Hautmikrobiom beim Hund: Ein praktischer Ratgeber zur Pflege

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Wir haben die Hautökologie von Hunden analysiert: Warum präbiotische Fellpflege gewinnt

Kurz gesagt: Das Hautmikrobiom Ihres Hundes ist eine sich verändernde Gemeinschaft von Mikroorganismen, die auf der Haut und im Fell leben. Es gehört zur normalen Hautökologie, aber „Dysbiose“ lässt sich nicht zu Hause diagnostizieren. Ein Abstrich, die Angabe auf einem Shampoo, Juckreiz oder Geruch allein verraten nicht die Ursache. Verwenden Sie ein speziell für Hunde geeignetes Produkt gemäß Anleitung, bürsten Sie sanft, spülen Sie gründlich und trocknen Sie Fell und Hautfalten sorgfältig. Achten Sie darauf, wie sich die Beschwerden entwickeln. Wenn die Anzeichen anhalten, sich ausbreiten, Schmerzen verursachen oder von allgemeinem Unwohlsein begleitet werden, wenden Sie sich an Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt.

Was ist das Hautmikrobiom des Hundes?

Das Hautmikrobiom umfasst die Bakterien, Pilze und anderen mikroskopisch kleinen Organismen, die auf der Haut eines Hundes leben. Es handelt sich weder um einen einzelnen „guten“ Bakterienstamm noch ist es bei jedem Hund gleich. Eine Übersichtsarbeit zur veterinärmedizinischen Dermatologie des Hautmikrobioms von Hunden und Katzen beschreibt eine vielfältige Gemeinschaft, deren Zusammensetzung teilweise davon abhängt, wie sie untersucht wird.

Auch Untersuchungen einzelner Hunde zeigen deutliche Unterschiede zwischen Tieren und Körperstellen. Eine Probe von der Pfote, aus einer Hautfalte und vom Rücken kann jeweils ein anderes Bild ergeben. Die Frontiers-Studie zu individuellen Signaturen des Hautmikrobioms bei Hunden erinnert daran, dass ein einzelnes Testergebnis nur eine Momentaufnahme und kein allgemeingültiger Normalwert ist.

Das Mikrobiom steht in engem Zusammenhang mit der physikalischen Hautbarriere. Diese Barriere hilft, Feuchtigkeitsverlust zu begrenzen und die Hautoberfläche vor äußeren Reizstoffen zu schützen. Beide Systeme beeinflussen sich gegenseitig. Ein gesund aussehendes Fell bedeutet jedoch nicht, dass jede mikroskopische Gemeinschaft identisch ist, und eine Online-Beschreibung von Dysbiose weist nicht auf eine bestimmte Erkrankung hin.

Gesunde Haut kann bei ein und demselben Hund unterschiedlich aussehen und sich unterschiedlich anfühlen. Die Fellbeschaffenheit, der Aufenthalt im Freien, die bisherige Fellpflege, das Alter, die Luftfeuchtigkeit und die jeweilige Körperstelle verändern, was an der Oberfläche zu sehen ist. Ein trockener Ellbogen, eine feuchte Hautfalte und die Haut unter dichtem Fell sollten nicht nach derselben optischen Faustregel beurteilt werden. Der individuelle Kontext Ihres Hundes ist wichtiger als eine allgemeine Mikrobiom-Checkliste.

Die Mikrobiomforschung hängt außerdem davon ab, wie eine Probe entnommen und analysiert wird. Deshalb kann ein Laborergebnis für eine Tierärztin oder einen Tierarzt eine hilfreiche Information sein, ohne für Tierhalterinnen und Tierhalter eine alleinige Handlungsanweisung darzustellen. Bleiben Sie bei der praktischen Frage: Was verändert sich, an welcher Stelle, wie schnell und wie fühlt sich Ihr Hund dabei?

Nahaufnahme von braunem Hundefell und brauner Haut

Was die Forschung aussagen kann – und was nicht

Bei einigen Hunden mit atopischer Dermatitis wurden Veränderungen der Hautbarriere, Entzündungen und Veränderungen des Mikrobioms miteinander in Verbindung gebracht. Die veterinärmedizinische Übersichtsarbeit zur Hautbarriere und zum Mikrobiom des Hundes weist jedoch auch darauf hin, dass die Richtung und die klinische Bedeutung dieser Zusammenhänge noch nicht vollständig verstanden sind. Dieser Kontext ist wichtig. Er spricht für eine sorgfältige Beobachtung und eine tierärztliche Untersuchung – nicht für das Versprechen, dass ein Reinigungsmittel, Probiotikum, Präbiotikum oder „natürliches“ Mittel ein bestimmtes Gleichgewicht wiederherstellt.

Wenn in einem Artikel oder bei einem Produkt davon die Rede ist, dass es das Mikrobiom „ins Gleichgewicht bringen“ soll, fragen Sie sich: Was wurde gemessen, bei welchen Hunden, an welcher Körperstelle und nach welchem Kontakt? Fehlen diese Informationen, sollten Sie solche Aussagen eher als Marketingbeschreibung denn als Beleg für einen gesundheitlichen Nutzen verstehen. Kein Heimtest kann eine Allergie, einen Parasitenbefall, eine Hefepilzvermehrung oder eine bakterielle Infektion diagnostizieren.

Ein einfacheres, praktisches Ziel ist: vermeidbare Reizungen reduzieren, das Fell sauber und trocken halten und wichtige Veränderungen früh bemerken. Diese Schritte können das Wohlbefinden unterstützen, während die Diagnose und die Wahl der Behandlung bei der Tierärztin oder beim Tierarzt liegen.

Anzeichen dokumentieren, ohne die Ursache zu erraten

Notieren Sie vor einem Produktwechsel kurz, was Sie beobachten und wann es begonnen hat. Hilfreiche Angaben sind:

  • Juckreiz, Lecken, Reiben oder Knabbern – einschließlich der betroffenen Körperstelle und der Häufigkeit;
  • Rötungen, Wärme, Schuppen, Schuppenbildung, fettiges Fell, Krusten, Knubbel, Pusteln, Wunden oder Haarausfall;
  • ein neuer oder stärkerer Geruch, Feuchtigkeit in einer Hautfalte, Ausfluss oder Kratzen an den Ohren und Kopfschütteln;
  • Veränderungen nach dem Baden, einem Besuch beim Hundefriseur, einem Aufenthalt im Freien, einer Futterumstellung, Kontakt mit Flöhen oder der Verwendung eines neuen Haushaltsprodukts;
  • Energie, Appetit, Schlaf und Wohlbefinden – besonders wenn sich die Hautveränderung ausbreitet oder schmerzhaft ist.

Diese Beobachtungen helfen der Tierärztin oder dem Tierarzt, die Krankengeschichte einzuordnen. Sie beweisen jedoch kein „Ungleichgewicht des Mikrobioms“. Der Abschnitt zu Pyodermie im Merck Veterinary Manual erklärt, dass Schuppen, Krusten, Pusteln, Haarausfall, Schmerzen, Geruch und Ausfluss bei Hautinfektionen auftreten können. Zugleich können Allergien, Parasiten, Verletzungen und hormonelle Erkrankungen zugrunde liegende oder zusätzliche Faktoren sein.

Eine Französische Bulldogge kratzt sich drinnen am Hals

Sanfte Fellpflege zu Hause

Bei der regelmäßigen Fellpflege geht es darum, Schmutz zu entfernen und das Fell zu pflegen. Sie ersetzt jedoch keine Untersuchung, wenn die Haut auffällig ist. Der Ratgeber zur Fellpflege von VCA und die Hinweise der ASPCA zur Hundepflege betonen gleichermaßen, dass die Pflege an Fell, Alter, Lebensweise und Gesundheitszustand des Hundes angepasst werden sollte.

  1. Schauen Sie vor dem Waschen genau hin. Achten Sie auf Wunden, fest verfilztes Fell, Parasiten, deutliche Rötungen und Bereiche, an denen Ihr Hund nicht berührt werden möchte. Wenn die Haut schmerzhaft ist oder unter einer festen Verfilzung verborgen liegt, hören Sie auf und holen Sie professionelle Hilfe.
  2. Bürsten Sie zuerst. Entfernen Sie loses Fell und leicht lösbare Verfilzungen, bevor Sie Wasser verwenden. Nasses, verfilztes Fell zieht sich zusammen und lässt sich schwerer lösen. Eine professionelle Fellpflege kann starke oder großflächige Verfilzungen sicher entfernen.
  3. Verwenden Sie ein speziell für Hunde entwickeltes Produkt. Befolgen Sie die Angaben auf der Flasche zu Tierart, Alter, Verdünnung und Ausspülen. Menschenshampoo, Haushaltsseife und übrig gebliebene medizinische Produkte sind kein Ersatz für eine auf Ihren Hund abgestimmte Pflege.
  4. Sorgen Sie für eine ruhige Badesituation. Verwenden Sie eine stabile, rutschfeste Unterlage und angenehm temperiertes Wasser. Halten Sie Sprühstrahl und Reinigungsmittel von Augen, Nase und Gehörgängen fern. Für das Gesicht ist ein feuchtes Tuch oft die sanftere Wahl.
  5. Spülen Sie gründlich nach. Spülen Sie das Fell so lange mit Wasser durch, bis keine Reinigungsmittelreste mehr vorhanden sind. Rückstände können die Haut reizen und aus dem Fell abgeleckt werden.
  6. Trocknen Sie das Fell und kontrollieren Sie es anschließend noch einmal. Tupfen Sie das Fell mit einem Handtuch trocken, ohne kräftig zu rubbeln. Trocknen Sie Hautfalten, Pfoten und dicht behaarte Stellen sorgfältig. Wenn Ihr Hund es akzeptiert, können Sie einen Tierhaartrockner auf niedriger Stufe und mit sicherem Abstand verwenden.

Für einen gesunden Hund gibt es kein allgemein gültiges Badeintervall. Felltyp, Aktivitäten im Freien, Hautzustand und Verträglichkeit spielen dabei eine Rolle. Wenn Ihr Hund wiederholt gebadet werden muss oder nach dem Baden mehr Juckreiz zeigt, wenden Sie sich an Ihre Tierarztpraxis, statt den Badeplan eines anderen Hundes zu übernehmen.

Gestalten Sie die Pflegeroutine vorhersehbar und jederzeit leicht beendbar. Lassen Sie Ihren Hund auf sicherem Untergrund stehen, machen Sie Pausen, bevor er sich wehrt, und bitten Sie nur dann eine zweite Person um Hilfe, wenn dadurch die Handhabung ruhiger und sicherer wird. Zwingen Sie einen verängstigten Hund niemals zum Baden. An diesem Tag ist ein kurzes Abwischen oder ein Termin bei einer professionellen Hundepflege möglicherweise die bessere Wahl.

Achten Sie nach der Pflege darauf, ob das Fell normal trocknet und Ihr Hund zu seinem gewohnten Verhalten zurückkehrt. Ein neuer Geruch, wiederholtes Lecken oder Rötungen, die nach jedem Baden auftreten, sind wichtige Informationen für Ihre Tierarztpraxis. Sie beweisen nicht, dass das Shampoo das Mikrobiom verändert hat. Verwenden Sie daher kein zweites Produkt, bevor Sie das beobachtete Muster besprochen haben.

Goldener Retriever wird sanft gebadet

Das passende Hautpflegeprodukt auswählen

Ein gewöhnliches Reinigungsprodukt, ein medizinisches Shampoo und ein Mittel gegen Flöhe oder Zecken dienen unterschiedlichen Zwecken. Die fachliche Übersicht zur Shampoo-Therapie in der tierärztlichen Dermatologie erläutert, warum die Auswahl, Anwendung und Nachkontrolle vom jeweiligen Hautproblem und vom Tier abhängen.

  • Gewöhnliches Reinigungsprodukt: für normalen Schmutz, Rückstände und überschüssiges Hautfett im Fell. Verwenden Sie ein für Hunde ausgewiesenes Produkt und achten Sie darauf, wie Ihr Hund es verträgt.
  • Medizinisches Produkt: für eine Erkrankung, die tierärztlich behandelt wird. Wirkstoffe, Einwirkzeit, Häufigkeit der Anwendung und Ausspülen richten sich nach dem Behandlungsplan. Die Hinweise von VCA zu medizinischen Bädern erläutern, warum diese Anweisungen unterschiedlich ausfallen.
  • Parasitenmittel: für einen bestimmten Parasiten und eine bestimmte Tierart, unter Beachtung der Hinweise auf dem Etikett. Dosieren oder kombinieren Sie Produkte nicht eigenmächtig.

Geben Sie keine ätherischen Öle, keinen Essig, kein Desinfektionsmittel, keine Körperlotion, keine Antibiotika und keine Nahrungsergänzungsmittel hinzu, um die Haut „zurückzusetzen“. Die Hinweise der ASPCA-Tiergiftzentrale zu ätherischen Ölen weisen darauf hin, dass konzentrierte Öle Haustieren über Haut und Fell oder durch Verschlucken schaden können. „Natürlich“, „präbiotisch“, „mikrobiomfreundlich“ und „hypoallergen“ sind keine Garantie für eine gute Verträglichkeit oder eine klinische Wirkung.

Einen ergänzenden Leitfaden zum Lesen von Etiketten und zum Umgang mit Kontakt und Aufnahme finden Sie in unserem Ratgeber zu Inhaltsstoffen in Hundeshampoos. Darin erfahren Sie, wie sich gewöhnliche Fragen zu Produkten von medizinischen Aussagen unterscheiden lassen, ohne aus einer Inhaltsstoffliste eine Diagnose abzuleiten.

Pflege an Alter, Fell und Hautempfindlichkeit anpassen

  • Welpen: Verwenden Sie ein altersgerechtes Produkt für Hunde, gewöhnen Sie Ihren Welpen schrittweise an Wasser und Berührungen, halten Sie die Pflegesitzungen kurz und verhindern Sie, dass er auskühlt. Fragen Sie Ihre Tierarztpraxis, bevor Sie ein medizinisches Produkt oder ein Parasitenmittel anwenden.
  • Ältere, kranke oder gebrechliche Hunde: Sorgen Sie für sicheren Halt und geben Sie bei Bedarf Unterstützung. Verzichten Sie auf ein belastendes Bad, wenn Bewegung, Schmerzen oder die Atmung Probleme bereiten, und fragen Sie Ihre Tierarztpraxis nach der sichersten Pflegeroutine.
  • Kurzhaarige Hunde: Zwischen den Bädern reicht möglicherweise eine weiche Bürste und gezieltes Abwischen aus. Schrubben Sie nicht kräftiger, nur weil das Fell eng an der Haut anliegt.
  • Langhaarige oder dicht behaarte Hunde: Planen Sie mehr Zeit für Bürsten, Ausspülen und Trocknen ein. Wenn verfilztes Fell die Haut verdeckt oder Ihr Hund den Vorgang nicht toleriert, ist die professionelle Fellpflege die sicherere Wahl.
  • Hautfalten oder empfindliche Haut: Halten Sie Hautfalten und feuchte Bereiche sauber und trocken, ohne zu bohren, zu kratzen oder eine nicht dafür zugelassene Creme aufzutragen. Wiederkehrender Geruch, Rötungen oder Ausfluss sollten tierärztlich abgeklärt werden.

Wann Sie eine Tierärztin oder einen Tierarzt kontaktieren sollten

Wenden Sie sich an Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt, wenn Juckreiz, Geruch, Rötungen, Schuppen, Krusten, Knötchen, Haarausfall oder Auffälligkeiten an den Ohren anhalten, wiederkehren oder sich ausbreiten. Rufen Sie auch an, wenn Ihr Hund Schmerzen zu haben scheint, nicht zur Ruhe kommt oder nach der Anwendung eines neuen Produkts reagiert. Mercks Ratgeber für Hundehalter zu Pyodermie beschreibt warme, feuchte Hautfalten und Druckstellen als Bereiche, in denen das Infektionsrisiko erhöht sein kann. Die betroffene Stelle allein lässt jedoch keine Rückschlüsse auf die Ursache zu.

Bitten Sie um eine zeitnahe oder noch am selben Tag erfolgende Beratung, wenn sich der Hautzustand schnell verschlechtert, die Haut sehr schmerzhaft, offen oder nässend ist oder wenn Gesichtsschwellungen, ausgeprägte Schwäche, wiederholtes Erbrechen, veränderte Atmung oder eine deutliche Veränderung von Appetit oder Energie hinzukommen. Suchen Sie umgehend tierärztliche Hilfe, wenn Ihr Hund kollabiert, Atemnot hat, großflächige Wunden aufweist oder sich nicht sicher anfassen lässt. Bringen Sie die Produktverpackung oder die Liste der Inhaltsstoffe sowie Ihre Notizen zu den beobachteten Veränderungen mit. Beginnen Sie keine übrig gebliebenen Medikamente und geben Sie kein Nahrungsergänzungsmittel, nur weil auf einer Webseite das Mikrobiom erwähnt wird.

Eine Hundefriseurin oder ein Hundefriseur kann bei der Fellpflege, beim Bürsten und bei starken Verfilzungen helfen. Eine Tierärztin oder ein Tierarzt ist die richtige Anlaufstelle, um Infektionen, Allergien, Parasiten, hormonelle Erkrankungen, Schmerzen oder eine andere medizinische Ursache abzuklären. In beiden Fällen müssen Sie das Mikrobiom nicht zuerst selbst einordnen, und dieser Artikel kann keine Diagnose für Ihren Hund stellen.

Häufige Fragen zum Hautmikrobiom von Hunden

Kann ich erkennen, ob das Mikrobiom meines Hundes aus dem Gleichgewicht geraten ist?

Zu Hause lässt sich das nicht zuverlässig feststellen. Juckreiz, Geruch, Rötungen, Schuppen und Haarausfall können verschiedene Ursachen haben. Eine Tierärztin oder ein Tierarzt kann bei Bedarf die Krankengeschichte, eine Untersuchung und weitere Tests heranziehen. „Dysbiose“ sollte nicht anhand eines Fotos oder eines Produktetiketts als Diagnose verstanden werden.

Kann ein Pro- oder Präbiotikum die Haut meines Hundes wieder ins Gleichgewicht bringen?

Es gibt keine allgemeingültige Behandlung für zu Hause und kein garantiertes Ergebnis. Die Forschung zum Wirt Hund und zu seinem Mikrobiom entwickelt sich noch weiter. Besprechen Sie Nahrungsergänzungsmittel oder auf das Mikrobiom ausgerichtete Produkte mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt – insbesondere, wenn Ihr Hund jung, alt, trächtig, krank ist oder Medikamente einnimmt.

Wie oft sollte ich meinen Hund für eine gesunde Haut baden?

Orientieren Sie sich am Fell, am Lebensstil, an den Anwendungshinweisen des Produkts und an der Reaktion der Haut. Bei einer diagnostizierten Erkrankung kann die Tierärztin oder der Tierarzt einen anderen Zeitplan empfehlen. Wiederholtes Baden gegen Geruch oder Juckreiz ohne vorherige Untersuchung kann die passende Behandlung verzögern.

Kann ich menschliches Shampoo oder ätherische Öle verwenden?

Verwenden Sie für die regelmäßige Fellpflege ein Produkt, das für Hunde entwickelt wurde. Geben Sie keine ätherischen Öle ins Badewasser und tragen Sie konzentrierte Öle nicht auf ein Tier auf. Falls es zu einem Kontakt kommt, bewahren Sie den Behälter auf und wenden Sie sich an Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt beziehungsweise an eine Giftnotrufzentrale für Tiere. Geben Sie kein Hausmittel als Gegenmittel.

Bedeutet ein starker Geruch, dass mein Hund eine Hefepilz- oder bakterielle Infektion hat?

Geruch kann durch Feuchtigkeit, Produktreste, Hautfalten, Allergien oder eine Infektion entstehen. Er ist ein Anlass, genauer hinzusehen, aber kein Beweis für eine bestimmte Ursache. Anhaltender Geruch, Juckreiz, Schmerzen, Ausfluss oder Haarausfall sollte tierärztlich abgeklärt werden.

Was sollte ich zu einem Termin wegen Hautproblemen mitbringen?

Bringen Sie die Produktetiketten, eine Liste aller Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel, Fotos, die die Veränderung im zeitlichen Verlauf zeigen, die Daten der letzten Bäder oder der Parasitenprophylaxe sowie Notizen zu Juckreiz, Geruch, Ernährung, Umgebung, Appetit und Energie mit. Wenden Sie nicht unmittelbar vor dem Termin ein neues Produkt an, es sei denn, Ihre Tierärztin oder Ihr Tierarzt weist Sie dazu an.

Quellen und Geltungsbereich

Dieser Ratgeber stützt sich auf die peer-reviewte Übersichtsarbeit zur Hautbarriere und zum Mikrobiom von Hunden, die Übersichtsarbeit zum Hautmikrobiom von Tieren, die Frontiers-Studie zu individuellen Signaturen des Mikrobioms von Hunden, fachliche Referenz von Merck zu Pyodermie, Mercks Ratgeber für Hundehalter zu Pyodermie, VCA-Ratgeber zur Fellpflege, VCA-Ratgeber zum Baden mit medizinischen Shampoos, ASPCA-Ratgeber zur Fellpflege, ASPCA-Tiergiftzentrale sowie auf professionelle Beurteilung einer Shampoo-Behandlung. Diese Quellen dienen der allgemeinen Information und zeigen die Grenzen einer sicheren Selbstversorgung auf. Sie liefern keinen Mikrobiomwert, stellen keine Diagnose für Ihren Hund und belegen nicht, dass ein Reinigungsprodukt, Nahrungsergänzungsmittel oder Naturprodukt die Hautgesundheit wiederherstellt. Wenden Sie sich an Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt, wenn eine Veränderung anhält, schmerzhaft ist, sich ausbreitet oder Ihnen anderweitig Sorgen bereitet.

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