, bei Atemproblemen, einem Kreislaufkollaps oder starken Schmerzen benötigen Sie umgehend Hilfe.

Aktuelle Produktinformationen, bewusst eng gefasst

Der PawPod automatischer Hundepfotenreiniger wird in der Produktbeschreibung als spezieller Spülbehälter für schlammige, sandige, nasse oder salzige Hundepfoten beschrieben. Empfohlen werden die Reinigung einer Pfote nach der anderen, das Erneuern von sandigem Wasser, das Trocknen mit einem Handtuch und die Kontrolle der Ballen. Außerdem sollte die Größe der Pfote und der Umgang des Hundes mit der Pflege berücksichtigt werden. Dies sind die aktuellen Anwendungshinweise der Produktbeschreibung und kein Beleg für den Erhalt des Mikrobioms, die Vorbeugung von Infektionen oder die Eignung für jeden Hund.

Der HydroGuard LED-wasserdichte Pfotenpflege-Trimmer wird in der Produktbeschreibung als wasserdichter Trimmer mit geringer Vibration und LED-Beleuchtung für leichte Korrekturen des Fells rund um Ballen und Zehen beschrieben. Empfohlen werden kurze, ruhige Anwendungen. Dabei soll nur Fell gekürzt werden, das über die Ballen hinauswächst, und die Anwendung beendet werden, sobald die Haut Aufmerksamkeit benötigt. Das Gerät ist ein Pflegewerkzeug, kein Wasch- oder Reinigungstuch, keine Behandlung gegen Infektionen und keine Garantie dafür, dass die Pfote sauber bleibt.

Beide Produkte sollten anhand der jeweils aktuellen, genauen Anwendungshinweise, der Toleranz des Tieres und der konkreten Aufgabe beurteilt werden. Die übrigen verwandten Produkthinweise bleiben an anderer Stelle erhalten; hier werden sie nicht als Behandlungen für das Pfotenmikrobiom dargestellt.

Häufig gestellte Fragen

Stellt eine Pfotenwäsche für Hunde das Mikrobiom wieder her?

Ein solches Ergebnis kann nicht allein aufgrund der Produktkennzeichnung angenommen werden. Die natürlichen Hautgemeinschaften gesunder Hunde unterscheiden sich sowohl von Hund zu Hund als auch je nach Hautstelle. Eine Wäsche kann oberflächliche Rückstände entfernen, wenn die Anwendungshinweise zur jeweiligen Situation passen. Sie kann jedoch kein bestimmtes mikrobielles Gleichgewicht herstellen und kein Pfotenproblem diagnostizieren.

Sind Reinigungstücher besser als Waschen?

Keine der beiden Methoden ist grundsätzlich besser. Für leichten, örtlich begrenzten Staub eignen sich möglicherweise ein Reinigungstuch oder ein feuchtes Tuch. Bei Schlamm, Streusalz oder klebrigen Rückständen ist Abspülen meist sinnvoller. Verwenden Sie eine für Haustiere geeignete Pfotenwäsche nur, wenn die Anwendungshinweise zum Kontakt mit dem jeweiligen Stoff passen und die Pfote unverletzt sowie problemlos zu behandeln ist.

Wie oft sollte ich die Pfoten meines Hundes reinigen?

Orientieren Sie sich daran, womit die Pfoten in Kontakt gekommen sind und wie sie darauf reagieren. Entfernen Sie sichtbaren Schlamm, Streusalz oder chemische Rückstände zeitnah und kontrollieren Sie die Pfoten kurz, wenn Ihr Hund sauber von seinem Spaziergang zurückkommt. Eine allgemein gültige tägliche oder wöchentliche Empfehlung gibt es nicht für jeden Hund, jede Katze, jeden Untergrund, jedes Klima und jedes Produkt.

Kann ich Babytücher oder Boden-Desinfektionsmittel für die Pfoten verwenden?

Gehen Sie nicht automatisch davon aus, dass eines von beiden geeignet ist. Feuchttücher für Menschen können Inhaltsstoffe enthalten, die reizen oder beim Ablecken gefährlich sein können. Haushaltsdesinfektionsmittel sind für Oberflächen gedacht, nicht für Pfoten. Katzen reagieren besonders empfindlich auf phenolhaltige Desinfektionsmittel. Verwenden Sie ein Produkt, das für die Tierart und den vorgesehenen Anwendungsbereich gekennzeichnet ist, oder fragen Sie eine Tierärztin bzw. einen Tierarzt.

Warum leckt mein Hund nach dem Waschen an seinen Pfoten?

Die Pfote kann noch feucht sein, das Produkt kann Rückstände hinterlassen haben oder Ihr Tier reagiert auf das Anfassen oder den Duft. Anhaltendes Lecken kann auch auf eine Reizung, Allergie, einen Fremdkörper, eine Infektion oder Schmerzen hindeuten. Spülen Sie nur gemäß den Anwendungshinweisen, trocknen Sie die Pfote ab und beobachten Sie sie. Wenn das Verhalten anhält oder die Pfote auffällig aussieht, lassen Sie sich tierärztlich beraten.

Sollte ich die Pfoten meiner Katze täglich reinigen?

Kontrollieren Sie die Pfoten nach Bedarf und entfernen Sie sichtbaren Schmutz vorsichtig mit einem feuchten Tuch, wenn Ihre Katze das zulässt. Vermeiden Sie es, aus der regelmäßigen Pflege wiederholt vollständige Waschungen zu machen. Halten Sie Chemikalien und parfümierte Produkte von den Pfoten fern. Bei zwanghaftem Putzen, Rötungen, ungewöhnlichem Geruch, Blut, Eiter oder Lahmheit sollten Sie eine Tierärztin oder einen Tierarzt fragen.

Was soll ich tun, wenn mein Tier in eine unbekannte Chemikalie getreten ist?

Verhindern Sie, dass Ihr Tier die Substanz ableckt, entfernen Sie es aus dem betroffenen Bereich und bewahren Sie das Etikett oder den Behälter auf. Verwenden Sie keine Lösungsmittel, ätherischen Öle oder Haushaltsreiniger. Wenden Sie sich an eine Tierärztin, einen Tierarzt oder eine Stelle zur Giftberatung, um genaue Hinweise für die betreffende Substanz zu erhalten – insbesondere, wenn etwas verschluckt wurde, die Augen betroffen sind, Atemprobleme, starkes Speicheln, Erbrechen oder deutliche Beschwerden auftreten.

Quellen und weiterführende Informationen

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