Pfoten im Winter schützen: Streusalz, Eis und Erfrierungen

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Winterschutz für Pfoten: vom Tierarzt empfohlener Leitfaden zur Sicherheit bei Streusalz

Pfotenpflege im Winter gehört zur täglichen Routine – sie ist jedoch keine Garantie dafür, dass jeder Gehweg oder jedes Produkt unschädlich ist. Streusalz und Taumittel können die Ballen reizen, die Haut zwischen den Zehen austrocknen oder verschluckt werden, wenn Hund oder Katze sich nach dem Spaziergang putzt. Die Inhaltsstoffe unterscheiden sich je nach Produkt. Erkennen Sie ein Granulat daher nicht an seiner Farbe und gehen Sie nicht davon aus, dass eine Formulierung auf dem Etikett automatisch seine Unbedenklichkeit bestätigt. Vermeiden Sie den Kontakt, wo es möglich ist, reinigen und trocknen Sie die Pfoten nach dem Spaziergang und beobachten Sie, wie Ihr Tier reagiert.

Kurz zusammengefasst: Wählen Sie nach Möglichkeit den am wenigsten behandelten Weg, verhindern Sie, dass Ihr Tier Salz oder Schneematsch frisst, und führen Sie es an der Leine, damit Sie Taumittelhaufen ausweichen können. Kontrollieren Sie nach dem Spaziergang jede Pfote, entfernen Sie vorsichtig den Schnee, spülen Sie sichtbare Rückstände mit lauwarmem Wasser ab und trocknen Sie die Zwischenräume zwischen den Zehen sowie die Bereiche um die Ballen. Schuhe oder Pfotenbalsam können für manche Tiere mit intakter Haut geeignet sein, sollten aber gut sitzen, schrittweise eingeführt und nur unter Aufsicht verwendet werden. Anhaltende Schmerzen, Schwellungen, Risse, Farbveränderungen, Hinken, ungewöhnliche Schwäche, Atemprobleme, ein Zusammenbruch oder der Verdacht auf eine Aufnahme erfordern tierärztlichen Rat oder den Kontakt zum Giftnotruf.

Wie Streusalz und Taumittel die Pfoten beeinträchtigen können

„Streusalz“ kann herkömmliches Natriumchlorid bedeuten. Gehwege und Einfahrten werden jedoch auch mit Calciumchlorid, Kaliumchlorid, Magnesiumchlorid, Acetaten, Harnstoff, Sand oder Mischungen daraus behandelt. An einem weißen, blauen oder grauen Granulat lässt sich nicht erkennen, welcher Inhaltsstoff enthalten ist. Auch ein als tierfreundlich verkauftes Produkt kann Magenbeschwerden oder Pfotenreizungen verursachen, während von einem anderen Produkt möglicherweise eine andere Gefahr ausgeht. Wenn Sie ein bestimmtes Taumittel identifizieren müssen, lesen Sie das aktuelle Verpackungsetikett oder die Sicherheitsinformationen und wenden Sie sich an den Hersteller oder die zuständige Haus- beziehungsweise Grundstücksverwaltung. Vermuten Sie nichts anhand des Namens, der Farbe oder einer allgemeinen Liste aus dem Internet.

Der Kontakt kann auf zwei Arten entstehen. Eine nasse oder körnige Oberfläche kann die Ballen und die dünne Haut zwischen den Zehen brennen lassen, austrocknen oder reizen. Später kann das Tier Rückstände von den Pfoten oder aus dem Fell lecken und verschlucken. Die mögliche Wirkung hängt vom Stoff, der Menge, dem Aufnahmeweg, der Tierart, der Körpergröße und dem Gesundheitszustand des Tieres ab. Erbrechen oder Durchfall können auftreten. Bei größeren oder bedenklicheren Mengen kann es außerdem zu Schwäche, Taumeln, Zittern, Krampfanfällen oder einem Zusammenbruch kommen. Deshalb sind eine Reinigungsroutine und ein Plan zur Beobachtung hilfreicher als die pauschale Aussage, ein bestimmtes „Salz“ sei sicher.

Diese Anzeichen verraten nicht die genaue Ursache: Wiederholtes Lecken, das Anheben einer Pfote, ungern laufen zu wollen, Rötungen, Risse, Schwellungen oder Berührungsempfindlichkeit können auf Rückstände, Schnee, einen scharfen Gegenstand, eine Kälteschädigung, eine Allergie oder ein anderes Pfotenproblem zurückzuführen sein. Als Halter können Sie sichtbaren Schmutz entfernen und das Tier beobachten. Beschädigtes Gewebe, anhaltende Schmerzen, eine Infektion oder eine systemische Reaktion muss ein Tierarzt beurteilen. Ohne das genaue Produkt und die individuellen Faktoren des Tieres gibt es keine feste Menge, die als sicher gelten kann.

Weiße und blaue Granulatkörner auf einer nassen, vereisten Straße

Planen Sie den Spaziergang, bevor die Pfoten auf einen behandelten Untergrund kommen

Orientieren Sie sich zunächst an der Strecke und nicht an einem Produkt. Suchen Sie einen geräumten Weg, der weniger stark behandelt wurde, sowie Gras oder Schnee ohne sichtbare Verunreinigungen. Wählen Sie außerdem einen Eingangsbereich, an dem Sie die Pfoten sofort reinigen können. Legen Sie vor dem Spaziergang ein Handtuch und eine flache Schale mit lauwarmem Wasser bereit. Ein kleines Handtuch können Sie unterwegs mitnehmen, um nassen Schmutz zu entfernen. Führen Sie Ihr Tier in der Nähe von Einfahrten, Straßenrändern und Schneehaufen an der Leine, damit Ihr Hund keinen Schneematsch frisst oder an einer behandelten Stelle leckt, bevor Sie es bemerken.

Es gibt keine allgemeingültige sichere Temperatur oder Aufenthaltsdauer, die für jeden Hund und jede Katze gilt. Nasses Fell, Wind, Salz, Eis, die Dichte des Fells, Alter, Körperzustand, Vorerkrankungen und die individuelle Verträglichkeit beeinflussen die Entscheidung. Für ein Tier reicht vielleicht eine kurze Runde zum Lösen, während ein anderes einen längeren Spaziergang auf einem unbehandelten Untergrund gut bewältigt. Achten Sie auf Zittern, eine geduckte Körperhaltung, das Anheben einer Pfote, langsameres Gehen, wiederholtes Lecken, ungewöhnliche Zurückhaltung oder einen veränderten Gang. Drehen Sie um, wenn die Reaktion Ihres Tieres zeigt, dass der Plan nicht funktioniert. Laufen Sie nicht weiter, nur um eine festgelegte Minutenzahl zu erreichen.

Halten Sie Tiere fern, während im Haushalt oder von der Grundstücksverwaltung ein Taumittel ausgestreut wird. Bewahren Sie den Sack so auf, dass Tiere ihn nicht öffnen oder an ihm kauen können, und beseitigen Sie verschüttetes Mittel, ohne dass Ihr Tier es untersucht. Geben Sie Salz oder konzentriertes Taumittel niemals als Hausmittel und lösen Sie Erbrechen nicht mit Salz aus. Wenn Ihr Tier möglicherweise ein Produkt verschluckt hat, bewahren Sie die Verpackung auf oder fotografieren Sie das Etikett gut lesbar. Wenden Sie sich anschließend an einen Tierarzt, eine Tierklinik mit Notdienst oder den Giftnotruf, um eine auf den konkreten Fall abgestimmte Empfehlung zu erhalten.

Hundeschuhe: eine optionale Schutzbarriere, die gut sitzen muss

Hundeschuhe können den direkten Kontakt mit behandeltem Untergrund verringern, wenn Ihr Tier sie akzeptiert. Sie sind nicht für jeden Spaziergang erforderlich und machen eine Strecke nicht automatisch sicher. Ein zu enger Schuh kann scheuern, ein verrutschender Schuh den Halt verändern und ein Schuh, in dem sich Feuchtigkeit staut, ein Hautproblem verdecken. Achten Sie darauf, dass sich die Pfote beim Belasten natürlich ausbreiten kann, der Verschluss oberhalb der Pfote sitzt, ohne einzuschnüren, und die Sohle einen sicheren Tritt ermöglicht.

Gewöhnen Sie Ihr Tier drinnen auf einem sauberen Untergrund an die Schuhe. Lassen Sie Ihren Hund einen Schuh ansehen und beschnuppern, berühren Sie damit kurz eine Pfote und nehmen Sie ihn wieder ab. Belohnen Sie ruhiges Verhalten und steigern Sie die Dauer in kleinen Schritten. Üben Sie Stehen, Gehen, Wenden und Sitzen, bevor Sie die Schuhe draußen verwenden. Manche Hunde gewöhnen sich nie daran. Zwingen Sie ein verängstigtes Tier nicht, binden Sie einen Schuh nicht fest, damit es ihn nicht auszieht, und lassen Sie die Schuhe nicht an, wenn das Tier unbeaufsichtigt ist. Nehmen Sie nach dem ersten kurzen Einsatz im Freien jeden Schuh ab und prüfen Sie die Pfoten auf Scheuerstellen, feuchtes Fell, Schwellungen, Sand oder Streukörner sowie eine neu aufgetretene Veränderung des Gangs.

Border Collie mit einem roten Hundeschuh beim Rennen durch den Schnee

Auch Hundeschuhe müssen gepflegt werden. Schütteln Sie Salz und Streukörner aus, wischen Sie die Außenseite ab und lassen Sie die Schuhe vor dem Verstauen trocknen. Ersetzen Sie einen Schuh, wenn eine Naht, die Sohle oder der Verschluss so beschädigt ist, dass er scheuert oder nicht mehr richtig sitzt. Verwenden Sie einen Schuh nicht, um eine offene Wunde, eine nässende Infektion oder einen schmerzenden Ballen abzudecken, es sei denn, Ihr Tierarzt hat Ihnen dafür einen konkreten Plan gegeben. Ziel ist ein angenehmer Spaziergang, bei dem Sie die Pfoten beobachten können – keine versteckte Pfote.

Pfotenbalsam: optional, begrenzt einsetzbar und kein medizinischer Schutz

Ein Pfotenbalsam oder -wachs kann für ein Tier mit intakter Haut, das ihn verträgt, als optionales Pflegeprodukt sinnvoll sein. Für manche Tiere kann er die Pfotenpflege angenehmer machen. Er kann jedoch nicht beweisen, dass ein Taumittel unschädlich ist, das Waschen nicht ersetzen und keinen Schutz vor Erfrierungen oder Verletzungen versprechen. Lesen Sie die aktuelle Zutatenliste. Vermeiden Sie Produkte für Menschen, ätherische Öle und selbst gemischte Produkte, die Sie nur verwenden, weil sie natürlich klingen. Da Lecken eine Rolle spielt, sollten Sie ein Produkt absetzen, wenn es Reizungen verursacht oder verschluckt wird.

Tragen Sie das Produkt nur wie angegeben auf sauberer, trockener und intakter Haut auf. Massieren Sie Balsam nicht in einen blutenden, offenen, geschwollenen, nässenden oder sehr schmerzhaften Riss ein. Verwenden Sie keinen Balsam, um einen Tierarztbesuch hinauszuzögern, wenn ein Hund oder eine Katze humpelt oder wiederholt an einer Pfote kaut. Fragen Sie Ihren Tierarzt, bevor Sie etwas auf eine diagnostizierte Hauterkrankung, zwischen entzündete Zehen oder auf eine Wunde auftragen. Bewahren Sie den Behälter außerhalb der Reichweite von Tieren und Kindern auf und waschen Sie sich nach der Anwendung die Hände.

Hund ruht, während eine Person neben einer Dose Pfotenbalsam eine Pfote kontrolliert

Pfoten nach dem Spaziergang abspülen, trocknen und kontrollieren

Das Reinigen ist auch dann sinnvoll, wenn sich ein Tier offensichtlich wohlfühlt. Rückstände können im Fell rund um die Ballen leicht übersehen werden, und später kann das Tier daran lecken. Verwenden Sie jedes Mal eine ruhige Abfolge, wenn der Spaziergang über einen behandelten Untergrund oder durch sichtbaren Schneematsch geführt hat:

  1. Halten Sie an der Tür kurz inne. Lassen Sie Ihr Tier auf einer abwaschbaren Oberfläche stehen und sehen Sie sich die Ober- und Unterseite jeder Pfote an, bevor Sie sie abwischen. Achten Sie auf Eisklumpen, Steinchen, Salz- oder Streukörner, Schnitte, Risse, Rötungen, Schwellungen oder einen Fremdkörper.
  2. Lösen Sie den Schnee vorsichtig. Weichen Sie Schnee zwischen den Zehen mit einem warmen, feuchten Tuch auf. Lassen Sie ihn sich lösen, statt einen harten Klumpen herauszuziehen oder nah an der Haut abzuschneiden.
  3. Spülen Sie sichtbare Rückstände ab. Verwenden Sie lauwarmes Wasser in einer flachen Schale oder einen sanften Wasserstrahl. Reinigen Sie die Bereiche um die Ballen, zwischen den Zehen und rund um die Krallen. Verwenden Sie kein sehr heißes Wasser, keine aggressiven Haushaltsreiniger, keinen Alkohol und kein konzentriertes Produkt, um die Pfote zu „neutralisieren“.
  4. Tupfen Sie die Pfote trocken und spreizen Sie die Zehen vorsichtig. Drücken Sie die Pfote mit einem sauberen Handtuch trocken und trocknen Sie die Zwischenräume zwischen den Zehen, die Bereiche um die Ballen sowie längeres Fell, in dem sich Feuchtigkeit hält. Vermeiden Sie kräftiges Reiben auf rissiger Haut oder bei einem zu Verfilzungen neigenden Fell.
  5. Sehen Sie noch einmal nach. Vergleichen Sie die Pfote mit den anderen und beobachten Sie die ersten Schritte drinnen. Anhaltendes Lecken, Schmerzen, Hinken oder eine Farbveränderung sind Gründe, die Pflege zu Hause abzubrechen und Rat einzuholen.
  6. Reinigen Sie die verwendeten Utensilien. Spülen Sie die Schale aus, hängen Sie das Handtuch zum Trocknen auf und entfernen Sie Sand und Streukörner aus Bürsten oder Pfotenpflege-Utensilien. Elektrische Geräte sollten gemäß den aktuellen Pflegehinweisen getrocknet und aufbewahrt werden.

Ein Pfotenreiniger kann das Abspülen erleichtern, er erkennt jedoch keine Chemikalien und ersetzt nicht die Kontrolle. Die Hinweise des American Kennel Club zur Pfotenreinigung betonen ebenfalls die Bereiche zwischen Zehen, Ballen und Krallen sowie gründliches Trocknen. Wenn Ihr Tier sich gegen die Behandlung wehrt, arbeiten Sie in kurzen, ruhigen Einheiten und suchen Sie nach einer stressärmeren Lösung, statt die Pfote mit Gewalt festzuhalten.

Eine Person spült die Pfote eines Hundes in einer Schale mit Wasser ab

Wann ein Pfotenproblem mehr als nur Rückstände bedeutet

Wenden Sie sich an Ihre Tierarztpraxis, wenn Ihr Tier nach der Reinigung weiterhin lahmt, die Pfote bei Berührung schmerzt, ein tiefer Riss, eine Blutung, Schwellung, Eiter, ein neuer starker Geruch, wiederholtes Knabbern, ein Fremdkörper, den Sie nicht sicher entfernen können, oder eine zunehmend gereizte Hautstelle auftritt. Eine plötzliche Weigerung zu laufen oder eine plötzliche Veränderung der Toleranz kann bedeutsam sein, auch wenn das Ballenpolster normal aussieht. Schließen Sie nicht allein aufgrund einer geröteten Pfote auf eine „Salzverbrennung“.

Kälteverletzungen haben eigene Warnzeichen. Erfrierungen können Pfoten, Ohren oder die Rute betreffen, und das ganze Ausmaß ist möglicherweise nicht sofort erkennbar. Blasses, graues, blaues, ungewöhnlich kaltes, sehr schmerzhaftes, geschwollenes, blasiges, geschwüriges oder dunkler werdendes Gewebe muss umgehend tierärztlich untersucht werden. Bringen Sie Ihr Tier an einen warmen, trockenen Ort und kontaktieren Sie eine Tierarztpraxis. Reiben oder massieren Sie die Stelle nicht, tragen Sie keinen Schnee auf, verwenden Sie keine Wärmedecke oder keinen Föhn, übergießen Sie die Stelle nicht mit heißem Wasser und geben Sie keine Schmerzmittel für Menschen, sofern dies nicht ausdrücklich tierärztlich angeordnet wurde.

Bei einem möglichen Verschlucken ist ebenfalls ein anderes Vorgehen nötig. Wenn Ihr Tier eine behandelte Pfote abgeleckt hat, halten Sie das Etikett oder ein Foto des Produkts bereit und kontaktieren Sie Ihre Tierarztpraxis oder ein Giftinformationszentrum. Erbrechen, Durchfall, vermehrter Speichelfluss, Schwäche, Taumeln, Desorientierung, Zittern, Krampfanfälle, Atemprobleme oder ein Zusammenbruch sind als Notfall zu behandeln. Warten Sie nicht ab, ob das Tier es „verschläft“, und verwenden Sie keine Hausmittel zur Entgiftung und lösen Sie kein Erbrechen aus, sofern Sie dafür nicht von einer Fachperson genaue Anweisungen zu diesem Kontakt erhalten haben.

Hunde, Katzen, Welpen, Senioren und empfindliche Pfoten

Hunde nehmen beim Spazierengehen häufig Rückstände auf und lecken sie später ab. Auch Katzen können durch behandelte Eingangsbereiche laufen und anschließend ihre Pfoten putzen. Eine Wohnungskatze ist daher nicht automatisch außerhalb des Gefahrenbereichs. Verwenden Sie nur für die jeweilige Tierart geeignete Produkte und gehen Sie nie davon aus, dass eine Hundeschuhgröße, ein Pfotenbalsam, ein Reinigungstuch oder ein Pflegewerkzeug für eine Katze geeignet ist. Eine Katze, die sich nach einem möglichen Kontakt versteckt, speichelt, erbricht oder sich nicht anfassen lässt, braucht tierärztlichen Rat statt wiederholten Abwischens.

Welpen, kleine Tiere, Senioren, Tiere mit dünnem Fell und Tiere mit eingeschränkter Beweglichkeit müssen möglicherweise häufiger kontrolliert werden, weil sie schneller frieren, ermüden oder sich unwohl fühlen können. Langes Fell zwischen den Ballen kann Schnee und Streugut festhalten. Das bedeutet jedoch nicht, dass es bis dicht an die Haut gekürzt werden sollte. Tiere mit empfindlicher Haut, Allergien, chronischen Hauterkrankungen, früheren Ballenverletzungen, neurologischen Erkrankungen oder einer Vorgeschichte mit Schmerzen brauchen möglicherweise einen individuellen Plan. Fragen Sie Ihre Tierarztpraxis, ob Pfotenschuhe, ein Balsam oder eine andere Route für dieses Tier geeignet sind.

Achten Sie auf einen stressarmen Umgang. Ein Welpe muss möglicherweise ganz allmählich an ein Handtuch oder das Abspülen gewöhnt werden. Ein älterer Hund braucht eventuell einen rutschfesten Untergrund im Eingangsbereich und Zeit zum Umdrehen. Ein ängstliches Tier kann von einem belohnungsbasierten Verhaltenstraining profitieren. Beenden Sie die Behandlung, wenn Ihr Tier in Panik gerät, zu beißen versucht, ungewöhnlich atmet oder Schmerzen zeigt. Pflegezubehör sollte die Beobachtung erleichtern und niemals eine Veränderung verbergen, die tierärztliche Hilfe erfordert.

Aktuelle Produkte aus unserem Shop für die Pfotenpflege im Winter

Diese Links sind optionale Ausgangspunkte für eine Pflegeroutine und beziehen sich ausschließlich auf aktuelle Angebote in unserem Shop. Sie sind keine Produkte zur Enteisung, zur Behandlung von Erfrierungen oder Vergiftungen und ersetzen keine tierärztliche Behandlung. Es handelt sich nicht um eine medizinische Dienstleistung.

  • PawPod – automatische Pfotenreinigung für Hunde ist ein Wasserbecher zur Reinigung jeweils einer Pfote. Verwenden Sie sauberes oder lauwarmes Wasser, wechseln Sie sandiges Wasser aus, drehen und spülen Sie das Gerät wie angegeben, trocknen Sie die Pfote mit einem Handtuch und kontrollieren Sie die Ballen. Beginnen Sie mit einer kurzen Reinigung mit wenig Wasser, wenn Ihr Hund unsicher ist.
  • HydroGuard – wasserdichter LED-Pfotentrimmer ist ein wasserdichter Pfotentrimmer für Hunde mit LED, vibrationsarmem Gehäuse und Keramikklinge für Detailarbeiten. Verwenden Sie ihn nur für kleine, gut sichtbare Korrekturen. Stechen Sie nicht zwischen die Zehen, wenden Sie das Gerät nicht mit Gewalt an und verwenden Sie es nicht über einer Wunde. Trocknen Sie das Gehäuse, bevor Sie das Gerät aufladen oder verstauen.
  • Reflektierender Hundemantel ist laut aktuellem Angebot eine verstellbare reflektierende Außenschicht mit Öffnung für den Leinenzugang. Kontrollieren Sie den Sitz an Brust und Rücken, die Bewegungsfreiheit sowie den Bereich unter den Riemen. Wischen Sie den Mantel nach nassem Wetter ab und trocknen Sie ihn. Der Mantel ersetzt weder die Reinigung der Pfoten noch die Kontrolle auf Kälteverletzungen.
  • AdventureShield – UV-Schutzbrille für Hunde ist laut Angebot für mittelgroße und große Hunde vorgesehen und verfügt über ein verstellbares, gepolstertes Band. Messen Sie die Breite über den Augenbrauen, gewöhnen Sie Ihren Hund drinnen schrittweise an die Brille und nehmen Sie sie ab, wenn er mit den Pfoten danach schlägt oder daran reibt. Spülen Sie die Gläser ab, wischen Sie sie sauber und trocknen Sie sie. Die Brille behandelt keine Augenerkrankung und macht eine Winterroute nicht automatisch sicher.

Lesen Sie vor der Verwendung die aktuelle Produktseite, da sich Bestand, Pflegehinweise und verfügbare Optionen ändern können. Wählen Sie den Artikel passend zur Größe und Verträglichkeit Ihres Tieres aus und beenden Sie die Verwendung, wenn sich Sitz oder Verhalten verändern.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich anhand der Farbe erkennen, welches Auftaumittel auf einem Gehweg liegt?

Nein. Farbe und Form der Körner sowie ein Produkt-Spitzname lassen keinen verlässlichen Rückschluss auf die Inhaltsstoffe oder eine sichere Kontaktmenge zu. Lesen Sie nach Möglichkeit das aktuelle Etikett oder die Sicherheitsinformationen. Wenn ein Kontakt oder Verschlucken möglich ist, beschreiben Sie das Produkt und das Tier gegenüber einer Tierarztpraxis oder einem Giftnotruf.

Sollte ich die Pfoten meines Hundes nach jedem Spaziergang auf Streusalz abspülen?

Wenn der Spaziergang sichtbares Streusalz, Schneematsch oder einen behandelten Untergrund umfasste, ist ein zeitnahes Abspülen mit lauwarmem Wasser oder vorsichtiges Abwischen mit anschließendem gründlichem Trocknen eine sinnvolle Routine. Kontrollieren Sie die Bereiche zwischen den Zehen, um die Ballen herum und an den Krallen. Durch das Abspülen lässt sich eine Verletzung nicht beurteilen. Wenden Sie sich daher an eine Tierarztpraxis, wenn Schmerzen, Schwellungen, Risse oder Lahmheit anhalten.

Sind Hundeschuhe oder Pfotenbalsam notwendig?

Keine einzelne Lösung passt zu jedem Tier. Pfotenschuhe können den Bodenkontakt verringern, wenn sie richtig sitzen und akzeptiert werden. Ein Balsam kann für manche Tiere mit intakter Haut geeignet sein, sofern die Inhaltsstoffe und das Risiko des Ableckens berücksichtigt werden. Beides kann scheuern, Feuchtigkeit einschließen oder Stress verursachen. Verwenden Sie die Lösung, die Sie richtig anpassen, beaufsichtigen, abnehmen und kontrollieren können, und halten Sie einen Reinigungsplan bereit.

Was soll ich tun, wenn mein Hund Streusalz ableckt?

Verhindern Sie den weiteren Kontakt mit den Rückständen, halten Sie das Produktetikett oder ein Foto bereit und wenden Sie sich für eine fallbezogene Einschätzung an eine Tierarztpraxis oder einen Giftnotruf. Achten Sie auf Erbrechen, Durchfall, vermehrten Speichelfluss, Schwäche, Taumeln, Zittern, Krampfanfälle, Atemprobleme oder einen Zusammenbruch. Geben Sie kein Salz, lösen Sie kein Erbrechen mit Salz aus und versuchen Sie keine Entgiftung mit Hausmitteln.

Woran erkenne ich, ob eine Pfote erfroren ist?

Eine Erfrierung lässt sich zu Hause nicht sicher feststellen. Blasses, graues, blaues, ungewöhnlich kaltes, schmerzhaftes, geschwollenes, blasiges, geschwüriges oder dunkler werdendes Gewebe ist besorgniserregend. Die Anzeichen können sich nach dem Kontakt mit Kälte noch verändern. Sorgen Sie für eine warme Umgebung und kontaktieren Sie eine Tierarztpraxis. Reiben Sie die Pfote nicht und verwenden Sie weder direkte Wärme noch heißes Wasser.

Funktioniert diese Routine auch für Katzen?

Die grundlegenden Empfehlungen zur Beobachtung und Entfernung von Rückständen können auch für Katzen gelten. Katzen putzen jedoch ihre Pfoten und lassen sich möglicherweise weniger gut anfassen. Verwenden Sie Hundeschuhe oder ein Hundeprodukt nicht einfach ohne weitere Prüfung. Wenn eine Katze möglicherweise mit einem behandelten Bereich in Kontakt war oder speichelt, erbricht, schwach oder unruhig wirkt, holen Sie zeitnah tierärztlichen Rat ein.

Was ist bei Welpen oder älteren Hunden anders?

Führen Sie bei Welpen, Senioren, kleinen Tieren, Tieren mit dünnem Fell, eingeschränkter Beweglichkeit oder Haut- und Schmerzproblemen kürzere, ruhigere Pflegesitzungen durch und kontrollieren Sie häufiger. Sorgen Sie im Eingangsbereich für einen rutschfesten Untergrund und lassen Sie das Tier das Tempo bestimmen. Fragen Sie Ihre Tierarztpraxis nach einem individuellen Plan, wenn die Kältetoleranz oder der Hautzustand unklar ist.

Wann sollte ein Pfotenproblem tierärztlich untersucht werden?

Holen Sie tierärztlichen Rat ein bei anhaltender Lahmheit, Schmerzen, tiefen Rissen, Blutungen, Schwellungen, Ausfluss, starkem Geruch, einem Fremdkörper, wiederholtem Knabbern oder einer zunehmenden Farbveränderung. Bei starken Schmerzen, möglichem Verschlucken mit Beschwerden, Atemproblemen, Zittern, Krampfanfällen, Schwäche oder einem Zusammenbruch ist eine sofortige Behandlung angezeigt. Pflegeprodukte können diese Untersuchung nicht ersetzen.


Weiterführende Informationen: ASPCA: Sicherheit bei Auftaumitteln im Winter, ASPCA: Informationen zu Enteisungsmitteln, VCA-Sicherheitshinweise zu Streusalz und Taumitteln, VCA-Pfotenpflege bei kaltem Wetter, VCA-Informationen zu Erfrierungen, Merck-Sicherheitshinweise für kaltes Wetter, Tipps der Pet Poison Helpline zu Streusalz, Hinweise der Pet Poison Helpline zu Salz, und Schritte zur Pfotenreinigung vom AKC.

Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information von Tierhaltern. Er kann ein unbekanntes Taumittel nicht identifizieren, keine sichere Dosis bestimmen, keine Erkrankung der Pfoten diagnostizieren und keinen tierärztlichen Rat oder die Beratung durch eine Giftnotrufzentrale ersetzen.

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