Junger Cavapoo-Welpe ruht auf einer rutschfesten Matte, während eine Betreuungsperson ihm neben einem Handtuch und einer Bürste sanft die Schulter berührt

Vertrauen in die Fellpflege aufbauen: Die ersten 14 Tage mit deinem Welpen

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Ein liebevoller Start für ein ganzes Leben voller Fürsorge

Dein erstes Ziel ist nicht die perfekte Pflege. Es geht darum, dass sich dein Welpe sicher fühlt und morgen wieder gern dabei ist.

Ein neuer Welpe muss vieles lernen: wo er schläft, wie sich die Geräusche in eurem Zuhause anhören, was ein Halsband bedeutet und wer seine Pfoten nach einem schlammigen Spaziergang berühren wird. Bürsten und Baden können warten – wichtig ist, dass dein Welpe von Anfang an positive Erfahrungen damit verbindet. Zwei ruhige Wochen mit kleinen, angenehmen Übungen können die spätere Fellpflege, tierärztliche Untersuchungen und Besuche beim Hundefriseur für alle Beteiligten entspannter und vorhersehbarer machen.

Dieser Leitfaden richtet sich an gesunde Welpen, die sich gerade in ihrem neuen Zuhause einleben. Er bedeutet nicht, dass dein Welpe innerhalb von vierzehn Tagen gebadet, die Krallen geschnitten, geschoren oder komplett durchgebürstet werden muss. Wenn dein Welpe schmerzhafte Haut, starke Verfilzungen oder eine Wunde hat, wiederholt deutlich gestresst wirkt oder plötzlich auf Berührungen reagiert, unterbrich den Plan für zu Hause und bitte einen Tierarzt, qualifizierten Hundetrainer oder Hundefriseur um Hilfe.

Halte diese Übung kurz und konzentriere dich ganz auf den Welpen, der gerade vor dir steht. Der Leitfaden für Fellpflege und Pflege zu Hause hilft dir dabei, Baden, Krallenpflege, Trocknen und regelmäßige Berührungen Schritt für Schritt einzuführen.

Nutze den Zwei-Wochen-Plan für mehr Vertrauen

Setze dir pro Tag nur ein kleines Ziel. Das kann sein, dass dein Welpe an der Bürste schnuppert, eine Pfote für eine Sekunde in deiner Hand liegen lässt oder neben einer leeren Badewanne stehen bleibt. Wähle einen Tag aus, wenn dein Welpe ruhig und bereit ist. Wenn ein Tag einmal zu voll wird, musst du nichts nachholen.

Wähle heute nur den Schritt, den dein Welpe ganz ruhig bewältigen kann.

Warum kurze Übungen besser sind als eine lange Pflegesitzung

Viele Menschen begegnen einem neuen Welpen mit den besten Absichten und einem umfangreichen Pflegeset. Der Welpe sieht eine Zupfbürste, einen Kamm, ein Handtuch, ein Krallenpflegegerät, einen Föhn, einen rutschigen Badezimmerboden und einen Menschen, der sich über ihn beugt. Das sind sehr viele neue Eindrücke auf einmal. Wenn der Welpe zappelt, auf der Bürste herumkaut oder weggeht, bedeutet das nicht, dass er stur ist oder die Fellpflege später hassen wird. Meist war die Übung einfach schneller, als es sich für ihn angenehm angefühlt hat.

Die Empfehlungen des American Kennel Club zum Umgang mit Welpen betonen sehr kurze Wiederholungen. Ein paar Streicheleinheiten, ein kurzer Blick auf eine Pfote oder ein Moment auf einer Unterlage für die Fellpflege können ausreichen, solange der Welpe entspannt bleibt. Es geht darum, ein Muster zu vermitteln: Eine sanfte Berührung geschieht, etwas Angenehmes folgt, und der Mensch hört auf, bevor der Welpe das Bedürfnis hat, zu flüchten. Dieses Muster ist wertvoller, als beim ersten Versuch jeden Körperbereich vollständig zu bearbeiten.

Betrachte Pflege und Training als miteinander verbundene, aber unterschiedliche Aufgaben. Ein Welpe mit pflegeleichtem Fell braucht anfangs vielleicht nur ein wenig Übung im Umgang. Bei einem Welpen, dessen Fell leicht verfilzt, sind möglicherweise regelmäßige Kammkontrollen nötig. Trotzdem kannst du Fell und Vertrauen schützen, indem du in sehr kleinen Abschnitten arbeitest und professionelle Hilfe organisierst, bevor ein Filzknoten schmerzhaft wird. Dringlichkeit entsteht durch den Zustand des Fells – nicht dadurch, dass ein Welpe Pflegehandlungen unter Zwang dulden muss.

Wähle ruhige Momente. Ein Welpe, der gerade aus einem Nickerchen aufgewacht ist, in Ruhe gefressen hat oder sich neben dir entspannt, ist vielleicht bereit für dreißig Sekunden Übung. Ein Welpe mitten in einem wilden Spiel, bei der Ankunft eines Besuchs oder an einem übermüdeten Abend eher nicht. Du baust eine Routine auf und prüfst keinen Gehorsam. Beende die Übung, solange der Welpe noch entspannt wirkt, und lass ihn anschließend wieder in seinen normalen Welpenalltag zurückkehren.

Achte auf den Welpen – nicht auf den Kalender. Ein lockerer Körper, ein entspannter Gesichtsausdruck, vorsichtige Neugier und die Bereitschaft, in deiner Nähe zu bleiben, sind hilfreiche Zeichen. Erstarren, starrer Blick, wiederholtes Lecken der Lippen, Wegziehen, Knurren, Schnappen oder hektisches Maulspiel sind Gründe, die nächste Wiederholung einfacher zu gestalten. Bestrafe niemals ein Warnsignal. Es liefert dir wichtige Informationen, damit die nächste Übung sicher bleibt.
Betreuungsperson streichelt zu Hause sanft einen entspannten jungen Cavapoo-Welpen auf einer weichen, rutschfesten Matte

Tage 1 bis 3: Mache deine Hände und Pflegeutensilien vorhersehbar

Lass die Utensilien am ersten Tag weg. Setz dich neben deinen Welpen auf den Boden oder auf eine stabile Matte und streichle die Stellen, die er bereits mag: Brust, Schultern und Rücken. Berühre kurz ein Bein und kehre dann zu einer angenehmen Stelle zurück. Gib ein kleines Leckerli, wenn Futter hilfreich ist, oder sprich einfach leise mit ihm und lass ihn sich entfernen. Es geht nicht darum, ihn stillzuhalten. Er soll erfahren, dass sich deine Hände nähern, ihn berühren und wieder zurückziehen können, ohne dass daraus ein Kampf entsteht.

Lege die Bürste am zweiten Tag mit etwas Abstand auf den Boden. Lass den Welpen sie wahrnehmen. Du kannst ein Leckerli in ihrer Nähe fallen lassen, die Bürste anschließend hochheben und wieder hinlegen. Lauf dem Welpen damit nicht hinterher und benutze sie nicht als Spielzeug. Wenn er daran schnuppert, ist das eine hilfreiche Information. Wenn er sie ignoriert, ist das ebenfalls völlig in Ordnung. Eine Bürste muss nicht aufregend sein. Sie muss nur zu einem normalen Gegenstand im Raum werden.

Übe am dritten Tag mit einer Pfote. Lass deine Hand an einem Vorderbein entlanggleiten, berühre die Pfote eine Sekunde lang, sag ruhig etwas wie „Danke“ und lass wieder los. Die andere Seite kommt nur hinzu, wenn der Welpe entspannt bleibt. Pfoten sind oft schwieriger als Schultern, weil Welpen sie zum Balancieren und Spielen brauchen. Ein sanftes Halten mit anschließendem Loslassen vermittelt mehr als das Festhalten der Pfote, bis der Welpe aufgibt.

Halte die Umgebung vorhersehbar. Ein gefaltetes Handtuch oder eine kleine rutschfeste Badematte kann zu dem Ort werden, an dem diese kurzen Übungen stattfinden. Verlange nicht, dass der Welpe darauf bleibt. Lade ihn auf die Matte ein, gib ihm ein Leckerli und lass ihn wieder gehen. Nach einigen Tagen kann die Matte zum Signal werden, dass gleich eine ruhige Pflegeübung beginnt. Das ist viel freundlicher, als einen Welpen plötzlich zu packen, wenn du dich daran erinnerst, dass seine Ohren oder Krallen gepflegt werden müssen.

Für Familien mit Kindern gilt eine einfache Regel: Ein Erwachsener leitet die Übung, während alle anderen dem Welpen Raum geben. Ein Kind kann ein Leckerli reichen oder das Tageslabel vorlesen. Mehrere Hände, die nach einem jungen Welpen greifen, können ihn jedoch überfordern. Wenn alle sehen, dass der Welpe aus freien Stücken für die nächste kleine Übung zurückkommt, ist das eine bessere Lektion als jeder überstürzte Meilenstein.

Tage 4 bis 7: Führe das Bürsten ein, ohne dem Fell hinterherzujagen

Am vierten Tag kann ein sanfter Bürstenstrich an einer unkomplizierten Stelle des Rückens genügen. Verwende ein für das Fell geeignetes Pflegeutensil und übe nur leichten Druck aus. Hör dann auf, lobe den Welpen und räume die Bürste weg. Ein einziger Bürstenstrich mag fast lächerlich wenig erscheinen, liefert dir aber eine klare Antwort: Bleibt der Welpe entspannt, dreht er sich neugierig um, geht er ruhig weg oder wird er unsicher? Anhand dieser Reaktion kannst du das Tempo für den nächsten Tag festlegen.

Wenn der Welpe einen Bürstenstrich akzeptiert, wiederhole ihn nur wenige Male an derselben unkomplizierten Stelle. Wechsle nicht sofort zu Rute, Hinterbeinen, Gesicht oder empfindlichem Bauch, nur weil der Rücken gut funktioniert hat. Diese Bereiche brauchen ihre eigene, behutsame Einführung. Wenn dein Welpe auf der Bürste herumkauen möchte, nimm sie ruhig weg, biete ihm abseits des Pflegeutensils einen geeigneten Kauartikel oder ein Leckerli an und versuche es später erneut. Wenn die Bürste zum Zerrspielzeug wird, kann das die nächsten Übungen verwirrend machen.

Bei einem lockigen, seidigen oder langhaarigen Welpen kannst du das Fell zuerst mit den Fingern teilen. Fühle hinter den Ohren, unter dem Halsband, in den Achseln, am Rutenansatz und an den Stellen, an denen ein Geschirr scheuert. Mit einer sanften Kontrolle durch einen grobzinkigen Kamm an einem winzigen Fellabschnitt kannst du feststellen, ob sich erste Verfilzungen bilden. Wenn du einen Knoten findest, der sich nicht leicht lösen lässt, zieh nicht daran, bis der Welpe protestiert. Halte das Fell nah an der Haut fest, arbeite dich mit kleinen Bewegungen vom äußeren Rand nach innen vor oder frag eine Hundefriseurin bzw. einen Hundefriseur nach einem sicheren Vorgehen.

Heb am fünften Tag kurz eine Ohrmuschel an und sieh hinein, ohne etwas in den Gehörgang zu stecken. Lade den Welpen am sechsten Tag dazu ein, sein Kinn in deine Handfläche oder auf einem gefalteten Handtuch abzulegen. Daraus kann ein hilfreiches Signal ähnlich einer Einwilligung werden: Solange das Kinn liegt, kannst du kurz einen unkomplizierten Bereich kontrollieren. Hebt der Welpe es an, machst du eine Pause. Setz den Welpen am siebten Tag auf die rutschfeste Matte und belohne ihn dafür, dass er dort steht, sitzt oder liegt. Die Unterlage ist wichtig, weil Fellpflege, Baden und tierärztliche Untersuchungen oft auf einem anderen Untergrund stattfinden als auf dem Teppich im Wohnzimmer.

Zu den Umgangsempfehlungen des AKC gehören Ohren, Augen, Maul, Bauch, Rute und Pfoten, weil die alltägliche Pflege irgendwann all diese Bereiche umfasst. Du musst nicht innerhalb einer Woche jeden Bereich abdecken. Gib jedem Körperteil die Möglichkeit, vertraut zu werden. Ein Welpe, der lernt, dass das Anheben einer Ohrmuschel nur eine Sekunde dauert, empfindet eine spätere Ohrenkontrolle wahrscheinlich als deutlich weniger beunruhigend als ein Welpe, der nur dann angefasst wird, wenn bereits etwas nicht stimmt.

Junger Cavapoo-Welpe beobachtet ruhig, wie eine Betreuungsperson bei einer kurzen positiven Pflegeübung eine weiche Bürste anbietet

Tage 8 bis 10: Baue nützliche Berührungen in den Alltag ein

In der zweiten Woche bleiben die Übungen kurz, werden aber mit der täglichen Pflege verbunden. Am achten Tag kannst du einen Kamm durch einen unkomplizierten Fellabschnitt führen. Am neunten Tag berührst du kurz jede Pfote und lässt anschließend wieder los. Am zehnten Tag kann ein fröhlicher Besuch im Badebereich folgen, ohne dass Wasser läuft. Du willst den Welpen nicht mit einem Bad überraschen. Der Raum, die Geräusche und der Untergrund sollen vertraut werden, bevor sie tatsächlich wichtig sind.

Lege im Badebereich zuerst eine rutschfeste Matte aus. Lass den Welpen daraufsteigen und anschließend wieder heruntergehen. Biete ihm ein Leckerli, ein Spielzeug oder ein paar Stücke Trockenfutter an. Wenn er entspannt bleibt, dreh das Wasser mit etwas Abstand für eine Sekunde auf und gleich wieder ab. Ist das Geräusch zu viel, warte nicht, bis Panik entsteht. Kehre an einem anderen Tag in den ruhigen Raum zurück. Die nächste Wiederholung kann leichter ausfallen – und Erfolg kann schon bedeuten, dass der Welpe freiwillig in der Nähe der Tür bleibt.

Ein Bad ist in den ersten beiden Wochen nicht automatisch nötig. Verschmutzte Pfoten mit einem feuchten Tuch zu reinigen und anschließend mit einem Handtuch abzutrocknen, kann ausreichen. Wenn dein Welpe tatsächlich gebadet werden muss, leg Handtücher, sanfte welpensichere Pflegeprodukte und warmes Wasser bereit und sorge für einen warmen, trockenen Raum, bevor du ihn hereinholst. Achte darauf, dass kein Wasser in Augen, Nase oder die Öffnungen der Ohren gelangt. Vermeide einen lauten Föhn, wenn der Welpe noch nicht behutsam an dessen Geräusch gewöhnt wurde.

Übe mit dem Handtuch separat. Lege es auf den Boden, lass den Welpen daraufsteigen und leg es anschließend für eine Sekunde über seine Schultern. Nimm es wieder weg und belohne ihn. Später kannst du nasse Pfoten oder den Welpen nach dem Baden sanft trocken drücken, statt zu rubbeln. Kreisförmiges Reiben kann längeres Fell verfilzen und für einen kleinen Welpen überraschend sein. Ruhiges Drücken und wieder Loslassen ist leichter verständlich und schonender für das Fell.

Die Pfotenübung am neunten Tag sollte ganz einfach bleiben. Berühre die Pfote, trenne nur dann mit den Fingern zwei Zehen voneinander, wenn der Welpe entspannt ist, und lass wieder los. Beginne nicht mit dem Krallenschneiden, nur weil der Welpe die Pfotenberührung akzeptiert hat. Krallenpflege ist eine eigene Fähigkeit. Ein Welpe, der gelernt hat, dass Berührungen an den Pfoten sicher sind, hat eine bessere Grundlage für eine spätere Übung zum Krallenschneiden mit dir, bei einer Hundefriseurin oder einem Hundefriseur oder in der Tierarztpraxis.

Betreuungsperson hält auf einer rutschfesten Matte sanft eine Pfote eines jungen Cavapoo-Welpen für eine kurze, ruhige Übung

Tage 11 bis 14: Mache die spätere Fellpflege vorstellbar

Der elfte Tag ist für eine Übung mit dem Handtuch vorgesehen, der zwölfte für Geräusche. Stell einen Föhn oder ein Haushaltsgerät weit genug entfernt auf, sodass der Welpe es hören kann, ohne Anzeichen von Unsicherheit zu zeigen. Schalte es kurz auf der niedrigsten sinnvollen Stufe ein und verbinde das Geräusch mit etwas Angenehmem. Richte den Luftstrom noch nicht auf den Welpen. Wenn er das Geräusch heute nicht mag, braucht er möglicherweise mehrere sehr kurze Hörübungen, bevor du mit dem Trocknen beginnst. Es bringt nichts, ihm beweisen zu wollen, dass er einen lauten Luftstoß aushalten kann.

Am dreizehnten Tag folgt eine kurze Kontrolle des ganzen Körpers. Beginne an den Schultern, fahre über den Rücken, berühre eine Vorderpfote, sieh dir eine Ohrmuschel an und beende die Übung an einer angenehmen Stelle. Verwende zuerst nur deine Hände und mach nur dann einen Bürstenstrich, wenn der Welpe weiterhin entspannt bleibt. So kannst du nach Flöhen, Zecken, kleinen Kletten, Hautveränderungen oder einer neuen Verfilzung sehen, ohne die Erfahrung unnötig auszudehnen. Wenn dir etwas Sorgen bereitet, notiere es und wende dich an die passende Fachperson, statt die Kontrolle in eine lange Untersuchung zu verwandeln.

Wiederhole am vierzehnten Tag die Übung, die deinem Welpen am besten gefallen hat. Vielleicht steht er gern auf der Matte, lässt eine Pfote berühren, akzeptiert das Handtuch oder bleibt entspannt, während du zweimal bürstest. Mit einem einfachen Erfolg kannst du die ersten zwei Wochen positiv abschließen. Gleichzeitig entsteht eine Routine, die ihr drei- oder viermal pro Woche fortsetzen könnt, ohne dass die Fellpflege jeden Abend zum Hauptprogramm wird.

Wenn ein Termin beim professionellen Hundefriseur bevorsteht, solltest du wichtige Informationen vorab weitergeben. Nenne das Alter deines Welpen, die Fellart, seine bisherigen Erfahrungen mit dem Anfassen, gesundheitliche Besonderheiten, aktuelle Impfungen, sofern der Salon danach fragt, und was ihm noch schwerfällt. Beim ersten Besuch kann eine kurze Eingewöhnung sinnvoller sein als gleich ein vollständiger Haarschnitt. Ziel ist eine sichere, positive Erfahrung: Der Hundefriseur kann den Welpen kennenlernen, und der Welpe kann den Termin mit seinem Vertrauen im Gepäck verlassen.

Warte nicht, bis stark verfilztes Fell zum Notfall wird. Welpen mit schnell verfilzendem Fell brauchen möglicherweise schon früh ein Gespräch mit einem Profi, auch wenn die Übungen zu Hause weiterhin ganz kurz bleiben. Ein Hundefriseur kann dir einen realistischen Pflegeplan empfehlen und zeigen, wo Verfilzungen entstehen. Bei Hautschmerzen, einer Infektion, Parasiten, einer unerklärlichen Veränderung des Fells oder einem Verhalten, das auf Schmerzen hindeutet, sollte eine Tierärztin oder ein Tierarzt die weitere Behandlung übernehmen.

Stimme die Routine auf die Fellart deines Welpen ab

Fellsituation Darauf können sich die ersten zwei Wochen konzentrieren Damit solltest du nicht warten
Kurzes, glattes Fell Hände, Pfoten, Ohren, Handtuch und ein paar sanfte Bürstenstriche. Hautreizungen, Parasiten, schmerzhaftes Anfassen oder ein Welpe, der sich nicht beruhigen kann.
Doppelfell Sanftes Bürsten an unkomplizierten Stellen, Kontrollen auf loses Fell und vorsichtiges Trocknen nach nassen Spaziergängen. Dicht anliegendes, verfilztes Fell, feuchte Stellen, die lange nass bleiben, und schmerzhafte Verfilzungen.
Seidiges, lockiges oder langes Fell Das Fell mit den Fingern teilen und jeweils einen kleinen Bereich kurz mit dem Kamm kontrollieren. Knoten nahe der Haut, hinter den Ohren, unter dem Geschirr oder in den Achselhöhlen.
Unbekannter Mischling oder sich veränderndes Welpenfell Den Welpen an das Anfassen gewöhnen, während du herausfindest, was das erwachsene Fell später brauchen könnte. Jede Verfilzung, jeder Geruch, Ausschlag oder jede Veränderung, durch die das Berühren schwierig wird.

Das erwachsene Fell kann sich verändern, während ein Welpe wächst. Du musst deshalb heute noch nicht jeden künftigen Pflegebedarf vorhersehen. Was du jetzt schaffen kannst, ist eine ruhige Routine zum Kontrollieren, Bürsten und Trocknen – und die Sicherheit, bei Bedarf Hilfe zu holen. Diese Grundlage ist bei jeder Fellart hilfreich. Sie unterstützt dich später auch bei der Zeckenkontrolle, beim Abspülen der Pfoten, bei einer tierärztlichen Untersuchung oder einem Termin beim Hundefriseur.

Für einen umfassenderen Pflegealltag zu Hause schau dir unsere Routine für die Hundepflegean. Wenn du entscheiden möchtest, was du zu Hause erledigen kannst und was besser in professionelle Hände gehört, vergleiche die Hundepflege zu Hause mit der Pflege beim Hundefriseur. Familien mit einem Bichon können sich außerdem mit wichtigen Informationen für den Termin beim Bichon-Hundefriseurauf ein hilfreiches Gespräch im Salon vorbereiten.

Was du tun kannst, wenn sich dein Welpe wehrt

Mach die Aufgabe zunächst kleiner. Wenn dein Welpe zurückweicht, sobald du nach der Bürste greifst, lege die Bürste auf den Boden und belohne schon einen Blick in ihre Richtung. Wenn ihm das Halten einer Pfote unangenehm ist, berühre stattdessen das Bein oberhalb der Pfote und höre wieder auf. Ist der Badebereich zu viel für ihn, übe mit der Matte in einem anderen Raum. Du belohnst damit nicht das Vermeiden. Du veränderst die Übung so, dass dein Welpe Erfolg haben kann, ohne sich eingeengt zu fühlen.

Prüfe als Nächstes, ob ein körperliches Problem dahintersteckt. Ein Welpe, der sich gestern noch problemlos anfassen ließ, plötzlich aber aufjault, nach dir schnappt oder eine bestimmte Stelle nicht berühren lassen möchte, könnte eine schmerzende Kralle, ein Hautproblem, eine Zecke, eine schmerzhafte Verfilzung oder ein anderes Problem haben, das tierärztlich abgeklärt werden sollte. Geh nicht davon aus, dass jede Reaktion ein Trainingsproblem ist. Schmerzen verändern, wie ein Welpe selbst sanfte Berührungen erlebt.

Schütze außerdem das Fell, während ihr weiter Vertrauen aufbaut. Bei einem Welpen, dessen Fell schnell verfilzt, können kurze tägliche Kontrollen mit den Fingern schonender sein, als auf einen großen Knoten zu warten. Frag den Hundefriseur, ob eine kürzere, pflegeleichtere Frisur oder ein Termin zur Eingewöhnung den Druck verringern könnte, während ihr das Anfassen übt. Schneide eine Verfilzung niemals mit einer Haushaltsschere heraus. Dabei kann Haut in das Fell gezogen werden und sehr leicht verletzt werden.

Hole dir schließlich frühzeitig fachkundige Unterstützung, wenn die Angst deines Welpen zunimmt, jemand gebissen werden könnte oder du notwendige Pflege nicht sicher durchführen kannst. Eine qualifizierte, belohnungsbasierte Hundetrainerin oder ein Hundetrainer, ein auf ängstliche Hunde eingestellter Hundefriseur und dein tierärztliches Team können dir dabei helfen, einen individuellen Plan zu erstellen. Um Hilfe zu bitten bedeutet nicht, dass das Training zu Hause gescheitert ist. Es schützt das Wohlbefinden deines Welpen und die Beziehung, die ihr gerade aufbaut.

Entspannter junger Cavapoo-Welpe neben einem zusammengefalteten Handtuch und einer weichen Bürste nach einer kurzen, erfolgreichen Pflegeübung

Hilfreiche Informationen für den nächsten kleinen Schritt

Der American Kennel Club bietet einen hilfreichen Überblick darüber, wie du Welpen auf das Anfassen und die Fellpflege vorbereitest, sowie praktische Ideen, um Körperempfindlichkeit vorzubeugen. Der Ratgeber zum Thema Anfassen und Streicheln erklärt, warum ein Welpe Kuscheln genießen und trotzdem einen langsameren Einstieg in Pflegeroutinen brauchen kann.

Lesen Sie für die Gewöhnung an Wasser die Empfehlungen des AKC zum Baden eines Welpen. Auch die Hinweise zum Vorbereiten von Welpen auf die Gesundheitsvorsorge sind hilfreich, wenn Sie behutsame Routinen für Ohren, Zähne und Pfoten aufbauen.

Häufig gestellte Fragen

Sollte ich meinen Welpen in den ersten zwei Wochen täglich bürsten?

Üben können Sie an den meisten Tagen, aber manchmal reichen schon ein oder zwei sanfte Bürstenstriche. Ein Fell, das zu Verfilzungen neigt, sollte kurz täglich kontrolliert werden, während sich Ihr Welpe daran gewöhnt.

Was kann ich tun, wenn mein Welpe in die Bürste beißt?

Nehmen Sie die Bürste ruhig weg, bieten Sie Ihrem Welpen abseits des Pflegewerkzeugs einen geeigneten Kausnack an und versuchen Sie es später mit einem leichteren Schritt erneut – zum Beispiel damit, die Bürste zunächst aus einiger Entfernung anzusehen.

Wann sollte ich anfangen, die Pfoten meines Welpen zu berühren?

Beginnen Sie mit einer kurzen, sanften Berührung, sobald Ihr Welpe zur Ruhe kommt, und lassen Sie die Pfote wieder los, bevor er sich zurückziehen möchte.

Braucht mein Welpe in den ersten vierzehn Tagen ein Bad?

Nicht unbedingt. Gewöhnen Sie ihn zunächst an den Raum, die Matte, das Handtuch und das sanfte Geräusch von Wasser – außer Ihr Welpe muss tatsächlich gereinigt werden.

Kann ich gleichzeitig mit dem Krallenschneiden beginnen?

In der Regel ist es einfacher, zuerst das Berühren der Pfoten zu üben. Das Krallenschneiden kann zu einer eigenen kleinen Übung werden, sobald sich Ihr Welpe damit wohlfühlt, dass seine Pfoten berührt werden.

Was kann ich tun, wenn ein langhaariger Welpe bereits einen Knoten im Fell hat?

Bearbeiten Sie nur eine lockere, leicht zu lösende Verfilzung. Bei einem festen, schmerzhaften oder hautnahen Knoten sollten Sie einen professionellen Hundefriseur oder eine Tierarztpraxis um Hilfe bitten, statt zu Hause daran zu ziehen oder ihn aufzuschneiden.

Wann sollte ein Welpe zum ersten Mal zum Hundefriseur?

Fragen Sie einen Hundefriseur in Ihrer Nähe nach einer Möglichkeit zur behutsamen Eingewöhnung von Welpen und nach den gesundheitlichen Voraussetzungen. Ein kurzer Besuch zum Kennenlernen kann hilfreich sein, bevor eine vollständige Pflegebehandlung nötig wird.

Wann sollte ich wegen des Widerstands meines Welpen gegen die Fellpflege einen Tierarzt anrufen?

Rufen Sie an, wenn Berührungen Schmerzen, Jaulen, Schwellungen, Hautveränderungen oder eine plötzliche Verhaltensänderung auslösen oder wenn Sie befürchten, dass eine medizinische Ursache dahintersteckt und es nicht nur um eine ungewohnte Übung geht.