Krankheitsanzeichen beim Hund: Wann zum Tierarzt?
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Kurz gesagt: Die deutlichsten Anzeichen einer Erkrankung sind bei Hunden auffällige Veränderungen gegenüber ihrem normalen Appetit, Energielevel, Verhalten, ihrer Atmung, ihren Ausscheidungsgewohnheiten, ihren Bewegungen oder ihrem Erscheinungsbild. Eine einzelne leichte Veränderung bei einem ansonsten entspannten Hund kann zunächst kurz beobachtet werden. Atemnot, Kollaps, Krampfanfälle, blasses oder bläuliches Zahnfleisch, starke Schmerzen, Ersticken, eine Vergiftung, wiederholtes Erbrechen oder die Unfähigkeit zu urinieren oder aufzustehen erfordern jedoch eine sofortige tierärztliche Versorgung. Symptome können viele verschiedene Ursachen haben. Anhand einer Checkliste allein lässt sich die Ursache nicht feststellen und keine Diagnose für Ihren Hund stellen.
Dieser Ratgeber hilft Ihnen dabei, relevante Veränderungen zu erkennen, einzuschätzen, wie schnell Sie Hilfe suchen sollten, und sich auf das Gespräch mit der Tierarztpraxis vorzubereiten. Er dient der allgemeinen Information über die Pflege von Haustieren und ersetzt weder eine Diagnose noch einen Behandlungsplan. Wenn Ihr Hund sehr jung oder bereits älter ist, trächtig ist, an einer chronischen Erkrankung leidet, Medikamente einnimmt oder Ihnen einfach ungewöhnlich stark verändert vorkommt, sollten Sie Ihre Tierarztpraxis lieber früher kontaktieren.
Beginnen Sie mit dem normalen Verhalten Ihres Hundes
„Normal“ ist von Hund zu Hund unterschiedlich. Ein gesunder Hund schläft nach einem langen Spaziergang vielleicht mehr, frisst langsamer, trinkt an einem warmen Tag mehr oder ist in einem lebhaften Haushalt eher ruhig. Entscheidend sind eine erkennbare Veränderung, ihre Dauer und weitere Anzeichen, die gleichzeitig auftreten. Der American Kennel Club – tierärztliche Ratgeber empfiehlt, das übliche Verhalten, das Alter, die Krankengeschichte und das gesamte Muster zu berücksichtigen, statt ein einzelnes Anzeichen isoliert zu beurteilen.
- Tagesrhythmus: Achten Sie darauf, wann Ihr Hund normalerweise aufsteht, ruht, spielt und bei alltäglichen Aktivitäten dabei ist.
- Futter und Wasser: Beobachten Sie Appetit, Trinkverhalten und Kauen – und ob sich ein sonst besonders futterfreudiger Hund plötzlich abwendet.
- Ausscheidungsgewohnheiten: Achten Sie auf Veränderungen bei der Häufigkeit des Urinierens, beim Pressen, bei Unfällen in der Wohnung, bei Konsistenz und Farbe des Kots sowie auf Blut.
- Bewegung und Wohlbefinden: Vergleichen Sie das Gehen, Treppensteigen, Springen, die Körperhaltung und die Bereitschaft, sich anfassen zu lassen, mit dem gewohnten Verhalten.
- Atmung und Erscheinungsbild: Achten Sie auf neuen Husten, Ausfluss, angestrengte Atmung, die Farbe des Zahnfleischs, Schwellungen, Hautveränderungen sowie Beschwerden an Augen oder Maul.
Häufige Anzeichen dafür, dass es Ihrem Hund nicht gut geht
Anzeichen einer Erkrankung können bei Hunden bei vielen verschiedenen Krankheitsbildern auftreten. Nutzen Sie die folgenden Gruppen, um zu beschreiben, was Sie beobachten – nicht, um eine Krankheit zu benennen. Der Ratgeber der American Animal Hospital Association zu gesundheitlichen Anzeichen nennt anhaltende Veränderungen bei Energie, Appetit, Durst, Gewicht, Atmung, Bewegung, Haut, Verdauung und Verhalten als Gründe, tierärztlichen Rat einzuholen.
Veränderungen bei Energie, Schlaf und Verhalten
Achten Sie auf eine neu auftretende ausgeprägte Teilnahmslosigkeit, Schwäche, Verstecken, Unruhe, Verwirrtheit, ungewöhnliche Anhänglichkeit, Reizbarkeit oder nachlassendes Interesse an vertrauten Aktivitäten. Ein Hund, der nach dem Spielen schläft, kann völlig gesund sein. Ein Hund, den Sie nicht zum Aufstehen bewegen können, der schwach wirkt oder sich nur schwer wecken lässt, braucht zeitnah professionellen Rat. Plötzliche Verhaltensänderungen können auf Schmerzen, Angst, Stress oder eine Erkrankung hindeuten. Das Verhalten allein zeigt jedoch nicht, woran es liegt.
Notieren Sie, wann die Veränderung begonnen hat und ob Ihr Hund noch normal laufen, trinken, fressen, urinieren und reagieren kann. Ein kurzes Video von ungewöhnlichem Hin- und Herlaufen, Husten, Taumeln oder einem veränderten Gangbild kann einer Tierärztin oder einem Tierarzt mehr hilfreiche Informationen geben als eine Beschreibung wie „verhält sich komisch“.
Beobachtungen zu Appetit, Durst, Gewicht und Flüssigkeitshaushalt
Weniger Appetit, die Verweigerung des Lieblingsfutters, plötzlich deutlich mehr oder weniger Trinken, wiederholtes Lippenlecken, Probleme beim Kauen oder eine unerklärliche Gewichtsveränderung sollten Sie ernst nehmen. Eine ausgelassene Mahlzeit ist bei einem erwachsenen Hund nicht automatisch ein Notfall. Wenn der Appetitverlust jedoch mit Erbrechen, Durchfall, Schmerzen, Schwäche oder Veränderungen der Atmung einhergeht, ist die Situation dringlicher. Bei Welpen, älteren Hunden und Hunden mit Vorerkrankungen kann früherer tierärztlicher Rat erforderlich sein.
Trockenes oder klebriges Zahnfleisch, Schwäche, eingefallene wirkende Augen oder ungewöhnliches Hecheln können Anlass zur Sorge geben. Eine Beobachtung zu Hause kann jedoch weder eine Dehydrierung noch deren Ursache bestätigen. Zwingen Sie Ihren Hund nicht zum Fressen oder Trinken und geben Sie ihm keine Elektrolytlösungen oder Medikamente für Menschen, sofern dies nicht ausdrücklich tierärztlich empfohlen wurde. Notieren Sie, was Ihr Hund getrunken hat, ob er es bei sich behalten konnte und wann er zuletzt uriniert hat, und rufen Sie dann an, um sich beraten zu lassen.
Erbrechen, Durchfall, Kot und Urin
Notieren Sie die Anzahl der Episoden, die ungefähre Uhrzeit, die Farbe und ob Sie Blut oder schwarzen, teerartigen Kot sehen. Wiederholtes Erbrechen oder wiederholter Durchfall, blutiger oder übelriechender Kot, ausgeprägte Schwäche, ein aufgeblähter Bauch oder die Unfähigkeit, Wasser bei sich zu behalten, erfordern zeitnah tierärztlichen Rat. Pressen ohne Urinabsatz, wiederholte Versuche zu urinieren oder die Unfähigkeit zu urinieren können ein Notfall sein. Warten Sie nicht, bis eine vollständige Liste von Symptomen vorliegt, bevor Sie anrufen, wenn sich der Zustand Ihres Hundes verschlechtert.
Husten, Niesen, Ausfluss und Atmung
Husten, Niesen, Nasen- oder Augenausfluss, Fieber, weniger Appetit und Teilnahmslosigkeit können bei Atemwegserkrankungen auftreten. Der Ratgeber der VCA zu Atemwegserkrankungen bei Hunden empfiehlt bei zunehmenden Beschwerden oder Atemproblemen eine tierärztliche Untersuchung. Wenn eine ansteckende Atemwegserkrankung möglich ist, sollten Sie außerdem vor dem Besuch in der Praxis anrufen. Halten Sie einen hustenden Hund von gemeinsam genutzten Näpfen und Gruppen mit engem Kontakt fern, bis Ihre Tierarztpraxis Ihnen weitere Empfehlungen gibt.
Die Atemanstrengung ist wichtiger, als zu Hause eine möglichst genaue Atemfrequenz zu zählen. Atmen mit offenem Maul in Ruhe, deutlich angestrengte Atmung aus Brustkorb oder Bauch, blaues oder weißes Zahnfleisch beziehungsweise eine blaue oder weiße Zunge, ein Kollaps oder die Unfähigkeit, sich wegen der Atemprobleme zu beruhigen, sind Notfälle. Bewegen Sie Ihren Hund ruhig, vermeiden Sie jede Anstrengung und rufen Sie in einer tierärztlichen Notfallklinik an. Befolgen Sie dabei deren Anweisungen.
Schmerzen, Hinken, Körperhaltung und Bewegung
Hinken, Steifheit, ungern Treppensteigen oder Springen, eine gekrümmte Körperhaltung, Zittern, wiederholte Positionswechsel, Zurückzucken bei Berührung oder das Schonen eines bestimmten Körperbereichs können auf Beschwerden hindeuten. Eine Nahaufnahme der Pfote kann dabei helfen, ein sichtbares Problem zu erkennen. Beugen Sie ein schmerzendes Gelenk jedoch nicht, untersuchen Sie eine Wunde nicht mit Gegenständen und gehen Sie nicht automatisch von Arthrose aus. Schränken Sie anstrengende Aktivitäten ein, verhindern Sie ein Ausrutschen Ihres Hundes und fragen Sie eine Tierärztin oder einen Tierarzt, wie schnell die Veränderung untersucht werden sollte.
Haut, Augen, Ohren und Maul
Achten Sie auf neue Schwellungen, Quaddeln, Wunden, Haarausfall, starkes Kratzen, unangenehmen Geruch, Ausfluss, Zukneifen der Augen, Trübungen, Kopfschütteln, vermehrten Speichelfluss, Blutungen oder Schwierigkeiten beim Öffnen des Mauls. Vergleichen Sie das Aussehen mit dem Ihres Hundes und machen Sie nur dann ein scharfes Foto, wenn dies sicher möglich ist. Ein schmerzendes Auge, eine Schwellung im Gesicht, eine sich rasch ausbreitende Hautveränderung oder Atemnot erfordern dringend tierärztlichen Rat. Geben Sie Ihrem Hund niemals übrig gebliebene Tropfen, Cremes, ätherische Öle oder Schmerzmittel für Menschen auf oder in den Körper, ohne dies vorher mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt abzuklären.
Ist eine trockene Nase ein zuverlässiges Krankheitszeichen?
Nein. Eine trockene oder warme Nase allein ist kein zuverlässiger Gesundheitscheck. Die Erklärung von VCA zu trockenen Nasen weist darauf hin, dass gesunde Hunde nach dem Schlafen oder witterungsbedingt eine trockene Nase haben können, während ein kranker Hund durchaus eine feuchte Nase haben kann. Achten Sie stattdessen auf Appetit, Energie, Atmung, Ausscheidungsverhalten und den Gesamteindruck Ihres Hundes. Eine rissige, blutende oder schmerzende Nase sollte ebenso tierärztlich abgeklärt werden wie eine Nase, bei der weitere Veränderungen auftreten.
Wie Alter und Vorgeschichte die Einschätzung verändern
Dieselbe Beobachtung kann bei verschiedenen Hunden unterschiedlich zu bewerten sein. Ein junger Welpe kann sich schnell verschlechtern, ein älterer Hund hat möglicherweise weniger Reserven, und bei einem Hund mit Diabetes, Herzerkrankung, Nierenerkrankung, Krampfanfällen, Problemen des Immunsystems oder aktueller Medikamenteneinnahme kann eine individuell abgestimmte Beratung nötig sein. Auch eine kürzlich erfolgte Operation, ein neues Futter, eine Reise, ein Biss, ein Sturz, Hitzeeinwirkung oder der Kontakt mit einem Haushaltsprodukt verändert, welche Informationen die Tierärztin oder der Tierarzt benötigt.
- Welpen: Wenden Sie sich bei wiederholtem Erbrechen oder Durchfall, Schwäche, Futterverweigerung oder ungewöhnlicher Müdigkeit früher an die Tierarztpraxis.
- Ältere Hunde: Neue Verwirrtheit, eingeschränkte Beweglichkeit, veränderter Appetit, Schmerzen oder eine plötzliche Verschlechterung sollten nicht als „bloßes Alter“ abgetan werden.
- Chronische Erkrankungen oder Medikamente: Halten Sie sich an den bestehenden Behandlungsplan Ihres Hundes und fragen Sie das behandelnde Team bei neuen Anzeichen, bevor Sie eine Dosis ändern.
- Kürzlicher Kontakt mit einem möglichen Auslöser oder Verletzung: Informieren Sie die Tierarztpraxis über mögliche Giftstoffe, Pflanzen, Medikamente, Bisse, Stürze, Hitze oder verschluckte Fremdkörper, auch wenn Ihr Hund ruhig wirkt.
Wann Sie beobachten, eine Tierarztpraxis anrufen oder einen Notdienst aufsuchen sollten
Es gibt keine allgemein sichere Wartezeit, die für jeden Hund gilt. Nutzen Sie die folgenden Hinweise als Entscheidungshilfe und nehmen Sie Ihre Sorge ernst, wenn Ihr Hund deutlich anders wirkt.
Sie können kurz beobachten, wenn alle diese Punkte zutreffen
- Die Veränderung ist mild, erst kürzlich aufgetreten und klingt bereits ab.
- Ihr Hund ist aufmerksam, fühlt sich sichtlich wohl, atmet normal und kann laufen.
- Ihr Hund kann trinken und behält Wasser bei sich; es gibt kein Blut, keine starken Schmerzen und kein wiederholtes Erbrechen.
- Es liegen keine Faktoren wie Welpenalter, höheres Alter, eine chronische Erkrankung, Medikamenteneinnahme, eine mögliche Vergiftung, Verletzung oder Hitzeeinwirkung vor, die das Risiko erhöhen.
Legen Sie einen konkreten Zeitpunkt für die nächste Kontrolle fest, machen Sie sich Notizen und rufen Sie an, wenn das Anzeichen anhält, wiederkehrt oder zusammen mit einer weiteren Veränderung auftritt. „Beobachten“ darf niemals bedeuten, dass Sie eine Verschlechterung Ihres Hundes ignorieren.
Rufen Sie Ihre Tierarztpraxis oder einen tierärztlichen Notdienst an
Lassen Sie sich bei anhaltender Teilnahmslosigkeit, Veränderungen von Appetit oder Durst, anhaltendem Husten oder Niesen, wiederholtem Erbrechen oder Durchfall, neuem Hinken oder einer steifen Bewegung, schmerzender Haut oder schmerzenden Augen, unerklärlichen Gewichtsveränderungen, ungewöhnlichem Verhalten oder einem Hund, der mehr schläft und nicht spielen möchte, beraten. Die Triage-Tabelle im Merck Veterinary Manual ist eine hilfreiche Orientierung für Symptome, bei denen tierärztliche Hilfe erforderlich sein kann. Ihre Tierarztpraxis sollte die Anzeichen jedoch immer im Zusammenhang beurteilen.
Sofort in den tierärztlichen Notdienst
Rufen Sie bei Atemnot, bläulichem oder weißem Zahnfleisch beziehungsweise einer solchen Zunge, Kollaps, Bewusstlosigkeit, Krampfanfällen, starker Schwäche, Unfähigkeit zu stehen, starken oder nicht kontrollierbaren Blutungen, Ersticken, einem harten, aufgeblähten Bauch, wiederholtem erfolglosem Würgen, starken Schmerzen, Unfähigkeit zu urinieren, Verdacht auf eine Vergiftung oder einem schweren Trauma eine örtliche Tierklinik mit Notdienst an. Die ASPCA-Leitlinie zur Notfallversorgung nennt unter anderem auffällige Atmung, blasses Zahnfleisch, Krampfanfälle, Schwierigkeiten beim Stehen und Bewusstlosigkeit als Anzeichen, bei denen sofort gehandelt werden muss. Fahren Sie mit einem instabilen Hund nicht los, ohne vorher anzurufen und sich über das weitere Vorgehen zu informieren.
Was Sie tun können, während Sie die Versorgung organisieren
- Bringen Sie Ihren Hund weg von Treppen, Verkehr, Hitze, anderen Haustieren und allem, was er verschlucken könnte. Berühren und bewegen Sie ihn möglichst ruhig und wenig.
- Rufen Sie Ihre Tierarztpraxis oder die Tierklinik mit Notdienst an und schildern Sie zuerst das schwerwiegendste Anzeichen. Fragen Sie, ob Sie sofort kommen sollen und ob besondere Maßnahmen zum Schutz vor Atemwegsinfektionen gelten.
- Notieren Sie den zeitlichen Verlauf, die Aufnahme von Futter und Wasser, Urin und Kot, Erbrechensepisoden, Medikamente, bekannte Erkrankungen, die Temperatur nur auf Anweisung Ihrer Tierärztin oder Ihres Tierarztes sowie jeden kürzlichen Kontakt mit einem möglichen Auslöser.
- Bringen Sie die Verpackung eines möglichen Giftstoffs mit oder fotografieren Sie sie. Bei Verdacht auf eine Vergiftung wenden Sie sich umgehend an eine tiermedizinische Fachkraft oder an die ASPCA-Giftinformationszentrum . Lösen Sie kein Erbrechen aus, es sei denn, eine Fachkraft weist Sie ausdrücklich dazu an.
- Geben Sie Ihrem Hund keine Schmerzmittel für Menschen, übrig gebliebene Antibiotika, Medikamente gegen Durchfall, ätherische Öle oder Hausmittel. Zwingen Sie einen schwachen, erbrechenden, würgenden oder schlecht atmenden Hund nicht, Futter oder Wasser aufzunehmen.
Ein hilfreiches Symptomprotokoll erstellen
Eine kurze, sachliche Aufzeichnung ist oft hilfreicher als eine lange Liste möglicher Krankheiten. Notieren Sie das Alter Ihres Hundes, seine Rasse oder seinen Rassemix, sofern bekannt sein Gewicht, seine Krankengeschichte, aktuelle Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel sowie seinen normalen Tagesablauf. Halten Sie außerdem fest, wann Sie die Veränderung zum ersten Mal bemerkt haben, was davor passiert ist und ob sie sich bessert. Fügen Sie ein kurzes Video oder Foto hinzu, wenn es Bewegung, Atmung, Kot, Haut oder Verhalten zeigt, ohne Ihren Hund dabei zu belasten.
Fragen Sie beim Termin, welche Anzeichen eine frühere Wiedervorstellung erforderlich machen, ob Ihr Hund Bewegung oder den Kontakt zu anderen Hunden vermeiden sollte und welche Beobachtungen Sie festhalten sollen. Schreiben Sie sich die Antworten auf. Wird eine Fernberatung angeboten, kann sie bei der Orientierung helfen, macht es aber nicht sicher, einen Notfall zu Hause zu behandeln.
Optionale Hilfsmittel für Komfort und unterwegs
Produkte für den Alltag können zu einer sichereren Routine beitragen, behandeln aber keine Krankheit. Die Aqua-Feast-Reisetrinkflasche mit Futterkapsel ist eine praktische Möglichkeit, Wasser und trockene Snacks auf einem Spaziergang oder Ausflug mitzunehmen. Sie ist nicht dazu gedacht, Flüssigkeit zu erzwingen oder eine Dehydrierung zu behandeln. Eine Kühlmatte für Haustiere kann in einer beaufsichtigten und angenehmen Umgebung für eine kühlere Liegefläche sorgen. Sie ist keine Behandlung bei Hitzschlag oder Atemproblemen. Bei dringenden Anzeichen rufen Sie zuerst eine Tierärztin, einen Tierarzt oder eine Tierklinik an.
Häufig gestellte Fragen
Woran erkenne ich frühzeitig, dass mein Hund krank ist?
Zu den ersten Veränderungen können weniger Energie, Veränderungen bei Appetit oder Durst, ein verändertes Toilettenverhalten, Husten oder Niesen, neuer Ausfluss, Hinken, Kratzen, Erbrechen, Durchfall, Gewichtsveränderungen oder ungewöhnliches Verhalten gehören. Entscheidend ist eine deutliche Abweichung vom normalen Zustand Ihres Hundes und die Frage, ob sie anhält oder zusammen mit einem weiteren Anzeichen auftritt.
Mein Hund hat eine Mahlzeit ausgelassen. Muss ich in Panik geraten?
Nicht jede ausgelassene Mahlzeit ist bei jedem erwachsenen Hund ein Notfall, insbesondere wenn er sich wohlfühlt und sich ansonsten normal verhält. Rufen Sie bei einem Welpen, einem älteren Hund, einem Hund mit einer bekannten Erkrankung oder bei wiederholtem Erbrechen, Durchfall, Schmerzen, Schwäche, veränderter Atmung oder zunehmendem Appetitverlust früher an. Das tiermedizinische Team kann einen sicheren Plan für Ihren Hund festlegen.
Ist eine trockene Nase ein Beweis dafür, dass mein Hund krank ist?
Nein. Die Feuchtigkeit der Nase verändert sich während des Schlafs und abhängig von der Umgebung und ist für sich genommen kein zuverlässiger Test. Beurteilen Sie Ihren Hund als Ganzes und rufen Sie an, wenn die trockene Nase zusammen mit Schmerzen, Rissen, Blutungen, Ausfluss oder anderen Veränderungen auftritt.
Wann sind Erbrechen oder Durchfall ein Notfall?
Holen Sie dringend tiermedizinischen Rat ein, wenn es wiederholt zu Erbrechen oder Durchfall kommt, Blut oder schwarzer Kot auftritt, starke Schwäche, ein aufgeblähter oder schmerzhafter Bauch, die Unfähigkeit, Wasser bei sich zu behalten, ein Zusammenbrechen oder die Unfähigkeit zu urinieren vorliegt. Welpen, ältere Hunde und Hunde mit Vorerkrankungen sollten früher untersucht werden. Warten Sie nicht auf eine bestimmte Anzahl von Episoden, wenn sich der Zustand Ihres Hundes verschlechtert.
Kann ich anhand der Symptome zu Hause selbst feststellen, woran mein Hund erkrankt ist?
Nein. Viele Krankheiten zeigen sich durch dieselben äußeren Anzeichen, und manche ernsthaften Probleme beginnen mit einer kaum auffälligen Veränderung. Beobachten Sie Ihren Hund zu Hause auf sichere Weise, notieren Sie den zeitlichen Verlauf, geben Sie keine nicht empfohlenen Medikamente und teilen Sie die Informationen mit einer tiermedizinischen Fachkraft.
Welche Veränderungen der Atmung erfordern sofortige Hilfe?
Deutlich angestrengte Atmung, nach Luft ringen, blaues oder weißes Zahnfleisch beziehungsweise eine blau oder weiß verfärbte Zunge, Zusammenbrechen, starke Schwäche oder die Unfähigkeit, zur Ruhe zu kommen, weil das Atmen schwerfällt, erfordern eine sofortige Notfallversorgung. Rufen Sie die Tierklinik an, während Sie Ihren Hund ruhig dorthin bringen, und befolgen Sie deren Anweisungen. Wenn Husten oder Ausfluss ansteckend sein könnten, rufen Sie vor Ihrer Ankunft an.
Quellen und weiterführende Informationen
Für die Kategorien von Symptomen und die Einschätzung der Dringlichkeit stützt sich dieser Artikel auf professionelle Quellen aus der Tiermedizin und Tierpflege. Sie bieten allgemeine Orientierung und keine Diagnose für Ihren Hund.
- AAHA: 10 Anzeichen für die Gesundheit Ihres Haustiers, die Sie niemals ignorieren sollten
- Merck Veterinary Manual: Wann Sie eine Tierärztin oder einen Tierarzt aufsuchen sollten
- AKC: Sollte ich die Tierärztin oder den Tierarzt meines Hundes anrufen?
- VCA: Atemwegserkrankungen bei Hunden
- VCA: Trockene Nase und die Gesundheit von Haustieren
- ASPCA: Notfallversorgung für Ihr Haustier
- ASPCA-Giftinformationszentrum