Vertrauen in die Fellpflege aufbauen: Die ersten 14 Tage mit deinem Welpen
Ein liebevoller Start in ein ganzes Leben voller Fürsorge
Das erste Ziel ist nicht eine perfekte Fellpflege. Es geht darum, dass sich dein Welpe sicher fühlt und morgen gerne wiederkommt.
Ein neuer Welpe muss vieles erst lernen: wo er schläft, wie sich dein Zuhause anhört, was ein Halsband bedeutet und wer seine Pfoten nach einem matschigen Spaziergang berührt. Bürsten und Baden kommen Schritt für Schritt – wichtig ist aber, dass dein Welpe von Anfang an gute Erfahrungen damit verbindet. Zwei ruhige Wochen mit kleinen, angenehmen Übungen können die spätere Fellpflege, das Handling beim Tierarzt und Besuche beim Hundefriseur für alle Beteiligten entspannter und vertrauter machen.
Dieser Leitfaden richtet sich an gesunde Welpen, die sich gerade in ihrem neuen Zuhause einleben. Er bedeutet nicht, dass dein Welpe innerhalb von vierzehn Tagen gebadet, gekürzt, geschoren oder vollständig ausgebürstet werden muss. Wenn dein Welpe schmerzhafte Haut, eine dichte Verfilzung oder eine Wunde hat, wiederholt gestresst reagiert oder plötzlich empfindlich auf Berührungen reagiert, unterbrich das Training zu Hause und hole dir Unterstützung bei einer Tierärztin oder einem Tierarzt, einer qualifizierten Trainerin oder einem qualifizierten Trainer oder einem Hundefriseur.
Nutze die Zwei-Wochen-Übersicht
Setze dir für jeden Tag nur ein kleines Ziel. Das kann bedeuten, dass dein Welpe an der Bürste schnuppert, eine Pfote eine Sekunde lang in deiner Hand liegen lässt oder neben einer leeren Wanne stehen bleibt. Markiere einen Tag, sobald sich ein ruhiger, freiwilliger Moment ergibt. Wenn ein Tag zu voll ist, musst du nichts nachholen.
Wähle heute nur den Schritt, den dein Welpe ganz ruhig bewältigen kann.
Warum kurze Übungen besser sind als eine lange Fellpflegesitzung
Viele Menschen begegnen einem neuen Welpen mit den besten Absichten und einer umfangreichen Ausstattung für die Fellpflege. Der Welpe sieht eine Zupfbürste, einen Kamm, ein Handtuch, ein Krallenpflegewerkzeug, einen Föhn, einen rutschigen Badezimmerboden und einen Menschen, der sich über ihn beugt. Das sind sehr viele neue Eindrücke auf einmal. Wenn der Welpe sich windet, auf der Bürste herumkaut oder weggeht, bedeutet das nicht, dass er stur ist oder die Fellpflege später zwangsläufig hassen wird. Meist war die Übung einfach schneller, als es seinem Wohlbefinden entsprach.
Die Hinweise des American Kennel Club zum Umgang mit Welpen betonen besonders kurze Wiederholungen. Ein paar Bürstenstriche, ein kurzer Blick auf eine Pfote oder ein Moment auf einer Pflegeunterlage können ausreichen, solange der Welpe entspannt bleibt. Dabei soll er ein bestimmtes Muster lernen: Eine sanfte Berührung geschieht, etwas Angenehmes folgt und der Mensch hört auf, bevor der Welpe flüchten möchte. Dieses Muster ist wertvoller, als beim ersten Versuch jeden Körperbereich zu schaffen.
Betrachte Pflege und Training als zwei miteinander verbundene, aber unterschiedliche Aufgaben. Ein Welpe mit pflegeleichtem Fell braucht anfangs vielleicht nur ein wenig Übung im Umgang mit Berührungen. Bei einem Welpen, dessen Fell leicht verfilzt, sind zwar regelmäßige Kontrollen mit dem Kamm nötig. Du kannst jedoch sowohl das Fell als auch eure Beziehung schützen, indem du in sehr kleinen Abschnitten arbeitest und rechtzeitig professionelle Hilfe organisierst, bevor eine Verfilzung schmerzhaft wird. Dringend ist der Zustand des Fells – nicht, einen Welpen durch Zwang zur Duldung zu bringen.
Wähle ruhige Momente. Ein Welpe, der gerade aus einem Nickerchen aufgewacht ist, in Ruhe gefressen hat oder sich neben dir entspannt, ist vielleicht bereit für dreißig Sekunden Übung. Mitten in einem wilden Spiel, wenn Besuch kommt oder an einem übermüdeten Abend ist das wahrscheinlich nicht der Fall. Du baust eine Routine auf und testest keinen Gehorsam. Beende die Übung, solange dein Welpe noch entspannt wirkt, und lass ihn anschließend wieder zum normalen Welpenalltag zurückkehren.
Tag 1 bis 3: Mache deine Hände und die Pflegeutensilien vorhersehbar
Lass die Pflegeutensilien am ersten Tag noch weg. Setz dich neben deinen Welpen auf den Boden oder auf eine stabile Matte und streichle die Stellen, die er bereits mag: Brust, Schultern und Rücken. Berühre kurz ein Bein und kehre dann wieder zu einer angenehmen Stelle zurück. Gib ein kleines Leckerli, wenn Futter hilfreich ist, oder sprich einfach leise mit ihm und lass ihn weggehen. Es geht nicht darum, ihn festzuhalten. Er soll erfahren, dass sich deine Hände nähern, ihn berühren und wieder entfernen können, ohne dass daraus ein Kampf wird.
Lege die Bürste am zweiten Tag mit etwas Abstand auf den Boden. Lass deinen Welpen sie wahrnehmen. Du kannst ein Leckerli daneben fallen lassen, die Bürste dann aufheben und wieder hinlegen. Lauf ihm damit nicht hinterher und benutze sie nicht als Spielzeug. Wenn er daran schnuppert, ist das eine hilfreiche Information. Wenn er sie ignoriert, ist das ebenfalls völlig in Ordnung. Eine Bürste muss nicht aufregend sein. Sie soll einfach zu einem vertrauten Gegenstand im Raum werden.
Übe am dritten Tag mit einer Pfote. Streiche mit der Hand an einem Vorderbein entlang, berühre die Pfote eine Sekunde lang, sag ruhig etwas wie „Danke“ und lass wieder los. Mach die andere Seite nur, wenn dein Welpe entspannt bleibt. Pfoten sind oft schwieriger als Schultern, weil Welpen sie zum Balancieren und Spielen brauchen. Ein sanftes Halten mit anschließendem Loslassen vermittelt mehr als das Festhalten der Pfote, bis der Welpe aufgibt.
Sorge für eine vorhersehbare Umgebung. Ein gefaltetes Handtuch oder eine kleine rutschfeste Badematte kann zum festen Ort für diese kurzen Übungen werden. Verlange nicht, dass dein Welpe darauf bleibt. Lade ihn auf die Matte ein, gib ihm ein Leckerli und lass ihn wieder gehen. Nach einigen Tagen kann die Matte zu einem Signal dafür werden, dass gleich ruhige Berührungen stattfinden – viel angenehmer, als einen Welpen plötzlich zu packen, weil dir gerade seine Ohren oder Krallen einfallen.
In Familien mit Kindern gilt eine einfache Regel: Eine erwachsene Person führt die Übung durch, alle anderen lassen dem Welpen Raum. Ein Kind kann ein Leckerli reichen oder den jeweiligen Tag vorlesen. Doch mehrere Hände, die nach einem jungen Welpen greifen, können ihn überfordern. Wenn alle sehen, dass der Welpe freiwillig für die nächste kleine Übung zurückkommt, ist das eine wertvollere Lektion als jeder überstürzte Meilenstein.
Tag 4 bis 7: Bürsten einführen, ohne dem Fell hinterherzujagen
Am vierten Tag kann ein sanfter Bürstenstrich an einer unempfindlichen Stelle des Rückens genügen. Verwende eine für das Fell geeignete Bürste und übe nur leichten Druck aus. Dann hör auf, lobe deinen Welpen und räume die Bürste weg. Ein einziger Strich mag fast lächerlich wenig erscheinen, doch er liefert dir eine klare Antwort: Bleibt der Welpe entspannt, dreht er sich neugierig um, geht er ruhig weg oder wird er unsicher? Anhand dieser Reaktion kannst du das Tempo für den nächsten Tag festlegen.
Wenn dein Welpe einen Bürstenstrich akzeptiert, wiederhole ihn nur wenige Male an derselben unkomplizierten Stelle. Gehe nicht sofort zu Rute, Hinterbeinen, Gesicht oder empfindlichem Bauch über, nur weil der Rücken gut funktioniert hat. Diese Bereiche brauchen ihre eigene, behutsame Gewöhnung. Wenn dein Welpe auf der Bürste herumkauen möchte, nimm sie ruhig weg, biete ihm abseits der Bürste einen geeigneten Kauartikel oder ein Leckerli an und versuche es später erneut. Wird die Bürste zum Zerrspielzeug, kann das die nächsten Übungen verwirrend machen.
Bei einem lockigen, seidigen oder langhaarigen Welpen solltest du das Fell zunächst mit den Fingern teilen. Fühle hinter den Ohren, unter dem Halsband, in den Achseln, am Rutenansatz und dort, wo ein Geschirr scheuert. Mit einem sanften Kamm mit breiten Zinken kannst du an einer winzigen Stelle prüfen, ob das Fell langsam verfilzt. Wenn du einen Knoten findest, der sich nicht leicht lösen lässt, zieh nicht daran, bis dein Welpe protestiert. Halte das Haar nahe an der Haut fest, arbeite dich mit kleinen Bewegungen vom äußeren Rand nach innen vor oder bitte einen Hundefriseur um einen sichereren Plan.
Heb am fünften Tag kurz eine Ohrmuschel an und schau hinein, ohne etwas in den Gehörgang zu stecken. Lade deinen Welpen am sechsten Tag dazu ein, sein Kinn in deine Handfläche oder auf einem gefalteten Handtuch abzulegen. Daraus kann ein hilfreiches Signal entstehen, das einer Zustimmung ähnelt: Wenn das Kinn ruht, darfst du kurz eine unkomplizierte Stelle anschauen. Hebt er es an, machst du eine Pause. Setz deinen Welpen am siebten Tag auf die rutschfeste Matte und belohne ihn dafür, dass er dort steht, sitzt oder liegt. Der Untergrund ist wichtig, weil Fellpflege, Baden und tierärztliche Untersuchungen oft auf einem anderen Boden stattfinden als auf dem Teppich im Wohnzimmer.
Die Empfehlungen des AKC zur Gewöhnung an Berührungen umfassen Ohren, Augen, Maul, Bauch, Rute und Pfoten, weil die tägliche Pflege mit der Zeit all diese Körperbereiche erreicht. Du musst nicht innerhalb einer Woche alles abdecken. Gib jedem Körperteil die Gelegenheit, vertraut zu werden. Ein Welpe, der gelernt hat, dass das Anheben einer Ohrmuschel nur eine Sekunde dauert, erlebt eine spätere Kontrolle wahrscheinlich weniger beunruhigend als ein Welpe, der nur dann angefasst wird, wenn bereits etwas nicht stimmt.
Tag 8 bis 10: Nützliche Berührungen in den Alltag einbauen
In der zweiten Woche bleiben die Übungen kurz, werden aber mit der täglichen Pflege verbunden. An Tag acht kannst du einen Kamm einmal durch einen unkomplizierten Fellbereich führen. An Tag neun berührst du kurz jede Pfote und lässt wieder los. An Tag zehn gehst du fröhlich mit deinem Welpen zum Badeplatz, ohne Wasser laufen zu lassen. Du willst ihn nicht mit einem Bad überraschen. Gib ihm die Möglichkeit, den Raum, die Geräusche und den Untergrund kennenzulernen, bevor sie wirklich wichtig werden.
Lege am Badeplatz zuerst eine rutschfeste Matte aus. Lass deinen Welpen daraufsteigen und gleich wieder heruntergehen. Biete ihm ein Leckerli, ein Spielzeug oder ein paar Stückchen Trockenfutter an. Wenn er entspannt bleibt, lass aus einiger Entfernung eine Sekunde lang Wasser laufen und stelle es wieder ab. Ist das Geräusch zu viel, warte nicht, bis Panik entsteht. Kehre an einem anderen Tag in den ruhigen Raum zurück. Die nächste Wiederholung kann leichter ausfallen – und Erfolg kann schon bedeuten, dass dein Welpe freiwillig in der Nähe der Tür bleibt.
In den ersten beiden Wochen ist ein Bad nicht automatisch nötig. Verschmutzte Pfoten mit einem feuchten Tuch abzuwischen und anschließend mit einem Handtuch zu trocknen, kann ausreichen. Wenn dein Welpe tatsächlich gebadet werden muss, bereite Handtücher, milde welpensichere Pflegeprodukte, warmes Wasser und einen trockenen Raum vor, bevor du ihn hereinbringst. Achte darauf, dass kein Wasser in Augen, Nase oder Gehörgänge gelangt. Vermeide einen lauten Föhn, wenn dein Welpe dessen Geräusch noch nicht behutsam kennengelernt hat.
Übe den Umgang mit dem Handtuch separat. Lege es auf den Boden, lass deinen Welpen daraufsteigen und lege es dann für eine Sekunde über seine Schultern. Nimm es wieder weg und belohne ihn. Später kannst du nasse Pfoten oder das Fell nach dem Baden sanft trocken drücken, statt zu rubbeln. Kreisförmiges Reiben kann längeres Fell verfilzen und für einen kleinen Welpen überraschend sein. Ruhiges Drücken und Loslassen ist leichter verständlich und schonender für das Fell.
Die Pfotenübung an Tag neun sollte einfach bleiben. Berühre die Pfote, trenne nur dann mit den Fingern zwei Zehen, wenn dein Welpe entspannt ist, und lass wieder los. Beginne nicht mit dem Krallenschneiden, nur weil dein Welpe die Pfote akzeptiert hat. Krallenpflege ist eine eigene Fähigkeit. Ein Welpe, der gelernt hat, dass Berührungen an den Pfoten sicher sind, hat eine bessere Grundlage für eine spätere Übung zum Krallenschneiden mit dir, einem Hundefriseur oder dem tierärztlichen Team.
Tag 11 bis 14: Einen späteren Besuch beim Hundefriseur leichter vorstellbar machen
An Tag elf übst du mit dem Handtuch. An Tag zwölf geht es um Geräusche. Stell einen Föhn oder ein Haushaltsgerät weit genug entfernt auf, damit dein Welpe es hören kann, ohne unsicher zu werden. Schalte es kurz auf der niedrigsten sinnvollen Stufe ein und verbinde das Geräusch mit etwas Angenehmem. Richte den Luftstrom noch nicht auf den Welpen. Wenn er das Geräusch heute nicht mag, braucht er möglicherweise mehrere sehr kurze Hörübungen, bevor du mit dem Trocknen beginnst. Es bringt nichts, zu beweisen, dass er einen lauten Luftstoß aushalten kann.
An Tag dreizehn folgt eine kurze Kontrolle des ganzen Körpers. Beginne an den Schultern, streiche über den Rücken, berühre eine Vorderpfote, schau dir eine Ohrmuschel an und beende die Übung an einer angenehmen Stelle. Verwende zunächst nur deine Hände und höchstens einen Bürstenstrich, wenn dein Welpe weiterhin entspannt bleibt. So kannst du nach Flöhen, Zecken, kleinen Kletten, Hautveränderungen oder einer neuen Verfilzung sehen, ohne die Übung unnötig auszudehnen. Wenn dir etwas Sorgen bereitet, notiere es und wende dich an die passende Fachperson, statt die Kontrolle zu einer langen Untersuchung zu machen.
Wiederhole an Tag vierzehn die Übung, die deinem Welpen am besten gefallen hat. Vielleicht steht er gern auf der Matte, lässt eine Pfote berühren, akzeptiert das Handtuch oder bleibt ruhig, während du zweimal bürstest. Mit einem einfachen Erfolg beendest du die ersten zwei Wochen positiv. Außerdem entsteht so eine Routine, die ihr drei- oder viermal pro Woche fortsetzen könnt, ohne dass die Fellpflege jeden Abend zum Hauptprogramm wird.
Wenn ein Termin beim Hundefriseur bevorsteht, gib schon im Voraus wichtige Informationen weiter. Nenne das Alter deines Welpen, seinen Felltyp, den bisherigen Fortschritt bei der Gewöhnung an Berührungen, medizinische Besonderheiten, die vom Salon gewünschten aktuellen Impfungen und die Bereiche, die noch schwierig sind. Ein guter erster Besuch kann eine kurze Kennenlernrunde statt eines vollständigen Haarschnitts sein. Ziel ist eine sichere, positive Erfahrung, bei der der Hundefriseur den Welpen kennenlernen kann und der Welpe mit seinem Vertrauen im Gepäck wieder nach Hause geht.
Warte nicht, bis stark verfilztes Fell zum Notfall wird. Welpen mit schnell verfilzendem Fell brauchen möglicherweise schon früh ein Gespräch mit einem Hundefriseur, auch wenn die Übungen zu Hause weiterhin ganz kurz bleiben. Ein Hundefriseur kann einen realistischen Pflegeplan empfehlen und dir zeigen, wo Verfilzungen entstehen. Bei Hautschmerzen, einer Infektion, Parasiten, einer unerklärlichen Veränderung des Fells oder einem Verhalten, das auf Schmerzen hindeuten könnte, sollte der Tierarzt die weitere Behandlung anleiten.
Stimme die Routine auf den Felltyp deines Welpen ab
| Felltyp | Darauf können sich die ersten beiden Wochen konzentrieren | Damit solltest du nicht warten |
|---|---|---|
| Kurzes, glattes Fell | Hände, Pfoten, Ohren, Handtuch und einige sanfte Bürstenstriche. | Hautreizungen, Parasiten, schmerzhafte Berührungen oder ein Welpe, der nicht zur Ruhe kommt. |
| Doppelschichtiges Fell | Leichtes Bürsten an unkomplizierten Stellen, Kontrolle auf loses Fell und behutsames Trocknen nach Spaziergängen im Nassen. | Dichtes, kompaktes Fell, feuchte Stellen, die lange nass bleiben, und schmerzhafte Verfilzungen. |
| Seidiges, lockiges oder langes Fell | Das Auseinanderteilen des Fells mit den Fingern und kurze Kammkontrollen – jeweils nur an einer kleinen Stelle. | Knoten nah an der Haut, hinter den Ohren, unter dem Geschirr oder in den Achselhöhlen. |
| Unbekannte Mischung oder sich veränderndes Welpenfell | Sich anfassen zu lassen, während du herausfindest, was das Erwachsenenfell später brauchen könnte. | Jede Verfilzung, jeder Geruch, Ausschlag oder jede Veränderung, die das Anfassen erschwert. |
Das Erwachsenenfell kann sich verändern, während dein Welpe wächst. Du musst also heute noch nicht jeden künftigen Pflegebedarf vorhersehen. Was du jetzt schaffen kannst, ist ein ruhiger Ablauf zum Kontrollieren, Bürsten und Trocknen – und die Sicherheit, bei Bedarf Hilfe zu holen. Diese Grundlage hilft bei jedem Felltyp. Sie ist später auch nützlich, wenn dein Hund auf Zecken untersucht werden muss, die Pfoten abgespült werden sollen oder ein Tierarztbesuch oder Termin beim Hundefriseur ansteht.
Für einen umfassenderen Rhythmus zu Hause nutze unsere Pflegeroutine für Hunde. Wenn du entscheidest, was zu Hause erledigt werden kann und was besser in professionelle Hände gehört, vergleiche die Fellpflege zu Hause mit der beim Hundefriseur. Familien mit einem Bichon können sich außerdem mit Tipps für das Gespräch mit dem Bichon-Hundefriseurauf ein konstruktives Gespräch im Hundesalon vorbereiten.
Was tun, wenn sich dein Welpe wehrt?
Mach die Aufgabe zunächst kleiner. Wenn dein Welpe zurückweicht, sobald du nach der Bürste greifst, leg sie auf den Boden und belohne schon einen Blick in ihre Richtung. Wenn ihm das Halten einer Pfote unangenehm ist, berühre zunächst das Bein oberhalb der Pfote und hör wieder auf. Wenn der Badebereich zu viel ist, übe mit der Matte in einem anderen Raum. Du belohnst damit kein Ausweichen. Du passt die Übung so an, dass dein Welpe Erfolg haben kann, ohne sich gefangen zu fühlen.
Prüfe zweitens, ob die Ursache körperlich sein könnte. Ein Welpe, der Berührungen gestern noch problemlos zugelassen hat, heute aber plötzlich aufjault, schnappt oder eine bestimmte Stelle nicht berühren lässt, könnte eine schmerzende Kralle, ein Hautproblem, eine Zecke, eine schmerzhafte Verfilzung oder ein anderes Problem haben, das tierärztlich abgeklärt werden sollte. Geh nicht davon aus, dass jede Reaktion ein Trainingsproblem ist. Schmerzen verändern, wie ein Welpe selbst sanfte Berührungen erlebt.
Schütze drittens das Fell, während ihr Vertrauen aufbaut. Bei einem Welpen, dessen Fell schnell verfilzt, sind kurze tägliche Kontrollen mit den Fingern oft schonender, als auf einen großen Knoten zu warten. Frag den Hundefriseur, ob ein kürzerer, pflegeleichterer Schnitt oder ein Termin zur behutsamen Gewöhnung den Druck verringern könnte, während ihr das Anfassen übt. Schneide Verfilzungen niemals mit einer Haushaltsschere heraus. Die Haut kann dabei in das Fell gezogen werden und lässt sich sehr leicht verletzen.
Hol dir schließlich frühzeitig fachkundige Unterstützung, wenn die Angst deines Welpen zunimmt, jemand gebissen werden könnte oder du notwendige Pflege nicht sicher durchführen kannst. Eine qualifizierte, belohnungsbasierte Hundetrainerin oder ein Hundetrainer, ein auf ängstliche Hunde eingestellter Hundefriseur und dein tierärztliches Team können dir helfen, einen individuellen Plan zu erstellen. Um Hilfe zu bitten, bedeutet nicht, dass das Training zu Hause gescheitert ist. Es schützt das Wohlbefinden deines Welpen und die Beziehung, die ihr gerade aufbaut.
Nützliche Lektüre für den nächsten kleinen Schritt
Der American Kennel Club bietet einen hilfreichen Überblick darüber, wie du Welpen auf das Anfassen und die Fellpflege vorbereitest, sowie praktische Ideen zur Vorbeugung von Berührungsempfindlichkeit. Der Leitfaden zum Unterschied zwischen Anfassen und Streicheln erklärt, warum ein Welpe Kuscheln genießen und trotzdem eine langsamere Gewöhnung an Pflegeroutinen brauchen kann.
Für die Gewöhnung ans Wasser lies die Hinweise des AKC zum Baden von Welpen. Auch die Hinweise zum Vorbereiten von Welpen auf Vorsorgeuntersuchungen und -maßnahmen sind hilfreich, wenn du behutsame Routinen für Ohren, Zähne und Pfoten aufbaust.
Häufig gestellte Fragen
Soll ich meinen Welpen in den ersten zwei Wochen täglich bürsten?
Du kannst an den meisten Tagen üben, aber eine Einheit darf aus nur ein oder zwei sanften Bürstenstrichen bestehen. Ein Fell, das schnell verfilzt, sollte möglicherweise täglich kurz kontrolliert werden, während dein Welpe sich daran gewöhnt.
Was, wenn mein Welpe in die Bürste beißt?
Nimm die Bürste ruhig weg, biete deinem Welpen in einiger Entfernung vom Pflegewerkzeug einen geeigneten Kauartikel an und versuche es später mit einem leichteren Schritt erneut, zum Beispiel indem er die Bürste aus etwas Abstand betrachtet.
Wann sollte ich anfangen, die Pfoten meines Welpen zu berühren?
Beginne mit einer kurzen, sanften Berührung, sobald dein Welpe sich bei dir eingewöhnt und etwas beruhigt hat. Hör wieder auf, bevor er das Bedürfnis verspürt, die Pfote wegzuziehen.
Braucht mein Welpe in den ersten vierzehn Tagen ein Bad?
Nicht unbedingt. Übe zunächst mit dem Raum, der Matte, dem Handtuch und dem sanften Geräusch von Wasser – es sei denn, dein Welpe muss tatsächlich sauber gemacht werden.
Kann ich gleichzeitig mit dem Krallenschneiden beginnen?
Es ist meist einfacher, zuerst das Berühren der Pfoten zu üben. Das Krallenschneiden kann zu einer eigenen kleinen Übung werden, sobald sich dein Welpe damit wohlfühlt, dass seine Pfoten berührt werden.
Was ist, wenn ein langhaariger Welpe bereits eine verfilzte Stelle hat?
Bearbeite nur eine lockere, leicht zu lösende Verfilzung. Bei einer festen, schmerzhaften oder hautnahen Verfilzung solltest du einen professionellen Hundefriseur oder eine Tierarztpraxis um Hilfe bitten, statt zu Hause daran zu ziehen oder sie aufzuschneiden.
Wann sollte ein Welpe zum ersten Mal zum Hundefriseur?
Frag einen Hundefriseur in deiner Nähe nach einem Angebot zur behutsamen Eingewöhnung von Welpen und nach den gesundheitlichen Voraussetzungen. Ein kurzer Kennenlerntermin kann sinnvoll sein, bevor eine komplette Pflege nötig ist.
Wann sollte ich einen Tierarzt kontaktieren, wenn mein Welpe sich gegen die Fellpflege wehrt?
Rufe an, wenn Berührungen Schmerzen verursachen, dein Welpe jault, Schwellungen oder Hautveränderungen auftreten, sich sein Verhalten plötzlich verändert oder du dir Sorgen machst, dass eine medizinische Ursache dahinterstecken könnte und es nicht nur ums Lernen geht.