Tierbuggy kaufen: Passform, Sicherheit und Anwendung

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Tierbuggys: Komfort und Stil unterwegs
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Ein Tierbuggy bietet einen rollenden Platz zum Ausruhen und Mitfahren. Er kann einem älteren Hund ermöglichen, an einem längeren Ausflug teilzunehmen, einem Tier in der Genesung – sofern der Tierarzt dies erlaubt – eine ruhigere Fahrt bieten oder kurze Wege für ein kleines Tier und seine Betreuungsperson erleichtern. Er ist weder eine medizinische Behandlung noch ein garantiert ausbruchsicherer Rückzugsort und ersetzt nicht jeden Spaziergang. Die richtige Wahl hängt vom Körperbau, Gesundheitszustand und Temperament des Tieres, von der Strecke und von der Person ab, die den Buggy schiebt.

Legen Sie fest, wofür der Buggy gebraucht wird

Beginnen Sie mit einem konkreten Einsatzbereich. Ein Buggy für ebene Gehwege in der Nachbarschaft muss andere Anforderungen erfüllen als ein Modell für beschädigte Wege, den Besuch in einer Tierarztpraxis oder den Weg vom Parkplatz zur Wohnung. Das Tier braucht vielleicht nach einem kurzen Spaziergang eine Pause, einen vollständigen Transport ohne eigenes Laufen oder einen sicheren Rückzugsort abseits des Fußgängerverkehrs. Notieren Sie die übliche Strecke, die Ausflugsdauer, den Untergrund, Treppen, Bordsteine, den benötigten Stauraum sowie die Art und Weise, wie das Tier ein- und aussteigen soll.

Wenn Schmerzen, Schwäche, Lahmheit, ein Zusammenbrechen oder eine ungewöhnlich geringe Belastbarkeit neu auftreten, lassen Sie das Tier vor der Auswahl eines Hilfsmittels tierärztlich untersuchen. Cornells Ratgeber zur Lahmheit bei Hunden erklärt, dass veränderte Bewegungen von Muskeln, Gelenken, Knochen, Nerven oder der Wirbelsäule ausgehen können. Ein Buggy kann das Laufen während eines Ausflugs verringern, erklärt aber nicht, warum das Laufen schwierig geworden ist.

Bei einem Tier, das sich von einer Operation oder Verletzung erholt, sollten Sie fragen, ob Fahrten im Buggy erlaubt sind, wie das Tier angehoben werden soll, welche Körperhaltung zulässig ist und wie viel Vibration oder Bewegung vertretbar ist. Bei einem älteren Tier ist Mobilitätsunterstützung am sinnvollsten als Teil eines umfassenderen Plans, der unter anderem eine Schmerzabklärung, Rehabilitation, Anpassungen im Zuhause und geeignete Hebehilfen umfassen kann.

Messen Sie das Tier und den nutzbaren Innenraum aus

Die angegebene maximale Traglast ist nur ein Ausgangspunkt. Ein kleiner, kräftiger Hund und ein langer, schlanker Hund können gleich viel wiegen, benötigen aber unterschiedlich geformte Innenräume. Messen Sie Ihr Tier in der Position, die es am häufigsten einnimmt. Bei vielen älteren Hunden ist die Liegelänge genauso wichtig wie die Höhe im Stehen.

  • Körperlänge: Messen Sie im Stehen den benötigten Abstand von der Brustvorderseite bis zum Rutenansatz und prüfen Sie zusätzlich die Liegeposition.
  • Höhe: Messen Sie das Tier im Sitzen und im Stehen, damit das Verdeck nicht auf Kopf oder Ohren drückt.
  • Breite: Messen Sie die breiteste bequeme Körperposition einschließlich eventuell verwendeter, geeigneter Unterstützung.
  • Gewicht: Halten Sie die vom Hersteller angegebene Grenze ein und rechnen Sie Decke, Näpfe sowie alles Weitere mit ein, was im Innenraum mitgeführt wird.

Vergleichen Sie diese Maße mit den Innenmaßen des Buggys, nicht mit seiner Außenbreite oder -länge. Das Tier sollte sitzen, liegen und seine Position verändern können, ohne an die Seiten gedrückt zu werden. Achten Sie darauf, dass die Liegeunterlage die Belüftungsöffnungen nicht verdeckt. Wenn zwei Tiere gemeinsam mitfahren, reicht das Gesamtgewicht allein nicht aus. Beide brauchen genügend Platz, um sich ohne Enge oder Konflikte einzurichten.

Älterer Hund sitzt in einem Tierbuggy mit Mesh-Einsätzen und hochgestelltem Verdeck
Länge und Höhe des Innenraums, Luftzirkulation, Einstieg und eine stabile Liegefläche sind genauso wichtig wie die maximale Traglast.

Achten Sie auf Einstiegshöhe und Beladen

Ein Buggy ist keine Hilfe, wenn das Einsteigen Schmerzen verursacht oder einen riskanten Sprung erfordert. Achten Sie auf einen niedrigen Einstieg, eine breite Tür oder einen abnehmbaren Innenraum, wenn dies den Bedürfnissen Ihres Tieres entspricht. Stellen Sie vor dem Einladen die Bremse fest. Platzieren Sie den Buggy auf ebenem Untergrund und halten Sie eine Hand am Rahmen.

Wenn das Tier angehoben werden muss, lassen Sie sich von Ihrem tierärztlichen Team zeigen, wie Sie Brustkorb und Hinterhand stützen, ohne einen schmerzenden Bereich zu verdrehen. Vergewissern Sie sich, dass die Betreuungsperson diesen Hebevorgang sicher wiederholen kann. Ein größerer Buggy bietet im Innenraum möglicherweise genügend Platz, ist aber trotzdem die falsche Wahl, wenn Innenraum und Rahmen zu schwer sind, um ihn in ein Auto zu laden.

Passen Sie Räder und Bremsen an die Strecke an

Kleine Räder lassen sich auf glatten Böden in Innenräumen und auf ebenen Gehwegen leicht lenken. Größere Räder und ein stabilerer Rahmen können Risse, befestigte Wege und kleine Unebenheiten mit weniger Erschütterungen bewältigen. Kein Rad macht unebenes Gelände zu einer glatten Strecke. Testen Sie den leeren Buggy deshalb nach Möglichkeit auf der tatsächlichen Route.

Der tierärztlich fundierte Ratgeber des American Kennel Club zu Tierbuggys empfiehlt, den Radtyp an das Gelände anzupassen und auf Innenraum, Sonnenschutz, Mesh-Belüftung sowie einen Befestigungspunkt im Innenraum zu achten. Achten Sie außerdem auf:

  • eine Bremse, die Sie erreichen können, während Sie den Griff festhalten;
  • Vorderräder, die sich ohne plötzliches Wackeln lenken lassen;
  • einen Rahmen, der auch bei langsamen Kurvenfahrten stabil bleibt;
  • eine Griffhöhe, die sich kontrollieren lässt, ohne dass sich die Betreuungsperson nach vorne beugen muss;
  • ein zusammengeklapptes Maß und Gewicht, die zum vorgesehenen Stauraum und Fahrzeug passen;
  • klare Angaben zu Gefälle, Joggen und maximaler Belastung.

Stellen Sie die Bremse fest, sobald der Buggy abgestellt wird – auch beim Ein- und Ausladen. Fahren Sie gerade und langsam an Bordsteine heran. Hängen Sie keine schweren Taschen an den Griff, sofern der Hersteller dies nicht ausdrücklich erlaubt, da das zusätzliche Gewicht am hinteren Ende die Stabilität beeinträchtigen kann.

Sorgen Sie für eine sichere, tiergerechte Begrenzung

Ein Verdeck spendet Schatten, doch Türen, Mesh-Einsätze und Verschlüsse halten das Tier im Innenraum. Schließen Sie vor dem Losfahren jede Öffnung. Prüfen Sie Reißverschlüsse und Verschlüsse auf Lücken und kontrollieren Sie das Mesh auf Risse. Wenn der Buggy über eine Innenleine verfügt, befestigen Sie sie an einem gut sitzenden Geschirr und nicht an einem Halsband. Die Leine sollte kurz genug sein, um einen Sprung über den Rand zu verhindern, aber lang genug für eine bequeme Sitz- oder Liegeposition.

Verlassen Sie sich nicht auf die Innenleine als einzige Sicherung. Ein erschrockenes Tier kann sich verdrehen, hochklettern oder durch ein geöffnetes Verdeck drücken. Halten Sie den Innenraum in Menschenmengen und in der Nähe fremder Tiere geschlossen. Ein Buggy kann Abstand zu Füßen und Verkehr schaffen, garantiert aber nicht, dass fremde Menschen, Hunde, Lärm oder plötzliche Bewegungen sicher oder angenehm für das Tier sind.

Planen Sie Belüftung, Schatten und Wetter ein

Ein Tier fährt näher an der warmen Oberfläche des Bodens und kann sich im geschlossenen Innenraum keinen anderen Platz suchen. Wählen Sie Mesh-Einsätze an mehr als einer Seite, halten Sie sie frei und nutzen Sie das Verdeck als Sonnenschutz, ohne die Luftzirkulation zu blockieren. Nehmen Sie Wasser mit, wählen Sie eine kühlere Tageszeit und verkürzen Sie den Ausflug, wenn sich das Wetter verändert.

Die ASPCA empfiehlt bei heißem Wetter frisches Wasser, Schatten und weniger körperliche Anstrengung. Bei extremer Hitze sollten Haustiere im Haus bleiben. Starkes Hecheln, Atemnot, vermehrter Speichelfluss, Schwäche, Verwirrtheit, Erbrechen, Kollaps oder Krampfanfälle erfordern sofortige Hilfe. Auch ein Kinderwagen für Haustiere im Schatten kann sich stark aufheizen – lassen Sie Ihr Tier deshalb niemals unbeaufsichtigt darin.

Auch bei Regenverdecken ist Vorsicht geboten. Verwenden Sie ausschließlich das für den jeweiligen Kinderwagen vorgesehene Verdeck, lassen Sie die Belüftung geöffnet und kontrollieren Sie Temperatur sowie Kondenswasser im Innenraum. Bei kaltem Wetter sollten Sie trockene Einstreu verwenden, die das Tier nicht einengt und das Netz nicht bedeckt.

Gewöhnen Sie Ihr Tier vor dem ersten Ausflug an den Kinderwagen

  1. Stellen Sie den Kinderwagen mit angezogener Bremse und geöffneter Öffnung in der Wohnung ab.
  2. Lassen Sie Ihr Tier ihn selbstständig erkunden, ohne es mit Gewalt hineinzusetzen.
  3. Legen Sie vertraute Einstreu hinein und belohnen Sie ruhiges Annähern.
  4. Schließen Sie die Abdeckung zunächst nur kurz, wenn sich Ihr Tier beruhigt hat.
  5. Schieben Sie den Wagen auf glattem Boden ein kurzes Stück und halten Sie dann an, um die Situation erneut einzuschätzen.
  6. Beginnen Sie mit einer kurzen, ruhigen Strecke im Freien, bevor Sie belebte Wege oder unebenen Untergrund ausprobieren.

Brechen Sie ab, wenn Ihr Tier wiederholt zu entkommen versucht, erstarrt, Laute von sich gibt, in einem kühlen Raum hechelt, nicht zur Ruhe kommt, Übelkeit zeigt oder Schmerzen zu haben scheint. Manche Tiere fühlen sich auch nach einer geduldigen Eingewöhnung in einem Kinderwagen nicht wohl. Das ist eine wichtige Erkenntnis und kein Trainingsversagen.

Bei Katzen ist besondere Vorsicht geboten

Für viele Katzen ist das Reisen in ungewohnter Umgebung stressig. Nur weil ein Kinderwagen verfügbar ist, sollte man ihn nicht automatisch als regelmäßige Beschäftigung ansehen. Cats Protection empfiehlt eine stabile, sichere und leicht zu reinigende Transportbox, in der die Katze genügend Platz zum Liegen und für Positionswechsel hat, sowie Belüftung an mindestens zwei Seiten. Von ungesichertem Transport im Auto wird abgeraten. Außerdem wird darauf hingewiesen, dass viele Rucksack-Transportboxen Katzen nicht ausreichend Platz oder Stabilität bieten.

Wenn der Kinderwagen für Katzen über eine abnehmbare Transportbox verfügt, die diese Anforderungen erfüllt, gewöhnen Sie Ihre Katze zunächst zu Hause an die Box. Lassen Sie sie die Box über mehrere Tage oder Wochen erkunden und brechen Sie ab, wenn sie weiterhin deutlich gestresst ist. Klären Sie bei Reisen mit Auto, Bahn oder Flugzeug die aktuell geltenden Transportbox-Regeln des jeweiligen Anbieters. Ein Kinderwagengestell ist nicht automatisch eine zugelassene Transportbox oder Fahrzeugsicherung.

Kinderwagen, Rollstuhl, Transportbox oder Bollerwagen für Haustiere?

  • Kinderwagen für Haustiere: für den passiven Transport und zum Ausruhen eines Tieres, das sich in einer geschlossenen Kabine sicher und ruhig verhält.
  • Hunderollstuhl: eine Gehhilfe, die aktive Bewegung unterstützt und eine Anpassung auf Grundlage einer Diagnose erfordert.
  • Transportbox: eine kleinere, sichere Abdeckung für notwendige Transporte, etwa zu Tierarztterminen oder bei bestimmten vom Anbieter genehmigten Reisen.
  • Bollerwagen: eine offene oder teilweise geschlossene Plattform, die mehr Bodenfläche bieten kann, aber eigene Prüfungen von Sicherung, Einstieg, Bremse und Standfestigkeit erfordert.

Ein Kinderwagen sollte die angenehme Bewegung nicht ersetzen, die Ihr Tierarzt weiterhin empfiehlt. Manche ältere Hunde profitieren von einem kurzen Spaziergang zum Schnüffeln und einer anschließenden Fahrt. Bei anderen gelten Bewegungseinschränkungen, sodass selbst das Ein- und Aussteigen eine tiermedizinische Frage ist. Unsere Checkliste zur Pflege älterer Hunde kann Ihnen dabei helfen, Fragen zu Beweglichkeit, Schmerzen, dem Zugang zum Zuhause und der Lebensqualität für den nächsten Tierarztbesuch zu sammeln.

Kleiner Hund fährt neben einer Betreuungsperson auf einem Gehweg in einem geschlossenen Kinderwagen für Haustiere
Beginnen Sie mit einer kurzen, ruhigen Strecke und bleiben Sie nah genug, um Körperhaltung, Atmung und Wohlbefinden zu beobachten.

Checkliste für den ersten Ausflug

  • Ihr Tier hat im Innenraum ausreichend Platz zum Sitzen, Liegen und für Positionswechsel.
  • Das Gesamtgewicht bleibt innerhalb der angegebenen Tragfähigkeit.
  • Die Bodenfläche ist stabil und trocken und mit geeigneter Einstreu ausgelegt.
  • Türen, Befestigungen des Verdecks, Netz, Rahmenverbindungen und Räder sind intakt.
  • Die Sicherungsleine im Innenraum ist an einem passenden Geschirr befestigt, nicht an einem Halsband.
  • Die Bremse hält auf ebenem Untergrund, bevor Sie Ihr Tier hineinsetzen.
  • Die Strecke ist für die Räder geeignet und vermeidet Treppen, steile Abhänge und unsichere Bordsteine.
  • Die Luftzirkulation ist gewährleistet, Schatten ist vorhanden und das Wetter ist geeignet.
  • Wasser, Reinigungsmittel und alle verordneten Pflegeutensilien sind eingepackt.
  • Die erste Fahrt ist kurz genug, um beim ersten Anzeichen von Unwohlsein umzukehren.

Ein gut ausgewählter Tierbuggy lässt sich einfach beschreiben: Er bietet dem Tier auch im Ruhezustand ausreichend Platz, bewältigt die tatsächlich geplante Strecke, ermöglicht ein sicheres Hineinsetzen, ist gut belüftet und gibt der betreuenden Person die Kontrolle. Wenn einer dieser Punkte unklar ist, sollten Sie das vor der ersten Fahrt klären.

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