Die häufigsten Bichon-Pflegefehler und wie man sie behebt

Häufige Fehler bei der Pflege von Bichon-Hunden und wie man sie behebt

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Die häufigsten Fehler bei der Bichon-Fellpflege und wie Sie sie beheben

Sie haben stundenlang sorgfältig das Fell Ihres Bichon Frisé gepflegt. Sie haben ihn gebadet, getrocknet und geschnitten – mit dem Ziel, die perfekte, wolkenartige Silhouette zu erzielen. Doch dann sehen Sie es: eine hartnäckige Verfilzung hinter dem Ohr, die Sie übersehen haben, ein ungleichmäßiger Schnitt an den Beinen oder ein Fell, dem einfach der strahlende Glanz fehlt. Dieses frustrierende Gefühl kennen viele engagierte Halter nur zu gut.

Bei der Fellpflege geht es sowohl um die Pflege von Haut und Fell als auch um die Gewöhnung des Hundes an die einzelnen Handgriffe. Deshalb spielen das Produkt, der Körperbereich, die jeweilige Aufgabe und die Reaktion des Tieres eine wichtige Rolle. Besonders hilfreich sind Erkenntnisse, die dabei helfen, die Pflege an den Körperbereich und das individuelle Tier anzupassen, solange das beobachtete Ergebnis klar von der praktischen Entscheidung getrennt bleibt. Eine große Halterbefragung zur Angst bei der Fellpflege umfasste 43,517 Hunde. Die Halter stuften bei 35.2% das Krallenschneiden und bei 22.3% das Baden als zumindest leicht oder mäßig angstauslösend ein. Die Einschätzungen der Halter sind keine Diagnose und bestätigen weder einen bestimmten Pflegeplan noch ein Produkt, eine Fixiermethode oder eine Maßnahme zur Pflege zu Hause.

Schnelle Lösungen für häufige Fehler bei der Bichon-Fellpflege

Zu den häufigsten Fehlern bei der Bichon-Fellpflege gehören das Auslassen des Entwirrens vor dem Baden, die Verwendung ungeeigneter Bürsten, zu häufiges Baden oder die falsche Technik, eine zu wenig detaillierte Pflege von Gesicht und Pfoten sowie falsches Trocknen. Die Lösung ist eine professionelle Routine: Entfernen Sie Verfilzungen immer, bevor das Fell mit Wasser in Berührung kommt, verwenden Sie eine Zupfbürste und einen Greyhound-Kamm, baden Sie Ihren Hund nur alle 2–4 Wochen mit einem hochwertigen aufhellenden Shampoo, nutzen Sie für präzise Arbeiten eine kleine, gebogene Schere und föhnen Sie das Fell anschließend immer glatt, um neue Verfilzungen zu verhindern.

Dies ist nicht einfach noch ein grundlegender Ratgeber zur Fellpflege. Wir gehen über das bloße „Wie“ hinaus und zeigen, wie die Pflege wirklich perfekt gelingt. Gemeinsam mit zertifizierten Meister-Groomern haben wir die kleinen Fehler herausgearbeitet, die eine durchschnittliche von einer professionellen Fellpflege unterscheiden.

In diesem Artikel nehmen wir die acht häufigsten Fehler unter die Lupe, die selbst erfahrenen Haltern passieren. Für jeden zeigen wir eine klare Korrektur in einzelnen Schritten. Sie lernen präzise Techniken kennen, mit denen Sie ungleichmäßige Schnitte ausbessern, Verfilzungen dauerhaft verhindern und jedes Mal ein makellos flauschiges Ergebnis erzielen.

Warum ist es ein gravierender Fehler, das Entwirren vor der Fellpflege auszulassen?

Die Frage: „Ich bürste meinen Bichon – warum entstehen nach dem Baden trotzdem Verfilzungen?“

Das erwartet Sie: In diesem Abschnitt erfahren Sie, warum gründliches Entwirren vor dem Baden die unverzichtbare Grundlage einer guten Fellpflege ist und wie es richtig gelingt.

Stellen Sie sich das dichte, lockige Fell Ihres Bichons wie einen Wattebausch vor. Sobald es nass wird, ziehen sich vorhandene Knoten und Verwicklungen zusammen und werden zu undurchdringlichen Verfilzungen. Einen Bichon zu baden, ohne zuvor jede einzelne Verwicklung zu entfernen, ist der häufigste Fehler, den wir beobachten – und die Ursache für die meisten Frustrationen bei der Fellpflege.

Trifft Wasser auf eine verfilzte Stelle, wirkt es wie Zement: Die Verwicklung wird fest eingeschlossen, während Schmutz, Shampoo und Feuchtigkeit an der Haut gehalten werden. Das kann zu schmerzhaften Hautreizungen, nässenden Hautstellen und sogar Pilzinfektionen führen. Ein zertifizierter Groomer, mit dem ich gesprochen habe, brachte es treffend auf den Punkt: „Einen Knoten kann man nicht herauswaschen. Man kann ihn nur noch fester waschen.“

Wie Verfilzungen Ihre Fellpflege zunichtemachen

Eine verfilzte Unterwolle verhindert einen sauberen, gleichmäßigen Schnitt. Die Scherklingen bleiben an diesen Büscheln hängen, oder Sie müssen darunter schneiden – mit kahlen Stellen und einem ungleichmäßigen, abgehackten Ergebnis. Das Fell, das Sie *überhaupt* schneiden können, trocknet nicht gleichmäßig. Statt des typischen Puderquasten-Looks entsteht ein frizziges, unebenes Finish.

Profi-Tipp: Die richtigen Werkzeuge zum sicheren Entwirren

Ihre Aufgabe ist es, jede Verwicklung *vor* dem Baden zu finden und zu entfernen. Legen Sie sich dafür zwei wichtige Werkzeuge bereit: eine hochwertige Zupfbürste und einen Metallkamm, den sogenannten „Greyhound-Kamm“.

  1. Bürsten in einzelnen Fellpartien: Beginnen Sie an den Pfoten und arbeiten Sie sich nach oben vor. Teilen Sie das Fell mit den Fingern, damit Sie die Haut sehen können. Setzen Sie die Zupfbürste am Haaransatz an und bürsten Sie das Fell Abschnitt für Abschnitt nach außen. So erreichen Sie auch die dichte Unterwolle, in der sich Verfilzungen besonders gern verstecken.
  2. Der Kammtest: Führen Sie den Greyhound-Kamm nach dem Bürsten eines Abschnitts vom Ansatz bis zu den Spitzen durch das Fell. Bleibt der Kamm hängen, haben Sie eine verbliebene Verwicklung gefunden. Gehen Sie an dieser Stelle noch einmal vorsichtig mit der Zupfbürste durch. Der Kamm dient Ihrer Qualitätskontrolle – er lügt nicht.
  3. Bei hartnäckigen Verfilzungen: Ziehen Sie niemals an einer starken Verfilzung. Verwenden Sie etwas Speisestärke, um Fett aufzunehmen und das Fell zu lockern, oder tragen Sie ein wenig Entwirrspray auf. Lockern Sie die Verfilzung vorsichtig mit den Fingern oder dem äußersten Zahn Ihres Kamms, bevor Sie versuchen, sie auszubürsten.
Darstellung der Entstehung von Verfilzungen im Fell eines Bichons

Verwenden Sie die falschen Bürsten oder Kämme?

Die Frage: „Ich habe das Gefühl, dass meine Bürsten nicht richtig funktionieren. Macht der Bürstentyp wirklich so einen großen Unterschied?“

Das erwartet Sie: Erfahren Sie, welche Bürsten für das Bichon-Fell unverzichtbar sind und wie das richtige Werkzeug zum richtigen Zeitpunkt Schäden verhindert und für mehr Volumen sorgt.

Die falsche Bürste für Bichon-Fell zu verwenden, ist wie der Versuch, Seide mit einem Gartenrechen zu kämmen: Entweder bewirkt sie nichts oder sie richtet Schaden an. Das doppelschichtige Fell des Bichons mit seiner weichen, dichten Unterwolle und dem gröberen Deckhaar benötigt eine bestimmte Auswahl an Werkzeugen, damit Struktur und Volumen erhalten bleiben, ohne Haarbruch oder Hautreizungen zu verursachen.

Viele Halter verwenden unwissentlich Bürsten, die zu weich sind. Diese streichen nur über die Oberfläche, ohne die Unterwolle zu erreichen, in der Verfilzungen entstehen. Umgekehrt kann eine Bürste mit zu steifen oder scharfen Borsten die Haut zerkratzen und die Fellpflege für Ihren Hund unangenehm machen.

Die wichtigsten Werkzeuge für die Bichon-Fellpflege

Für 90% Ihrer Fellpflege benötigen Sie nur zwei grundlegende Werkzeuge. Wenn Sie in Ausführungen in Profiqualität investieren, wird sich Ihre Pflegeroutine spürbar verbessern.

  • Die Zupfbürste: Sie ist das wichtigste Werkzeug für die tägliche Pflege und zum Entwirren vor dem Baden. Achten Sie auf ein Modell mit langen, schräg angeordneten und flexiblen Borsten. Diese Flexibilität ist entscheidend: Die Borsten können Verwicklungen lösen, ohne dabei schmerzhaft über die Haut zu kratzen.
  • Der Greyhound-Kamm: Dieser Metallkamm mit feinen und groben Zinken dient zum abschließenden Durchkämmen und Kontrollieren. Führen Sie ihn nach der Zupfbürste durch das Fell, um versteckte Verwicklungen zu finden, die Sie übersehen haben. Außerdem eignet er sich ideal, um das Fell an Gesicht, Rute und Haarknoten aufzulockern.

Wann Sie welche Bürste verwenden sollten

Setzen Sie Ihre Pflegewerkzeuge gezielt in verschiedenen Phasen ein. Die Zupfbürste eignet sich vor allem zum gründlichen Entwirren und Entfernen loser Unterwolle. Der Windhundkamm ist ideal für präzises Arbeiten, zur Kontrolle und zum Stylen. Wer ein besonders gepflegtes Ergebnis erzielen möchte, kann in der letzten Phase des Föhnens eine Pin-Bürste verwenden. Sie sorgt für möglichst viel Volumen und Flauschigkeit, ohne das Fell plattzudrücken.

Wenn Sie genauer erfahren möchten, wie Sie eine vollständige Pflegeroutine von Anfang bis Ende aufbauen, finden Sie in unserem offiziellen Ratgeber Bichon zu Hause pflegen (Schritt für Schritt) eine herunterladbare Checkliste, Empfehlungen zu Pflegewerkzeugen und Videoanleitungen für jede Phase.

Interaktive Checkliste: Bewerten Sie Ihre Pflegeroutine

Wie gut ist Ihre aktuelle Routine? Kreuzen Sie die Schritte an, die Sie regelmäßig befolgen, und erhalten Sie anschließend Ihre Punktzahl und persönliche Tipps.

Wie kann zu häufiges oder falsches Baden dem Fell Ihres Bichons schaden?

Die Frage: „Das Fell meines Bichons wirkt selbst nach dem Baden stumpf und gelblich. Was mache ich falsch?“

Das erwartet Sie: Erfahren Sie, wie häufig Sie Ihren Bichon idealerweise baden sollten und welche richtige Bademethode Schritt für Schritt für ein strahlenderes Weiß und den Schutz der empfindlichen Haut Ihres Hundes sorgt.

Das strahlend weiße Fell ist ein typisches Merkmal des Bichons – da ist es verständlich, dass man es häufig waschen möchte. Zu häufiges Baden ist jedoch ein verbreiteter Fehler, der dem Fell und der Haut ihre natürlichen Öle entzieht. Die Folge sind trockene, juckende Haut und ein sprödes, stumpf wirkendes Fell, das paradoxerweise leichter schmutzig wird.

Laut tierärztlichen Dermatologen verfügt die Haut eines Hundes über ein empfindliches pH-Gleichgewicht, das durch häufiges Waschen gestört werden kann. Bei einem Bichon reicht Baden alle 2-4 Wochen im Allgemeinen aus – es sei denn, er war bei einem besonders matschigen Abenteuer unterwegs. Zwischen den Bädern sorgen tägliches Bürsten und das Reinigen einzelner verschmutzter Stellen mit einem feuchten Tuch dafür, dass Ihr Bichon gepflegt aussieht.

Schritt für Schritt zum besseren Badeerlebnis

  1. Verdünnen Sie das Shampoo: Tragen Sie Shampoo niemals direkt aus der Flasche auf. Es ist zu konzentriert und lässt sich nur schwer vollständig ausspülen. Mischen Sie es stattdessen in einer separaten Applikatorflasche mit Wasser – ein Verhältnis von 1:5 (Shampoo zu Wasser) ist ein guter Ausgangspunkt. So lässt es sich gleichmäßig verteilen und deutlich leichter ausspülen.
  2. Verwenden Sie ein aufhellendes oder klärendes Shampoo: Investieren Sie in ein hochwertiges Shampoo, das speziell für weißes Fell entwickelt wurde. Diese Produkte enthalten optische Aufheller, die einer Gelbfärbung entgegenwirken, ohne aggressive Bleichmittel zu verwenden.
  3. Arbeiten Sie abschnittsweise: Tragen Sie das verdünnte Shampoo auf und massieren Sie es sanft in Wuchsrichtung ins Fell ein. Rubbeln Sie nicht hektisch in kreisenden Bewegungen – dadurch entstehen nur neue Verfilzungen.
  4. Ausspülen, ausspülen und noch einmal ausspülen: Dies ist der wichtigste Schritt. Shampoo-Rückstände sind eine Hauptursache für Hautreizungen und ein stumpfes Fell. Spülen Sie so lange, bis das Wasser vollständig klar abläuft und sich das Fell „quietschsauber“ anfühlt.
  5. Schließen Sie die Pflege mit einer Spülung ab: Eine leichte Pflegespülung hilft, Feuchtigkeit zurückzugeben, die Schuppenschicht des Haares zu glätten und das Auskämmen nach dem Baden deutlich zu erleichtern.

Wenn Sie einmal unsicher sind, denken Sie daran, dass Baden in manchen Situationen gefährlich sein kann. Für die Sicherheit Ihres Tieres ist es wichtig, riskante Situationen zu kennen. Unser wichtiger Ratgeber 3 gefährliche Zeitpunkte, zu denen Sie Ihren Hund nicht baden sollten beschreibt die entscheidenden Situationen, die Sie vermeiden sollten.

Übersehen Sie wichtige Details beim Kürzen von Gesicht und Pfoten?

Die Frage: „Ich habe Bedenken, die Haare rund um die Augen und Pfoten meines Bichons zu schneiden. Wie kann ich dabei sicher vorgehen und trotzdem ein ordentliches Ergebnis erzielen?“

Das erwartet Sie: In diesem Abschnitt zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie diese empfindlichen Bereiche sicher trimmen, häufige Fehler vermeiden und ein sauberes, professionelles Ergebnis erzielen.

Die Details machen den Unterschied zwischen einem selbst geschnittenen Haarschnitt und einem gepflegten, rassetypischen Erscheinungsbild. Gesicht und Pfoten sind besonders wichtige Bereiche: Richtig getrimmt, sorgen sie dafür, dass sich Ihr Hund wohlfühlt und gepflegt aussieht. Werden sie vernachlässigt, kann das zu gesundheitlichen Problemen führen – etwa zu gereizten Augen durch zu lange Haare oder schmerzhaftem Laufen, wenn das Fell zwischen den Ballen verfilzt.

Ein häufiger Fehler ist die Verwendung großer, gerader Scheren für diese empfindlichen Arbeiten. Damit haben Sie weniger Kontrolle und erhöhen das Risiko für unbeabsichtigte Schnitte. Im Gesicht kann dadurch ein ungleichmäßiger, abgehackter Look entstehen. An den Pfoten übersehen Sie leicht fest sitzendes Fell tief zwischen den Zehen.

Das Gesicht eines Bichon Frisé sicher trimmen

Ziel ist eine saubere, runde Form, während Ihr Hund weiterhin ungehindert sehen kann.

  1. Die richtigen Werkzeuge verwenden: Eine kleine, stumpfe oder gebogene Fellpflegeschere (etwa 4-5 inches) bietet die beste Kontrolle und Sicherheit.
  2. Die Augenwinkel freilegen: Ziehen Sie die Haare mit dem Kamm vorsichtig vom inneren Augenwinkel weg. Kürzen Sie diese Haare, um Verfärbungen und Reizungen zu vermeiden. Halten Sie die Schere immer vom Auge weg.
  3. Das Visier formen: Kämmen Sie die Haare über den Augen nach vorn. Schneiden Sie eine saubere, leicht gebogene Linie, sodass ein „Visier“ entsteht und keine Haare in die Augen ragen.
  4. Die Schnauze definieren: Kämmen Sie Bart- und Schnauzenhaare nach unten und vorn. Schneiden Sie sie in einer runden Form entlang der natürlichen Kieferlinie, um den charakteristischen Gesichtsausdruck des Bichons zu betonen.
Nahaufnahme eines Bichons beim Schneiden mit der Schere

Profi-Tipp für perfekt gepflegte Pfoten

Bei den Pfoten verfolgen Sie zwei Ziele: eine gepflegte, „katzenartige“ Pfotenform und das Entfernen der Haare zwischen den Ballen.

  • Oberseite der Pfote: Kämmen Sie die Haare nach oben und von den Krallen weg. Schneiden Sie mit der gebogenen Schere rund um die Pfote und formen Sie sie kompakt und rund. Die Pfoten sollten nicht wie flauschige Hausschuhe aussehen.
  • Zwischen den Ballen: Das ist entscheidend, um Verfilzungen zu vermeiden und Ihrem Hund sicheren Halt zu geben. Verwenden Sie einen kleinen, sicheren Trimmer mit einer Klinge der Größe #10 oder #30, um die Haare vorsichtig zwischen den Ballen zu entfernen. Alternativ können Sie eine stumpfe Schere verwenden – seien Sie dabei jedoch äußerst vorsichtig.

Wer gerade mit einem jungen Hund beginnt, sollte zunächst Vertrauen aufbauen. Unser Ratgeber So pflegen Sie einen Bichon-Welpen sicher zu Hause zeigt sanfte Techniken, mit denen die Fellpflege vom ersten Tag an zu einer positiven und stressfreien Erfahrung wird.

Wissen Sie, warum die richtige Trockentechnik so wichtig ist?

Die Frage: „Warum wirkt das Fell meines Bichons direkt nach dem Baden platt oder verfilzt, obwohl es sauber war?“

Das erwartet Sie: Lernen Sie die professionelle Trockenmethode kennen, die sofortige Verfilzungen verhindert und die Grundlage für ein flauschiges, voluminöses Fell schafft.

Die Pflege nach dem Baden ist genauso wichtig wie das Waschen selbst. Falsches Trocknen kann eine ansonsten gelungene Fellpflege zunichtemachen. Wenn das Fell eines Bichons an der Luft trocknet, ist Ärger vorprogrammiert: Während die Locken natürlich trocknen, drehen sie sich ein und ziehen sich zusammen. So bilden sich direkt vor Ihren Augen neue Knoten und Verfilzungen. Auch Trocknen ohne Bürsten lässt das Fell frizzig und ungepflegt aussehen.

Das Geheimnis für das typische „Puderquasten“-Finish liegt in einer Technik namens Fluff-Drying. Dabei wird ein Hochgeschwindigkeitsföhn (HV-Föhn) verwendet, während das Fell gleichzeitig glatt gebürstet wird. So werden die einzelnen Haare voneinander getrennt, die Locken gestreckt und Verfilzungen verhindert, während das Fell trocknet.

Ein Hundefriseur beim Fluff-Drying des Fells eines Bichon Frisé

Handtuch oder Föhn: So gehen Profis vor

  • Mit dem Handtuch trocknen (der erste Schritt): Nicht rubbeln! Kräftiges Reiben mit dem Handtuch erzeugt Reibung und fördert Verfilzungen. Verwenden Sie stattdessen ein besonders saugfähiges Mikrofasertuch, um überschüssiges Wasser vorsichtig aus dem Fell zu drücken und zu tupfen. Fahren Sie damit fort, bis der Hund nicht mehr tropfnass ist.
  • Föhnen (der entscheidende Schritt): Ein Blower ist eine der besten Anschaffungen für engagierte Hundebesitzer, die ihr Tier zu Hause pflegen. Diese Geräte arbeiten nicht mit starker Hitze, sondern mit einem kräftigen Luftstrom, der das Wasser aus dem Fell bläst.
    • Die Richtung ist entscheidend: Halten Sie die Düse des Föhns einige Zentimeter von der Haut entfernt und richten Sie den Luftstrom auf den Haaransatz. Während die Luft das Fell auflockert, bürsten Sie es mit der Zupfbürste entgegen der Wuchsrichtung. Diese Technik nennt man „gegen den Strich bürsten“ – sie sorgt für ein beeindruckendes Volumen.
    • Arbeiten Sie in kleinen Partien: Trocknen Sie Ihren Bichon vollständig und bearbeiten Sie dabei immer nur eine kleine Partie. Eine feuchte Stelle kann sich später wieder kräuseln und verfilzen. Achten Sie besonders auf Reibungsbereiche wie unter den Beinen, am Bauch und hinter den Ohren.

„Ich war immer so frustriert, wenn direkt nach dem Baden wieder Verfilzungen auftauchten. Der Tipp, das Fell beim Bürsten entgegen der Wuchsrichtung aufzulockern und zu trocknen, hat alles verändert. Sein Fell war noch nie so flauschig und frei von Verfilzungen!“

– Sarah L., seit 5 Jahren Bichon-Halterin

Übersehen Sie die saisonalen Anpassungen bei der Fellpflege?

Die Frage: „Sollte ich meinen Bichon im Sommer anders pflegen als im Winter?“

Das Ziel: Lernen Sie, Ihre Pflegeroutine an die Jahreszeit anzupassen und Haut und Fell Ihres Bichons vor saisonalen Herausforderungen wie trockener Winterluft und sommerlicher Luftfeuchtigkeit zu schützen.

Eine gleichbleibende Pflegeroutine berücksichtigt nicht, dass sich die Bedürfnisse des Fells Ihres Bichons im Laufe des Jahres verändern. Die sommerliche Luftfeuchtigkeit und die trockene Kälte im Winter bringen jeweils eigene Herausforderungen mit sich. Wenn Sie Ihre Pflegemethode nicht anpassen, kann dies zu Hautproblemen, Verfilzungen und einem Fell führen, das nur schwer gesund bleibt.

Im Sommer kann hohe Luftfeuchtigkeit das Fell schwer und anfällig für Verfilzungen machen, während die Sonne zu Farbveränderungen oder Sonnenbrand auf ungeschützter Haut führen kann. Im Winter können trockene Heizungsluft und eisige Außenluft dem Fell Feuchtigkeit entziehen. Die Folge können schuppige Haut, statische Aufladung und brüchiges Haar sein. Schätzungsweise 78% der Hundebesitzer berichten in den Wintermonaten von mehr Hautproblemen bei ihrem Tier.

Fellpflege im Winter und Sommer

Sobald Sie wissen, worauf es ankommt, lässt sich Ihre Routine ganz einfach anpassen. Kleine Änderungen bei Häufigkeit, Produkten und Schnittlänge können einen großen Unterschied machen.

Aspekt der Fellpflege Sommerroutine (feucht/heiß) Winterroutine (trocken/kalt)
Felllänge Für mehr Komfort kann das Fell etwas kürzer gehalten werden, sollte aber niemals geschoren werden. Das Fell schützt vor Hitze. Lassen Sie das Fell als Schutz länger. Eine Mindestlänge von 1-1.5 Zoll wird empfohlen.
Häufigkeit des Badens Alle 2–3 Wochen, um Schweiß, Allergene und Schmutz zu entfernen. Verlängern Sie den Abstand auf 4–6 Wochen, damit die natürlichen Öle erhalten bleiben.
Shampoo/Conditioner Verwenden Sie ein gründlich reinigendes oder klärendes Shampoo. Anschließend immer eine leichte Pflegespülung auftragen. Wechseln Sie zu einem feuchtigkeitsspendenden oder haferbasierten Shampoo und einer reichhaltigeren Leave-in-Pflege.
Pfotenpflege Kontrollieren Sie die Pfoten auf Kletten, Grannen und Verbrennungen durch heißen Asphalt. Halten Sie die Haare an den Ballen kurz. Schützen Sie die Ballen mit einem Pfotenbalsam vor Eis, Streusalz und chemischen Taumitteln. Kürzen Sie die Haare, damit sich keine Eisklumpen bilden.
Bürsten Tägliches Bürsten ist entscheidend, um Verfilzungen durch die Luftfeuchtigkeit und Aktivitäten im Freien zu verhindern. Tägliches Bürsten ist nötig, um Verfilzungen durch Pullover und Mäntel zu vermeiden und die Hautöle im Fell zu verteilen.

Einen umfassenden Überblick darüber, wie Sie Ihren Hund bei kaltem Wetter schützen, bietet unser Artikel Winterfellpflege beim Hund: Tipps für Fell, Haut und Pfoten 2025 mit wichtigen Ratschlägen, die für alle Rassen gelten.

Lassen Sie die Pflege von Ohren, Krallen und Pfotenballen regelmäßig aus?

Die Frage: „Ich konzentriere mich so sehr auf das Fell, dass ich Ohren und Krallen vergesse. Wie wichtig sind sie wirklich?“

Das erwartet Sie: Erfahren Sie, warum diese vermeintlich kleinen Pflegeschritte für die allgemeine Gesundheit Ihres Bichons unverzichtbar sind, und lernen Sie sichere, einfache Methoden kennen, um sie in Ihre Pflegeroutine zu integrieren.

Der schönste Haarschnitt nützt nichts, wenn sich der Hund unwohlfühlt. Die Pflege von Ohren, Krallen und Pfotenballen ist kein optionales Extra, sondern ein grundlegender Bestandteil der Gesundheit und des Wohlbefindens Ihres Bichons. Werden diese Bereiche vernachlässigt, kann das zu schmerzhaften Infektionen, Problemen beim Laufen und kostspieligen Tierarztbesuchen führen.

Bichons haben hängende, dicht behaarte Ohren, in denen ein warmes, feuchtes Klima entsteht – ideale Bedingungen für Hefepilze und Bakterien. Zu lange Krallen können die Körperhaltung des Hundes verändern, Gelenkschmerzen verursachen und sogar in den Pfotenballen einwachsen. Auch ungekürzte Haare an den Pfotenballen können verfilzen, Fremdkörper verbergen oder dazu führen, dass Ihr Hund auf glatten Böden ausrutscht.

So entwickeln Sie eine gründliche Pflegeroutine

  • Wöchentliche Ohrenkontrolle: Heben Sie einmal pro Woche die Ohrmuschel an und sehen Sie hinein. Ein gesundes Ohr ist blassrosa, sauber und geruchlos. Tragen Sie eine milde, vom Tierarzt empfohlene Ohrreinigungslösung auf ein Wattepad auf und wischen Sie damit die sichtbaren Bereiche des Ohrs aus. Stecken Sie niemals ein Wattestäbchen in den Gehörgang.
  • Krallen alle zwei Wochen kürzen: Wenn Sie die Krallen Ihres Hundes auf dem Boden klackern hören, sind sie zu lang. Bei hellen Krallen ist der rosafarbene „Quick“, also der durchblutete innere Bereich, oft gut zu erkennen. Kürzen Sie nur die weiße Spitze und vermeiden Sie den Quick. Bei schwarzen Krallen schneiden Sie jeweils nur kleine Stückchen ab, bis in der Mitte der Kralle ein kleiner schwarzer Punkt sichtbar wird – dann sind Sie nahe am Quick.
  • Pfotenballen bei jeder Pflege kontrollieren: Wenn Sie die Pfoten Ihres Hundes schneiden, nehmen Sie sich kurz Zeit, die Zehen auseinanderzuhalten und die Ballen auf Risse, Schnitte oder Reizungen zu überprüfen. Wie bereits erwähnt, sollten Sie die Haare zwischen den Ballen vorsichtig so kürzen, dass sie bündig mit den Ballen abschließen.

Wie oft sollte man einen Bichon frisé pflegen, um Probleme zu vermeiden?

Die Frage: „Ich weiß nicht, ob ich meinen Bichon zu oft oder nicht oft genug pflege. Welcher Rhythmus ist der richtige?“

Das erwartet Sie: Sie erhalten einen klaren, alltagstauglichen Pflegeplan, den Sie an das Alter und Fell Ihres Hundes sowie an Ihren Lebensstil anpassen können – für regelmäßige Pflege, ohne dass Sie sich überfordert fühlen.

Unregelmäßigkeit ist der größte Feind eines gesunden Bichon-Fells. Sporadische Pflege – lange Phasen der Vernachlässigung, gefolgt von einer intensiven, stundenlangen Sitzung – ist sowohl für Sie als auch für Ihren Hund stressig. Außerdem bilden sich in dieser Zeit besonders leicht schmerzhafte Verfilzungen, sodass die Pflege eher zur aufwendigen Korrektur als zur vorbeugenden Routine wird.

Wie oft die Pflege idealerweise erfolgen sollte, lässt sich nicht pauschal sagen. Entscheidend sind die Felllänge, das Alter Ihres Hundes (Welpen und ältere Hunde haben unterschiedliche Bedürfnisse) und sein Lebensstil. Ein aktiver Hund, der sich gerne im Gras wälzt, muss häufiger gebürstet werden als ein ruhiger Schoßhund. Wichtig ist, eine dauerhaft umsetzbare Routine zu etablieren.

So erstellen Sie einen nachhaltigen Pflegeplan

Das Ziel besteht darin, die Pflege in überschaubare tägliche, wöchentliche und monatliche Aufgaben aufzuteilen. So beugen Sie Problemen vor, bevor sie entstehen, und machen die Pflege angenehmer.

  • Täglich (5–10 Minuten):
    • Das Fell kurz mit einer Zupfbürste durchbürsten und dabei besonders auf Reibungsstellen achten (hinter den Ohren, unter den Beinen und am Halsband).
    • Die Augenwinkel mit einem feuchten Tuch abwischen, um Tränenspuren vorzubeugen.
  • Wöchentlich (20–30 Minuten):
    • Das Fell gründlich Strähne für Strähne bürsten und anschließend vollständig durchkämmen, um versteckte Verfilzungen zu finden.
    • Die Ohren auf Schmutz oder Geruch kontrollieren und bei Bedarf reinigen.
    • Die Krallen kontrollieren und bei Bedarf kürzen.
  • Monatlich (1–2 Stunden):
    • Komplette Pflege: gründliches Entfilzen, Baden, Aufplustern und Trocknen des Fells sowie ein Haarschnitt. Dazu gehört auch das Kürzen der Haare im Gesicht, an den Pfoten und im Intimbereich.

Dieser Beispielkalender hilft Ihnen, die Routine zu veranschaulichen:

Häufigkeit Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag
Täglich Bürsten Bürsten Bürsten Bürsten Bürsten Bürsten Bürsten
Wöchentlich Ohren- und Krallenkontrolle Gründlich bürsten und kämmen
Monatlich Komplette Fellpflege (Baden, Trocknen, Scheren)

Passe dies an deinen Zeitplan an. Das Wichtigste ist, dass das tägliche Bürsten unverzichtbar ist. Es ist das Wichtigste, was du tun kannst, um das Fell frei von Verfilzungen zu halten.

Weitere professionelle Ratgeber zur Fellpflege

Die Grundsätze einer guten Fellpflege lassen sich auf jede Rasse übertragen. Ganz gleich, ob du langes Haar, seidiges Fell oder besondere Bedürfnisse pflegst – wir haben den passenden Ratgeber für dich.

  • Dieselben Grundsätze für Komfort und Sicherheit gelten für alle Hunde, besonders für Hunde mit besonderen Bedürfnissen. Unser Ratgeber Die besten Tipps und Produkte zur Fellpflege blinder Hunde 2025 bietet spezielle Ratschläge, damit die Fellpflege für deinen individuellen Begleiter zu einem positiven Erlebnis für die Sinne wird.
  • Bichons haben zwar ein lockiges Doppelfell, doch andere Rassen wie der Shih Tzu stellen mit ihrem langen, fließenden Haar ganz eigene Herausforderungen. Wenn du einen anderen Felltyp pflegst, bietet unser Shih-Tzu-Fellpflege-Ratgeber: Haarschnitte und Shampoos rassespezifische Techniken für ein perfektes Ergebnis.
  • Auch das feine, seidige Haar eines Yorkshire Terriers erfordert einen anderen Ansatz, damit es nicht bricht. Entdecke unseren Ratgeber So gelingt die richtige Fellpflege beim Yorkie für tägliche Routinen und Inspiration für den nächsten Haarschnitt.
  • Bei starkem saisonalem Haarverlust erfordert die dichte Unterwolle eines Golden Retrievers eine spezielle Strategie zum Auskämmen der losen Unterwolle. Unser Artikel So pflegst du das Fell eines Golden Retrieverszeigt die besten Werkzeuge, um das stark haarende Fell effektiv zu bändigen.

Fazit: Von häufigen Fehlern zu sicherer Routine

Für eine bessere Fellpflege deines Bichons zu Hause musst du nicht über Nacht zum zertifizierten Profi werden. Es reicht, auf die kleinen, entscheidenden Details zu achten, die oft übersehen werden. Wenn du diese häufigen Fehler korrigierst – vom Bürsten vor dem Baden bis zur richtigen Trocknungstechnik –, gehst du von einem ständigen Kampf gegen Verfilzungen dazu über, selbstbewusst ein schönes, gesundes Fell zu pflegen.

Perfektion entsteht durch Übung und fundiertes Expertenwissen. Jedes Mal, wenn du zur Bürste oder Schere greifst, pflegst du nicht nur das Fell, sondern stärkst auch eure Bindung und sorgst für das Wohlbefinden und die Gesundheit deines Begleiters. Setze diese Lösungen um, entwickle eine regelmäßige Routine und beobachte, wie deine Fähigkeiten – und das prächtige Fell deines Bichons – aufblühen.

Für weitere Expertentipps und Anleitungen kannst du unseren Newsletter abonnieren und regelmäßige Ratschläge direkt in dein Postfach erhalten.

Häufig gestellte Fragen

Welchen größten Fehler machen Anfänger bei der Fellpflege eines Bichons?

Der wichtigste und häufigste Fehler ist, den Hund zu baden, bevor sein Fell vollständig ausgebürstet und durchgekämmt ist. Wasser zieht vorhandene Verfilzungen zusammen, sodass starke Filzplatten entstehen, die sich nur schwer und schmerzhaft entfernen lassen. Löse Verfilzungen immer zuerst im trockenen Fell.

Wie kann ich verhindern, dass das Fell meines Bichons verfilzt?

Tägliches Bürsten ist die wirksamste Methode, um Verfilzungen vorzubeugen. Verwende eine Zupfbürste, um bis zur Haut vorzudringen, und gehe anschließend mit einem grobzinkigen Kamm durch das Fell, damit du auch kleine übersehene Knötchen findest. Achte besonders auf Reibungsstellen wie hinter den Ohren, in den Achselhöhlen und dort, wo Halsband oder Geschirr aufliegen.

Sind für den Haarschnitt eines Bichons Schermaschine oder Schere besser geeignet?

Am besten kombinierst du beides. Verwende für den Körper eine Schermaschine mit Aufsatzkamm, um eine gleichmäßige Länge zu erzielen. Für detaillierte und empfindliche Bereiche wie Gesicht, Pfoten und den Intimbereich eignen sich kleine, gebogene oder stumpfe Scheren. So arbeitest du sicher und erzielst ein sauberes, abgerundetes Ergebnis.

Wie bekomme ich das Fell meines Bichons strahlend weiß?

Verwenden Sie zunächst ein hochwertiges Aufhellungs- oder Tiefenreinigungsshampoo und verdünnen Sie es vor der Anwendung immer. Der wichtigste Schritt ist jedoch gründliches Ausspülen, denn zurückbleibende Shampoo-Rückstände lassen das Fell stumpf wirken. Regelmäßige Fellpflege, die Verfärbungen vorbeugt, und eine ausgewogene Ernährung tragen ebenfalls wesentlich zu Fellfarbe und -qualität bei.

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