Karabiner an Hundeleinen: Verschlüsse, Belastung und Verschleiß prüfen

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Karabiner für Hundeleinen im Praxistest: echte Sicherheit
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Die kurze Antwort: Die kurze Antwort lautet: Es gibt keinen universell „sichersten Karabiner“ für jede Hundeleine. Wie zuverlässig ein Verbindungselement ist, hängt immer vom gesamten System ab: vom Schnapper und der Verriegelung, von Leinenöse und Nähten, vom D-Ring an Halsband oder Geschirr, von der Zugrichtung, vom Verhalten des Hundes und vom Zustand der Hardware. Wählen Sie ein Verbindungselement, das für den vorgesehenen Zweck geeignet ist, beachten Sie die zugehörigen Herstellerangaben, prüfen Sie es vor jedem Spaziergang und betrachten Sie eine aufgedruckte Belastungsangabe nicht als Garantie dafür, dass es nicht versagen kann.

Ein Hund, der zieht, sich dreht, rückwärtsgeht, wälzt oder plötzlich losspringt, kann den Karabiner verdrehen und ihn in mehrere Richtungen belasten. Sand, Salz, Feuchtigkeit, Korrosion, abgenutztes Gurtband und ein zu locker sitzendes Geschirr können weitere Schwachstellen schaffen. Dieser Ratgeber zeigt, worauf Sie achten sollten, ohne eine feste Gewichtsgrenze festzulegen oder Angaben für Kletterausrüstung auf die Verwendung beim Gassigehen mit Hunden zu übertragen.

Hund zieht an einer Leine mit gespannter Karabinerverbindung
Beim plötzlichen Losspringen wird das Leinensystem dynamisch belastet. Karabiner, Befestigungsring, Gurtband und die führende Person müssen dabei gemeinsam betrachtet werden.

Was ein Leinenverbinder tatsächlich leisten muss

Das Verbindungselement verbindet die Leine mit einem Halsband, Geschirr oder einem anderen dafür vorgesehenen Befestigungspunkt. Seine Aufgabe ist mechanischer Natur: Es muss verbunden bleiben, den Schnapper geschlossen halten und die Kraft der Leine über die dafür vorgesehenen Teile des Systems übertragen. Es bringt einem Hund nicht bei, nicht zu ziehen, macht ein schlecht sitzendes Geschirr nicht ausbruchsicher und garantiert nicht, dass ein Hund in jeder Situation sicher befestigt bleibt.

Zu den gängigen Beschlägen gehören Bolzenkarabiner, Schnapphaken, verriegelbare Karabiner, Schraubkarabiner, selbstverriegelnde Karabiner und Wirbelösen. Die Bezeichnungen beschreiben den Mechanismus, nicht eine Sicherheitsklasse. Ein kleiner Schnapphaken kann für einen ruhigen Hund bei einem kontrollierten Spaziergang praktisch sein. Ein verriegelbares Verbindungselement kann sinnvoll sein, wenn ein zusätzlicher Öffnungsschritt dabei hilft, ein versehentliches Betätigen des Schnappers zu verhindern. Welche Lösung die richtige ist, hängt von Leine, Befestigungsring, Hund, Umgebung und den Angaben für genau dieses Modell ab.

Betrachten Sie die gesamte Verbindungskette. Der Karabiner kann unbeschädigt sein, während die Leinenöse ausgefranst ist, die Nähte sich lösen, der D-Ring verbogen ist oder der Hund aus dem Geschirr schlüpfen kann. Das schwächste oder ungünstig positionierte Teil kann darüber entscheiden, ob das System hält.

Belastung in Längsrichtung, offene Schnapper und Querbelastung

Technische Karabiner werden normalerweise für bestimmte Belastungsrichtungen und Bedingungen geprüft. Petzl erklärt, dass seine Verbindungselemente bei geschlossenem Schnapper und verriegelter Hülse entlang der Hauptachse am belastbarsten sind. Eine Belastung entlang der Nebenachse, quer über den Schnapper, bei geöffnetem Schnapper oder in einer ungünstigen Position verringert die Belastbarkeit dieses technischen Verbindungselements.

Das ist nützliches Fachvokabular, aber keine Zertifizierung für Hundeleinen. Die Kennzeichnung eines Kletterkarabiners bezieht sich auf die vorgesehene Ausrüstung, das Prüfverfahren, die Ausrichtung und die Gebrauchsanweisung. Sie sagt nicht, wie viel Kraft ein bestimmter Hund entwickeln kann, wie ein D-Ring an einer Leine liegt oder ob die übrigen Teile der Hundeleine dieselbe Belastbarkeit haben. Rechnen Sie eine kN-Angabe nicht in ein festes Hundegewicht um und vergleichen Sie zwei Karabiner nicht anhand einer einzigen Zahl, während Sie Schnapperkonstruktion, Passform, Verschleiß und Nähte außer Acht lassen.

Während des Spaziergangs kann sich das Verbindungselement drehen, wenn der Hund die Richtung wechselt. Ein D-Ring kann gegen den Schnapper drücken, die Leinenöse kann quer über dem Karabinerkopf liegen oder der Karabiner kann seitlich am Befestigungspunkt belastet werden. Einfach ausgedrückt handelt es sich dabei um Querbelastungen oder Situationen mit geöffnetem Schnapper: Die Kraft wirkt dann nicht mehr über den Teil, für dessen Belastung das Verbindungselement vorgesehen ist. Die sicherste Reaktion besteht darin, Verbindung und Handhabung zu verbessern, statt anzunehmen, eine höhere Belastungszahl würde die ungünstige Ausrichtung ausgleichen.

Schnapper, Verschluss und Verriegelung prüfen

Der Schnapper sollte sich leicht öffnen, vollständig zurückschnappen und ohne sichtbare Lücke am Karabinerkopf anliegen. Eine Verriegelungshülse oder ein zweiter Verschluss sollte die vorgesehene Bewegung vollständig ausführen und in der verriegelten Position bleiben. Falls der Hersteller eine rote oder andersfarbige Warnanzeige vorsieht, verwenden Sie diese genau so, wie es in der Anleitung beschrieben ist. Ein selbstverriegelnder Karabiner bietet keine „automatische Sicherheit“, wenn er nicht tatsächlich geschlossen ist oder durch Reibung bewegt werden kann.

Betätigen Sie den Schnapper von Hand, bevor Sie den Hund anleinen. Achten Sie auf eine schwergängige, körnige, langsame oder ungleichmäßige Rückbewegung. Prüfen Sie Scharnier, Niet, Karabinerkopf, Verriegelungshülse und jeden zusätzlichen Verschluss. Drücken Sie die Hardware nicht gegen eine harte Kante, um das Losspringen eines Hundes zu simulieren, hängen Sie kein Gewicht daran und führen Sie zu Hause keinen Stoßtest durch. Dabei kann ein Teil beschädigt werden, das zuvor unauffällig war. Außerdem lässt sich die tatsächliche Bewegung Ihres Hundes auf diese Weise nicht nachbilden.

Auch ein Bolzenkarabiner muss vollständig schließen. Der Schieber sollte in die geschlossene Position zurückkehren und der Auslöser darf nicht teilweise gedrückt bleiben. Ein Wirbel sollte sich wie vorgesehen drehen, ohne zu knirschen, übermäßig viel Spiel zu haben oder eine verbogene Öse aufzuweisen. Wenn Schnapper oder Verschluss nicht genau so funktionieren wie im Neuzustand, verwenden Sie das Verbindungselement nicht weiter, bis der Hersteller oder eine qualifizierte Fachkraft für Ausrüstung dazu rät.

Nahaufnahme eines verriegelbaren Karabiners an einem Leinen-Gurtband
Vor dem Spaziergang müssen sowohl die Verriegelungshülse als auch die Leinenverbindung eindeutig und vollständig auf ihren korrekten Sitz geprüft werden.

Passform und Kompatibilität sind wichtiger als ein wuchtiges Erscheinungsbild

Stimmen Sie das Verbindungselement auf die tatsächliche Leinenöse, das Gurtband, den D-Ring sowie den Befestigungspunkt an Halsband oder Geschirr ab. Die Öffnung sollte den vorgesehenen Ring aufnehmen, ohne ihn gegen Schnapper oder Karabinerkopf zu drücken. Der Ring sollte im belastbaren Bereich des Verbindungselements liegen und nicht quer über der Öffnung verkanten. Ein sehr großer Karabiner kann gegen das Bein des Hundes schwingen oder sich leichter drehen. Ein sehr kleiner kann den Ring einklemmen, den Schnapper in seiner Bewegung behindern oder nicht zwei Befestigungspunkte aufnehmen.

Prüfen Sie das Verbindungselement sowohl bei lockerer Leine als auch in der Position, die Ihr Hund normalerweise erzeugt. Es geht nicht darum, ein statisches Bild stabil wirken zu lassen. Entscheidend ist, ob die Hardware sicher sitzt, wenn der Hund sich dreht, das Tempo wechselt, neben Ihnen läuft oder sich kurz von Ihnen entfernt. Wenn sich Leine, Karabiner und D-Ring in den Schnapper verdrehen können, wählen Sie eine passende Kombination oder bitten Sie den Hersteller beziehungsweise eine Trainerin oder einen Trainer um Hilfe.

Gehen Sie nicht davon aus, dass der größte Karabiner für einen großen Hund am besten geeignet ist oder ein winziger Karabiner für einen kleinen Hund automatisch passt. Gewicht, Geschwindigkeit, Zugverhalten, Befestigungsgeometrie, Leinenmaterial und Umgebung verändern die Beurteilung. Eine haustierspezifische Angabe des Herstellers ist aussagekräftiger als eine allgemeine Kennzeichnung für Kletterausrüstung. Doch auch eine solche Angabe macht die Prüfung von Passform und Zustand nicht überflüssig.

Ziehen, Losspringen und Ausbruchsrisiko

Ein ruhiger Spaziergang belastet das System anders als ein plötzliches Losspringen. Ein Hund kann das Ende der Leine erreichen, seitlich ziehen, rückwärts aus dem Geschirr schlüpfen oder sich beim Versuch, einen Reiz zu erreichen, verdrehen. Ein solches Ereignis betrifft auch die führende Person. Halten Sie ausreichend Abstand zu Verkehr und anderen Gefahren, damit aus einem Problem mit dem Verbindungselement kein Notfall wird.

Prüfen Sie Geschirr und Halsband separat. Der AKC weist darauf hin, dass ein zu locker sitzendes oder schlecht angepasstes Geschirr einem Hund das Entkommen ermöglichen kann. Er empfiehlt, darauf zu achten, dass sich die Beine frei bewegen können, keine Scheuerstellen entstehen und der Hund sich nicht rückwärts herauswinden kann. Auch VCA beschreibt die Wahl von Halsband und Geschirr als eine Frage der individuellen Passform und des jeweiligen Kontexts beim Gassigehen. Ein sicher schließender Karabiner kann nicht ausgleichen, dass ein Geschirr über den Kopf rutscht oder ein Halsband für den Hund ungeeignet ist.

Wenn ein Hund stark zieht, einfriert, sich dreht oder zurückweicht, verringern Sie den Schwierigkeitsgrad der Strecke und bitten Sie eine qualifizierte Trainerin oder einen qualifizierten Trainer um einen tierschutzgerechten Plan für lockere Leinenführung und den Umgang mit Auslösern. Versuchen Sie nicht, ein Verhaltensproblem durch einen stärker einschränkenden Karabiner oder eine dauerhaft gespannte Leine zu lösen. Auch Schmerzen können die Bewegungen oder die Verträglichkeit von Ausrüstung verändern. Ein neues Hinken, Aufjaulen, eine Abneigung gegen das Spazierengehen, Husten oder eine Empfindlichkeit gegenüber der Ausrüstung sollte tierärztlich abgeklärt werden.

Wann eine Leine mit zwei Enden sinnvoll sein kann

Eine Leine mit zwei Enden kann an zwei dafür vorgesehenen Befestigungspunkten angebracht werden, häufig an einem Geschirr und einem Halsband. Der AKC beschreibt eine Zwei-Punkt-Befestigung als eine mögliche Option für bestimmte Situationen beim Gassigehen und Training. Sie kann eine zusätzliche Verbindung bieten, während ein Hund die lockere Leinenführung lernt. Sie ist jedoch keine absolute Rückfallebene und macht ein Entkommen nicht unmöglich.

Mehr Karabiner bedeuten auch mehr Schnapper, Ringe, Winkel und Entscheidungen bei der Handhabung. Beide Verbindungselemente müssen kompatibel und vollständig geschlossen sein und geprüft werden. Das Halsband muss bequem und korrekt angepasst bleiben. Die Leine darf die beiden Befestigungspunkte nicht in entgegengesetzte Richtungen ziehen oder einen der Schnapper aufdrücken. Befestigen Sie nicht zwei Karabiner an einem Zierring, einem Ring für die Erkennungsmarke oder einem Punkt, den der Hersteller der Ausrüstung nicht für die Leinenbefestigung vorgesehen hat.

Hund mit Geschirr und Leine auf einem felsigen Weg im Freien
Untergrund, Richtungswechsel und Ablenkungen können verändern, wie Leine und Befestigungsteile sitzen.

Material, Rost, Salz und Schmutz

Farbe, Glanz und Gewicht sagen nicht genug über Material oder Zustand eines Verbindungselements aus. Achten Sie auf Materialangaben, Pflegehinweise, Kennzeichnungen und angegebene Nutzungsgrenzen des Herstellers. Eine glänzende Oberfläche kann Verschleiß verbergen. Ein schweres Teil ist nicht automatisch stabiler, und ein leichtes Teil ist nicht automatisch schwach.

Salzwasser, Streusalz, Regen, Schweiß, Schlamm und feiner Sand können in ein Scharnier oder eine Verriegelungshülse gelangen. Rost, Lochfraß, weiße oder grüne Oxidation, eine raue Kante, ein verändertes Schnappergeräusch oder eine körnig laufende Verriegelung sind Gründe, die Verwendung zu unterbrechen und das Teil zu prüfen. Petzl, REI, DMM und EDELRID betonen in ihren Hinweisen zu technischer Ausrüstung gleichermaßen die Kontrolle auf Korrosion, Risse, Verformungen, scharfe Kanten, Verschleiß, eine korrekte Schnapperbewegung und eine ordnungsgemäß funktionierende Verriegelung.

Reinigen und trocknen Sie das Teil ausschließlich nach den Vorgaben des Herstellers. REI empfiehlt, Schmutz zu entfernen, das Teil bei Bedarf abzuspülen, gründlich zu trocknen und die Ausrüstung nicht feucht oder in salzhaltiger Umgebung zu lagern. Feilen, bohren, biegen, schleifen, lackieren oder erhitzen Sie ein Verbindungselement nicht und nehmen Sie keine anderen Veränderungen daran vor. Verwenden Sie kein Haushaltsöl und kein Lösungsmittel, das Schmutz anziehen, die Oberfläche beschädigen oder den Verriegelungsmechanismus beeinträchtigen kann. Wenn keine Pflegehinweise des Herstellers vorliegen, fragen Sie vor der Verwendung nach – insbesondere dann, wenn ein Entkommen gefährlich wäre.

Prüfen Sie das gesamte Leinensystem vor jedem Spaziergang

  1. Korpus des Verbindungselements: Achten Sie auf Risse, Verbiegungen, Dellen, tiefe Kratzer, scharfe Kanten, Lochfraß, Korrosion oder eine veränderte Form.
  2. Schnapper und Verschluss: Öffnen Sie den Verschluss von Hand und lassen Sie ihn wieder los. Er sollte vollständig schließen und bündig an der Nase anliegen. Vergewissern Sie sich, dass jede Sicherung bzw. Sicherungshülse vollständig in die geschlossene Position zurückkehrt.
  3. Wirbel und Öse: Achten Sie auf eine verbogene Öse, übermäßiges Spiel, Schleifgeräusche oder ein Gelenk, das sich nicht mehr wie vorgesehen bewegt.
  4. Leinenschlaufe und Nähte: Achten Sie auf ausgefranstes, eingeschnittenes, geschmolzenes, angekautes oder gedehntes Gurtband sowie auf Stellen, an denen es sich herausgezogen hat. Überprüfen Sie die Nähte an der Befestigung des Verbinders.
  5. Ring an Halsband oder Geschirr: Vergewissern Sie sich, dass der D-Ring nicht verbogen, gerissen oder locker ist und nicht gegen den Verschluss drückt. Überprüfen Sie den Sitz, während sich der Hund bewegt.
  6. Umgebung: Berücksichtigen Sie Sand, Salz, Regen, Eis, scharfe Kanten, Verkehr, Dunkelheit und die wahrscheinliche Reaktion Ihres Hundes. Wählen Sie eine einfachere Strecke, wenn die Ausrüstung oder der Handlungsspielraum wenig Sicherheit bieten.

Führen Sie die Kontrolle visuell und vorsichtig durch. Ein Teil, der nur schließt, wenn Sie ihn hineindrücken, eine Sicherung, die Kraft erfordert, oder ein Verbinder, der sich anders anfühlt, ist nicht bereit für den nächsten Spaziergang. Ein Foto eines fragwürdigen Teils kann bei einer Garantieanfrage oder professionellen Beurteilung hilfreich sein. Es ist jedoch kein Grund, das Teil weiter zu verwenden.

Wann Sie einen Verschluss oder Karabiner ersetzen sollten

Nehmen Sie den Verbinder aus dem Gebrauch, sobald Sie einen Riss, eine Verformung, Lochfraß, starke Korrosion, einen scharfen Grat, eine verbogene Nase, einen Spalt am Verschluss, eine unzuverlässige Feder, eine fehlerhafte Sicherung oder übermäßigen Verschleiß feststellen. Ersetzen Sie ihn auch nach einem heftigen Stoß, einem Sturz oder einer Quetschung sowie wenn er möglicherweise durch ein ungeklärtes Entlaufen beschädigt wurde – selbst wenn kein Schaden offensichtlich ist. Ersetzen Sie die Leine, wenn ihr Gurtband oder ihre Nähte ausgefranst, eingeschnitten, geschmolzen, angekaut oder dabei sind, sich zu lösen.

Eine verlässliche allgemeine Angabe in Monaten oder Spaziergängen gibt es nicht. Befolgen Sie die Hinweise des Herstellers zur Lebensdauer und Kontrolle und berücksichtigen Sie anschließend, wie häufig das Produkt Regen, Salz, Sand, Zug, Kauen und Stößen ausgesetzt ist. Wenn die Vorgeschichte unbekannt oder die Kennzeichnung nicht mehr lesbar ist, sollten Sie es ersetzen, statt zu raten. Reparieren Sie einen verbogenen oder gerissenen Verbinder nicht selbst zu Hause.

Was der Verbinder nicht leisten kann

Die Hardware kann dabei helfen, die Verbindung sicher zu organisieren. Sie kann jedoch nicht feststellen, ob Ihr Hund Schmerzen hat, und auch keinen Trainingsplan auswählen. Wenn Ihr Hund plötzlich lahmt, ein Bein nicht belastet, bei Berührung aufschreit, ein geschwollenes oder verformtes Bein hat oder ungewöhnlich ungern spazieren geht, brechen Sie den Spaziergang ab und wenden Sie sich an eine Tierarztpraxis. VCA und Merck beschreiben Lahmheit als ein Anzeichen mit vielen möglichen Ursachen; möglicherweise sind eine Untersuchung oder bildgebende Verfahren erforderlich.

Suchen Sie bei einem Kollaps, Atemproblemen, unkontrollierbaren Blutungen, Verdacht auf eine Vergiftung, starken Schmerzen oder einem Hund, der sich nicht sicher transportieren lässt, umgehend tierärztliche Hilfe. Bei wiederholtem Ziehen, Panik, Leinenaggression oder wenn sich Ihr Hund rückwärts aus der Ausrüstung herauswindet, wenden Sie sich an eine qualifizierte Hundetrainerin, einen qualifizierten Hundetrainer oder eine Fachperson für Verhalten. Die Ausrüstung sollte diesen Plan unterstützen, nicht ersetzen.

Häufig gestellte Fragen

Sind Karabiner für Hundeleinen sicherer als Bolzenverschlüsse?

Nicht automatisch. Entscheidend sind der Mechanismus des Verbinders, seine Ausrichtung, der Sitz, die Sicherung, die Leinenschlaufe, der Befestigungsring, der Zustand und das Verhalten des Hundes. Beurteilen Sie das gesamte System und befolgen Sie die Anleitung für das jeweilige Produkt.

Was bedeutet Querbelastung?

Damit ist gemeint, dass der Verbinder in eine weniger geeignete Richtung gezogen wird – häufig über den Verschluss oder die Nebenachse statt entlang der vorgesehenen Belastungsrichtung. Ein verdrehter D-Ring oder eine verdrehte Leinenschlaufe kann diese Position verursachen. Technische Belastungswerte können sich je nach Richtung ändern. Verwenden Sie daher den Wert für die Hauptachse nicht als Garantie für das Gassigehen mit einem Hund.

Zeigt eine kN-Kennzeichnung an, wie stabil eine Hundeleine ist?

Nein. Eine kN-Kennzeichnung bezieht sich auf eine bestimmte Prüfung und einen bestimmten Ausrüstungskontext. Sie legt kein allgemeingültiges Hundegewicht fest und beschreibt weder das Gurtband der Leine noch die Nähte, den D-Ring, die Ausrichtung des Verschlusses oder dynamische Bewegungen. Nutzen Sie die Angaben des Herstellers des Tierprodukts und überprüfen Sie das gesamte System.

Ist ein verriegelbarer Karabiner immer die beste Wahl?

Nein. Eine Sicherung bedeutet einen zusätzlichen Handgriff und einen weiteren Mechanismus, den Sie kontrollieren müssen. Sie kann sinnvoll sein, wenn Form und Anleitung zur Leine und zum Befestigungspunkt passen. Eine Hülse, die nicht vollständig verriegelt ist, sich durch Reibung lockert oder sich mit Sand füllt, ist jedoch nicht zuverlässig. Die richtige Wahl ist eine kompatible Hardware, die Sie zuverlässig schließen und kontrollieren können.

Kann eine Leine mit zwei Enden verhindern, dass mein Hund wegläuft?

Sie kann im Rahmen eines individuellen Plans mit Geschirr und Halsband eine zweite Verbindung bieten, aber keine sichere Rückhaltung garantieren. Beide Befestigungspunkte müssen dafür geeignet, passend eingestellt, geschlossen und überprüft sein. Zusätzliche Hardware kann außerdem Querbelastungen oder Druck auf den Verschluss verursachen.

Was soll ich tun, wenn der Verschluss rostig oder sandig geworden ist?

Verwenden Sie ihn nicht mehr für einen Spaziergang, bei dem ein Versagen schwerwiegende Folgen hätte. Befolgen Sie die Reinigungshinweise des Herstellers, sofern das Teil noch überprüft werden kann. Ersetzen Sie es, wenn Korrosion, Lochfraß, eine raue Kante oder ein verändertes Verschlussverhalten bestehen bleibt. Feilen, verbiegen oder schmieren Sie es nicht mit einem Haushaltsprodukt.

Wie oft sollte ich den Karabiner meiner Hundeleine ersetzen?

Richten Sie sich nach dem Zustand und den Angaben des Herstellers zur Lebensdauer, nicht nach einem festen Kalender. Ersetzen Sie den Verschluss nach einer Verformung, einem heftigen Stoß, einem fehlerhaften Schließmechanismus, bei Korrosion, Rissen, scharfen Kanten, übermäßigem Verschleiß oder unbekannter Vorgeschichte. Überprüfen Sie ihn vor jedem Spaziergang.

Wann sollte eine Hundetrainerin, ein Hundetrainer oder eine Tierarztpraxis hinzugezogen werden?

Wenden Sie sich bei wiederholtem Ziehen, Panik, reaktivem Verhalten oder Entlaufverhalten an eine Hundetrainerin, einen Hundetrainer oder eine Fachperson für Verhalten. Bei Schmerzen, Lahmheit, einer plötzlichen Veränderung der Bewegungen, Atemproblemen, Verletzungen oder einer Erkrankung, die den Umgang mit dem Hund beeinflusst, sollten Sie eine Tierarztpraxis aufsuchen. Ein Verbinder kann keine dieser Fragen beantworten.

Quellen und weiterführende Informationen

Diese Quellen stützen die Hinweise in diesem Leitfaden zu Belastungsrichtung, Pflege, Leinensitz und den Grenzen einer weiteren Abklärung. Technische Anleitungen zu Verbindern beziehen sich auf die jeweilige Ausrüstung und sollten nicht als Belastungsangabe für eine Haustierleine verstanden werden.

Eine ausführlichere Checkliste zur Vorbereitung finden Sie in unseren Ressourcen für Tierhalter. Sie kann Ihnen dabei helfen, Fragen und Beobachtungen zu sammeln, bevor Sie mit einem Tierarzt oder einer Trainerin bzw. einem Trainer sprechen.