Die besten Hundekämme für jedes Fell: Sicher pflegen
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Kurz gesagt: Ein Kamm eignet sich nicht für jedes Fell. Wählen Sie das Werkzeug passend zur Länge, Dichte und Struktur des Fells sowie zur jeweiligen Pflegeaufgabe. Mit einem Metallkamm lassen sich versteckte Verfilzungen aufspüren, eine Unterwollharke kann bei vielen Hunden mit Doppelfell lose Unterwolle herausarbeiten, und für kurzes, glattes Fell ist eine Gummistriegelbürste meist die bessere erste Wahl. Das passende Werkzeug sollte mit leichtem Druck durch das Fell gleiten. Es darf niemals eingesetzt werden, um schmerzhafte Verfilzungen gewaltsam zu lösen.
Dieser Ratgeber hilft Ihnen dabei, einen Hundekamm auszuwählen, ihn mit der passenden Bürste zu kombinieren und eine Pflegeroutine zu entwickeln, die Ihr Hund gut toleriert. Die Informationen dienen der allgemeinen Fellpflege und ersetzen keine Diagnose. Wenn Ihr Hund wunde Haut, offene Stellen, starke Verfilzungen oder Schmerzen bei Berührung hat, unterbrechen Sie die Pflege zu Hause und wenden Sie sich an einen Tierarzt oder eine erfahrene Fachkraft für Hundepflege.
Legen Sie zuerst die Pflegeaufgabe fest – dann wählen Sie den Kamm
Überlegen Sie zunächst, welches Ergebnis Sie erreichen möchten. Ein Kamm, der sich zum Kontrollieren eines langen Fells eignet, ist nicht automatisch das beste Werkzeug, um lose Haare aus kurzem Fell zu entfernen.
- Versteckte Verfilzungen aufspüren: Mit einem glatten Metallkamm mit grober und feiner Seite können Sie prüfen, ob ein längeres Fell bis zur Haut frei von Verfilzungen ist.
- Doppelfell lockern und lose Unterwolle herausarbeiten: Eine Unterwollharke oder ein geeignetes Werkzeug mit langen Zinken erreicht die lose Unterwolle. Wählen Sie die Zinkenlänge passend zum Fell und gehen Sie behutsam vor.
- Langes, seidiges oder lockiges Fell entwirren: Ein Kamm mit längeren Zinken eignet sich für kleine Bereiche – in der Regel, nachdem eine Bürste oberflächliche Verfilzungen gelockert hat.
- Lose Haare aus kurzem Fell entfernen: Eine Gummistriegelbürste oder eine weiche Borstenbürste ist oft angenehmer und effektiver als ein feinzinkiger Metallkamm.
- Flohkot erkennen: Ein Flohkamm kann dabei helfen, Hinweise aus dem Fell zu sammeln. Er ersetzt jedoch weder die Beratung durch einen Tierarzt noch einen geeigneten Plan zur Parasitenkontrolle.
Auch die Pflegeempfehlungen des American Kennel Club unterscheiden Werkzeuge nach Felltyp und Zweck. Gummibürsten eignen sich für kurzes Fell, Unterwollharken für viele Doppelfelle und grobzinkige Kämme können beim Entwirren helfen. In den professionellen Pflegestandards werden die Wahl des Werkzeugs, die Bestimmung des Felltyps und ein schonender Umgang zusammen betrachtet – statt ein einziges Werkzeug als Allzwecklösung anzusehen. Lesen Sie den Überblick des AKC über Felltypen und Bürsten und die professionellen Pflegestandards.
Der passende Hundekamm für jeden Felltyp
Rassebezeichnungen können erste Hinweise geben, doch jedes Fell ist anders. Ein Mischlingshund kann an verschiedenen Körperstellen unterschiedliche Werkzeuge benötigen. Achten und fühlen Sie, wie das Fell beschaffen ist: Liegt es kurz und glatt an, ist es lang und fließend, dicht mit einer zweiten Schicht, lockig oder drahtig?
Kurzes, glattes Fell
Boxer, Beagle, Chihuahua und viele kurzhaarige Mischlinge verlieren lose Haare, die nahe an der Felloberfläche liegen. Eine Gummistriegelbürste oder eine weiche Borstenbürste kann Haare und Schmutz aufnehmen, ohne von einem langen Metallkamm eine Aufgabe zu verlangen, für die er nicht gedacht ist. Verwenden Sie einen feinen Kamm nur für kleine Detailbereiche, zum Entfernen von Fremdkörpern oder zur Kontrolle an Stellen, an denen sich die Fellstruktur verändert.
Üben Sie nur wenig Druck aus. Kurzes Fell bietet zwischen Werkzeug und Haut weniger Polster, sodass wiederholtes Schaben auch bei scheinbar stumpfen Zinken reizen kann. Arbeiten Sie in Wuchsrichtung, hören Sie auf, wenn Ihr Hund zurückzuckt, und ertasten Sie Unebenheiten oder empfindliche Stellen mit den Händen. Die Pflegeempfehlungen der ASPCA für Hunde beschreiben Gummibürsten für glattes, kurzes Fell und empfehlen regelmäßige Fellpflege, um Flöhe, Flohkot und Veränderungen der Haut frühzeitig zu bemerken.
Mittellanges, langes und seidiges Fell
Retriever, Collies, Yorkshire Terrier und ähnliche Felltypen benötigen häufig zwei Pflegeschritte. Eine Zupf- oder Stiftbürste lockert oberflächliche Verfilzungen und entfernt lose Haare. Anschließend kontrolliert ein Stahlkamm die leicht zu übersehenden Stellen, etwa hinter den Ohren, unter dem Halsband, in den Achselhöhlen, an der Leiste und an den Rückseiten der Beine. Ein Kamm, der nur die obere Fellschicht erreicht, kann eine darunterliegende Verfilzung unentdeckt lassen.
Wählen Sie für den ersten Durchgang durch dichtes oder leicht verfilzendes Fell einen größeren Zinkenabstand. Verwenden Sie die feinere Seite erst, wenn sie frei durch das Fell gleitet und Ihr Hund sich weiterhin wohlfühlt. Lange Zinken sind nur dann sinnvoll, wenn sie die untere Fellschicht erreichen, ohne über die Haut zu ziehen. Der Fellpflege-Leitfaden der VCA empfiehlt, die Kammart an die Haarlänge anzupassen und nicht zu stark an Verfilzungen zu ziehen.
Doppelfell
Ein Doppelfell besteht aus einer schützenden Deckhaarschicht und einer weicheren Unterwolle. Dichte und Länge unterscheiden sich jedoch von Hund zu Hund. Golden Retriever, Deutsche Schäferhunde, Huskys, Labradore und viele Mischlinge benötigen möglicherweise zu unterschiedlichen Zeitpunkten eine Zupfbürste, eine Unterwollharke und einen Kamm zum Nacharbeiten. Die Harke entfernt lose Unterwolle, während der Kamm das Fell kontrolliert und kleine Verfilzungen aufspürt. Keines der beiden Werkzeuge sollte mit starkem Druck eingesetzt oder wiederholt über dieselbe Stelle gezogen werden.
Verwenden Sie eine Harke nicht als Werkzeug zum gewaltsamen Entfernen von Verfilzungen. Wählen Sie die richtige Zinkenlänge, führen Sie kurze Striche in Wuchsrichtung aus und kontrollieren Sie die Haut regelmäßig. Das Scheren eines gesunden Doppelfells ist keine Abkürzung gegen den sommerlichen Fellwechsel. Die Hinweise des AKC zu Doppelfell erklären, warum der Felltyp wichtig ist und warum ein stark vernachlässigtes oder verfilztes Fell professionell beurteilt werden sollte.
Lockiges, wolliges und drahtiges Fell
Bei Pudeln, vielen Doodle-Mischlingen, Bichons und manchen Terriern können sich Verfilzungen direkt an der Haut verstecken. Mit einer Zupfbürste lässt sich meist zunächst ein kleiner Bereich öffnen. Anschließend zeigt ein stabiler Kamm, ob sich die Zinken von der Haut nach außen durch das Fell führen lassen. Bei lockigem Fell ist nicht entscheidend, ob die Oberfläche fluffig aussieht, sondern ob der Kamm durch jeden kleinen Bereich gleitet, ohne hängen zu bleiben.
Drahthaar kann einen auf den jeweiligen Felltyp abgestimmten Pflegeplan erfordern, einschließlich einer Beratung zum Trimmen per Hand oder zum Scheren. Ein Kamm allein kann nicht zeigen, ob ein bestimmtes Fell geschoren oder in seiner ursprünglichen Struktur erhalten werden sollte. Ist das Fell dicht, die Haut empfindlich oder lässt sich Ihr Hund nur ungern anfassen, bitten Sie einen professionellen Hundefriseur, Ihnen das passende Werkzeug und die richtige Technik zu zeigen.
Worauf Sie bei einem Hundepflegekamm achten sollten
Wenn Sie Felltyp und Pflegeaufgabe kennen, können Sie den Kamm selbst genauer vergleichen. Diese Kriterien sind aussagekräftiger als eine Produktbezeichnung, die einfach nur „professionell“ oder „der beste“ verspricht.
- Abstand zwischen den Zinken: Breite Zinken eignen sich für den ersten Durchgang durch dichteres oder längeres Fell. Feinere Zinken sind zum Nacharbeiten und Kontrollieren gedacht, nicht dazu, mit Gewalt durch einen Knoten zu gehen.
- Länge der Zinken: Die Zinken sollten die benötigte Fellschicht erreichen, ohne gegen die Haut zu drücken. Bei langem Fell sind möglicherweise längere Zinken erforderlich als bei kurzem, dichtem Fell.
- Glatte Spitzen und gerade Zinken: Fahren Sie vor dem ersten Gebrauch mit einem sauberen Finger über die Enden. Scharfe, verbogene oder raue Zinken können die Haut kratzen oder am Fell hängen bleiben. Ersetzen Sie den Kamm, wenn sich die Zinken verformen.
- Bequemer Griff und passende Größe: Ein großer und ein kleiner Hund benötigen nicht unbedingt dieselbe Kammgröße. Wählen Sie einen Griff, den Sie kontrolliert halten können, ohne ihn fest umklammern zu müssen – besonders bei längeren Pflegesitzungen.
- Material und Reinigung: Metallkämme sollten frei von Rost und Rückständen sein. Befolgen Sie die Reinigungshinweise des Herstellers, entfernen Sie nach dem Gebrauch die hängen gebliebenen Haare und lassen Sie den Kamm vor der Aufbewahrung vollständig trocknen.
- Die Reaktion Ihres Hundes: Ein Werkzeug passt nicht gut, wenn Ihr Hund wiederholt zurückweicht, erstarrt, hechelt oder andere Anzeichen von Stress zeigt. Die passende Wahl hängt nicht nur davon ab, ob der Kamm das Fell erreicht, sondern auch von Komfort und Handhabung.
Bei langem oder doppelschichtigem Fell ist oft eine Kombination aus Bürste oder Unterwollharke und anschließendem Kamm sinnvoll. So entsteht weniger leicht die Versuchung, mit dem Kamm jedes lose Haar herausziehen zu wollen. Bei kurzem Fell kann die Kombination aus einer Gummibürste und den Händen bestehen, um Haut und Fell schnell zu kontrollieren.
So kämmen Sie Ihren Hund, ohne an der Haut zu ziehen
- Untersuchen Sie das Fell vor dem Start. Achten und fühlen Sie nach Kletten, feuchten Stellen, Flöhen, Rötungen, Schorf, Beulen oder einer schmerzhaften Reaktion. Kontrollieren Sie die Bereiche hinter den Ohren, unter dem Halsband, in den Achselhöhlen, rund um die Leiste und hinter den Beinen.
- Schaffen Sie eine ruhige Umgebung. Verwenden Sie einen stabilen, rutschfesten Platz in angenehmer Höhe. Halten Sie die erste Sitzung kurz und belohnen Sie ruhiges Verhalten. Binden Sie Ihren Hund nicht so an, dass er einem unangenehmen Werkzeug nicht ausweichen kann.
- Beginnen Sie an einer leicht zugänglichen Stelle. Starten Sie an der Schulter oder an der Seite, nicht an empfindlichen Stellen wie Gesicht und Rute oder an einer verfilzten Stelle. Lassen Sie Ihren Hund den Kamm sehen und beschnuppern, bevor Sie ihn einige Male sanft durch das Fell führen.
- Arbeiten Sie in kleinen Bereichen. Heben Sie bei längerem Fell einzelne Schichten an und bearbeiten Sie zuerst die darunterliegende Schicht, bevor Sie weiter nach oben gehen. Diese Technik wird manchmal als Bürsten in Linien bezeichnet. Eine Kontrolle mit dem Kamm ist nur dann sinnvoll, wenn er die Schicht erreicht, die Sie untersuchen möchten.
- Halten Sie das Fell fest, nicht die Haut. Ist eine lockere Verfilzung klein, stützen Sie das Fell oberhalb der Haut ab und lösen Sie den äußeren Rand mit möglichst wenig Druck. Hören Sie sofort auf, wenn der Kamm hängen bleibt, sich die Haut mitbewegt oder Ihr Hund Unbehagen zeigt.
- Schließen Sie mit einer Komfortkontrolle ab. Führen Sie den passenden Kamm noch einmal durch einige leicht zugängliche Bereiche und sehen Sie sich anschließend die Haut an. Entfernen Sie lose Haare aus dem Werkzeug und beenden Sie die Sitzung, solange Ihr Hund noch entspannt ist.
Ein Kamm sollte sanft durch das Fell gleiten. Mehr Druck bedeutet nicht, dass das Werkzeug besser funktioniert. Wiederholte Züge an derselben Stelle können zu wunden Stellen führen, selbst wenn das Fell am Ende glatt aussieht. Wenn Ihr Hund die Fellpflege nicht mag, erklärt unser Ratgeber So bürsten Sie einen Hund, der Fellpflege hasst wie Sie langsamer vorgehen und Ihren Hund behutsam an die Pflege gewöhnen können.
Kleine Verfilzungen, feste Filzstellen und wann Sie aufhören sollten
Eine kleine, lockere Verfilzung lässt sich möglicherweise mit einem für Haustiere geeigneten Entwirrprodukt und vorsichtigem Arbeiten von den Spitzen aus lösen. Eine feste Filzstelle ist etwas anderes. Sie kann an der Haut ziehen, Feuchtigkeit und Schmutz festhalten, Flöhe oder ein Hautproblem verbergen und schmerzhaft werden. Nicht jede Filzstelle lässt sich mit einem Kamm sicher entfernen.
- Fahren Sie vorsichtig fort: Die Verfilzung ist klein, Ihr Hund ist ruhig, die Haut ist gesund und der Kamm beginnt nach einigen sanften Durchgängen hindurchzugleiten.
- Hören Sie auf und holen Sie professionelle Hilfe: Die Filzstelle ist fest, liegt dicht an der Haut, erstreckt sich über mehrere Bereiche oder lässt sich nur mit Gewalt lösen. Bitten Sie einen Hundefriseur oder Tierarzt, die sicherste Methode zur Entfernung auszuwählen.
- Wenden Sie sich an Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt: Die Haut ist rot, feucht, geschwollen, blutet, riecht unangenehm oder ist von einer immer wiederkehrenden Verfilzung bedeckt. Hinter einem Fellproblem kann zusätzlich ein Haut- oder Parasitenproblem stecken.
Schneiden Sie eine Verfilzung niemals mit einer Haushaltsschere heraus. Hunde können sich plötzlich bewegen, und die Haut kann in der Verfilzung verborgen sein. Der Leitfaden der ASPCA zu verfilztem Fell empfiehlt, Verfilzungen, die sich nicht ausbürsten lassen, von einer Hundefriseurin, einem Hundefriseur oder einer Tierärztin beziehungsweise einem Tierarzt behandeln zu lassen. Eine Schere kann schwere Schnittverletzungen verursachen. Auch der tierärztlich geprüfte Leitfaden von PetMD zu verfilztem Fell unterscheidet zwischen einem kleinen Knoten und einer echten Verfilzung und erklärt, warum professionelle Hilfe die sicherere Wahl sein kann.
Passen Sie die Pflegeroutine an Welpen, ältere Hunde und empfindliche Haut an
Welpen
Frühes Gewöhnen kann die Fellpflege später erleichtern, aber ein Welpe braucht keine lange Pflegesitzung. Lassen Sie den Welpen ein weiches Pflegewerkzeug untersuchen, während er ruhig ist, berühren Sie zunächst nur eine Körperstelle, belohnen Sie ruhiges Verhalten und hören Sie auf, bevor der Welpe frustriert wird. Beginnen Sie mit dem sanftesten Werkzeug, das zum Fell passt, und beachten Sie die Empfehlungen Ihrer Züchterin, Ihres Züchters oder Ihrer Tierärztin beziehungsweise Ihres Tierarztes für das sich entwickelnde Fell.
Ältere Hunde
Ältere Hunde können schneller ermüden, steif werden oder sich unwohl fühlen, wenn sie lange bei der Fellpflege stehen müssen. Arbeiten Sie auf einer rutschfesten, niedrigen Unterlage, stützen Sie den Körper, ohne ein Gelenk zu überdehnen, und teilen Sie die Pflege in kurze Einheiten auf. Regelmäßige Fellkontrollen sind wichtig, da Verfilzungen Hautprobleme begünstigen und eine Beule oder wunde Stelle verbergen können. Der Ratgeber von VCA zur Pflege älterer Hunde empfiehlt häufiges Bürsten, um Verfilzungen vorzubeugen, und weist darauf hin, dass Verfilzungen Hauttumoren verbergen können. Lassen Sie neue Anzeichen von Empfindlichkeit tierärztlich abklären, statt sie einfach dem Alter zuzuschreiben.
Empfindliche Haut oder bekannte Allergien
Verwenden Sie ein sauberes, glattes Werkzeug und üben Sie nur wenig Druck aus. Kontrollieren Sie die Haut vor und nach der Pflege. Verwenden Sie in derselben Woche, in der Sie einen neuen Kamm ausprobieren, möglichst kein neues Spray, Shampoo, Parfüm oder Öl. So lässt sich leichter feststellen, was eine Reizung verursacht hat. Ein Kamm behandelt weder Allergien noch Infektionen oder Parasiten. Wenn Kratzen, Lecken, Haarausfall, Geruch, Rötungen oder wunde Stellen anhalten, vereinbaren Sie einen Termin für eine tierärztliche Untersuchung.
Wie oft sollte ich meinen Hund kämmen?
Richten Sie den Pflegeplan nach dem Fell und dem Zustand der Haut. Langes, seidiges, lockiges oder leicht verfilzendes Fell kann tägliche Pflege erfordern. Viele mittellange Felle oder Doppelfelle sollten mehrmals pro Woche kontrolliert werden, während des Fellwechsels häufiger und gründlicher. Ein kurzes, glattes Fell muss möglicherweise seltener gebürstet werden. Eine wöchentliche Kontrolle mit der Hand kann jedoch trotzdem frühzeitig Schmutz, Flöhe oder wunde Stellen aufdecken.
Verlassen Sie sich statt auf einen starren Zeitplan auf einen einfachen Test: Gleitet der passende Kamm nach dem Bürsten durch die betreffende Stelle, ohne hängen zu bleiben? Wenn nicht, verkürzen Sie die Abstände, wechseln Sie das Werkzeug oder lassen Sie sich die richtige Technik von einer Hundefriseurin oder einem Hundefriseur zeigen. VCA empfiehlt bei vielen langen, seidigen oder lockigen Fellen tägliches Bürsten und bei kurzen Fellen selteneres Bürsten, während der Leitfaden des AKC zu Herausforderungen bei der Fellpflege betont, dass Häufigkeit und Werkzeuge an Felllänge und -dichte angepasst werden sollten.
Reinigen Sie den Kamm und wissen Sie, wann er ersetzt werden muss
Entfernen Sie nach jeder Pflegeeinheit die Haare, die sich zwischen den Zinken verfangen haben. Reinigen Sie das Werkzeug entsprechend seinem Material und den Angaben des Herstellers, spülen Sie Rückstände ab oder wischen Sie sie weg und trocknen Sie es vollständig. Verwenden Sie einen verschmutzten Kamm nicht für mehrere Haustiere. Kontrollieren Sie vor der Anwendung Zinken und Griff. Verbogene, rostige, rissige oder raue Stellen können Haare ausreißen oder die Haut zerkratzen. Ein lockerer Griff erschwert außerdem die Kontrolle des Drucks.
Bewahren Sie den Kamm an einem trockenen Ort auf, an dem die Zinken nicht verbogen oder zerdrückt werden. Wenn Ihr Hund an einem ansteckenden Haut- oder Parasitenproblem leidet, fragen Sie Ihre Tierärztin, Ihren Tierarzt, Ihre Hundefriseurin oder Ihren Hundefriseur, wie Werkzeuge und Liegeplätze gereinigt werden sollten. Die Hygiene bei der Fellpflege gehört zu einer sicheren Versorgung und ist kein optionaler letzter Schritt.
Welche Rolle eine Bürste mit Föhnfunktion spielt
Eine Bürste mit Föhnfunktion ist ein anderes Werkzeug als ein Kamm. Die PetPulse Grooming Dryer Brush ist laut den aktuellen Produktangaben ein 2-in-1-Gerät zum Trocknen und Bürsten mit den Heizstufen Kaltluft, Warmluft und besonders warmer Luft. Sie ist für kurze Trocknungs- und Bürsteinheiten zu Hause gedacht – bei Hunden oder Katzen, die das Bürsten bereits tolerieren und schrittweise an einen Föhn gewöhnt wurden. Sie ersetzt keine Kammkontrolle, entfernt keine festsitzende Verfilzung und macht es nicht sicher, die Wärme an einer Stelle zu belassen.
Führen Sie den Luftstrom zunächst mit Abstand ein, halten Sie das Gerät ständig in Bewegung, prüfen Sie die Temperatur mit der Hand und lassen Sie Ihren Hund ausweichen. Für die Fellpflege, bei der ein separater feiner Sprühnebel und eine Bürste benötigt werden, ist die Viva Spray Handle Massage Brush für Tiere gedacht, die Bürsten und einen sanften Sprühnebel bereits akzeptieren. Gewöhnen Sie Ihr Tier an jede neue Empfindung einzeln und befolgen Sie die Produktanweisungen. Keines der beiden Produkte behandelt eine Hauterkrankung.
Häufige Fragen zu Hundekämmen
Wie wähle ich den passenden Hundekamm für den Felltyp meines Hundes?
Kein Kamm eignet sich für jedes Fell und jede Pflegeaufgabe. Ein Metallkamm ist bei vielen längeren Fellen ein hilfreiches Werkzeug zum Nacharbeiten und Kontrollieren. Bei einem Doppelfell kann zusätzlich ein Unterwollrechen oder eine Zupfbürste erforderlich sein, während ein kurzes, glattes Fell oft besser mit einer Gummibürste oder einer weichen Borstenbürste gepflegt wird. Wählen Sie das Werkzeug, das die benötigte Fellschicht mit möglichst wenig Druck erreicht.
Sollte ich meinen Hund zuerst bürsten oder kämmen?
Bei vielen langen Fellen oder Doppelfellen lösen Sie zunächst mit der passenden Bürste oder einem Rechen lose Haare an der Oberfläche. Anschließend kontrollieren Sie kleine Bereiche mit einem Kamm. Wenn der Kamm hängen bleibt, ziehen Sie nicht weiter. Die Reihenfolge kann sich ändern, wenn eine Hundefriseurin, ein Hundefriseur, eine Tierärztin oder ein Tierarzt Ihnen eine auf den Felltyp abgestimmte Methode gezeigt hat. Halten Sie sich dann an diese Anleitung.
Kann ich einen menschlichen Kamm für meinen Hund verwenden?
Ein menschlicher Kamm kann zu empfindliche oder zu eng stehende Zinken haben oder die falsche Länge für das Fell eines Hundes aufweisen. Ein Pflegewerkzeug für Haustiere mit glatten, stabilen Zinken und einem passenden Abstand lässt sich leichter kontrollieren. Verwenden Sie keinen Kamm, der sich verbiegt, an den Haaren hängen bleibt oder Ihrem Hund Unbehagen bereitet.
Kann ein Hundekamm eine Verfilzung entfernen?
Bei gesunder Haut und einem entspannten Hund kann ein Kamm bei einer sehr kleinen, lockeren Verfilzung helfen. Eine fest sitzende Filzstelle sollte niemals mit Gewalt durchgekämmt werden. Schneiden Sie sie nicht mit einer Schere heraus. Lassen Sie sich von einem professionellen Hundefriseur oder einer Tierärztin bzw. einem Tierarzt helfen – besonders wenn die Verfilzung nah an der Haut sitzt oder die Stelle wund aussieht.
Woran erkenne ich, dass ein Kamm die Haut meines Hundes kratzt?
Achten Sie während oder nach der Fellpflege auf Zusammenzucken, wiederholtes Wegziehen, Rötungen, Krusten oder eine Verhaltensänderung. Kontrollieren Sie die Spitzen der Kammzähne und verringern Sie den Druck. Hören Sie auf, wenn die Haut wund ist oder das Fell ein Problem verdeckt, und fragen Sie bei anhaltenden Reizungen eine Tierärztin oder einen Tierarzt um Rat.
Ersetzt ein Flohkamm die Vorbeugung gegen Flöhe?
Nein. Ein Flohkamm kann Flöhe oder Flohkot aus dem Fell entfernen, aber er kann nicht die gesamte Wohnumgebung beurteilen oder einen sicheren Plan zur Flohprophylaxe festlegen. Wenn Sie Flöhe finden oder Ihr Hund sich kratzt, wenden Sie sich an Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt. Dort erhalten Sie eine Empfehlung, die auf das Alter und den Gesundheitszustand Ihres Hundes sowie auf weitere Haustiere abgestimmt ist.
Wann sollte die Fellpflege ein Hundefriseur oder eine Tierärztin bzw. ein Tierarzt übernehmen?
Bitten Sie um Hilfe, wenn Sie eine Filzstelle nicht ohne Kraftaufwand durchkämmen können, Ihr Hund nicht sicher stillhalten kann, die Haut schmerzt oder verletzt ist oder das Fell eine rassespezifische Technik erfordert. Bei Wunden, Schwellungen, unangenehmem Geruch, Haarausfall, anhaltendem Juckreiz oder anderen Anzeichen, dass die Fellpflege ein gesundheitliches Problem verdecken könnte, ist eine Tierärztin oder ein Tierarzt die richtige Anlaufstelle.
Das Wichtigste in Kürze
Wählen Sie den Kamm passend zur Fellschicht und zur jeweiligen Aufgabe. Verwenden Sie nur so viel Druck wie nötig, kontrollieren Sie dabei immer wieder die Haut und lassen Sie den abschließenden Kammstrich zeigen, ob das Fell tatsächlich frei von Verfilzungen ist. Eine ruhige, kurze Pflegeroutine mit dem passenden Werkzeug ist hilfreicher als eine kraftvolle Behandlung mit einem Produkt, das für jeden Hund angepriesen wird.
Quellen für die Hinweise zur Fellpflege und Sicherheit
- American Kennel Club: So wählen Sie die richtige Hundebürste aus
- American Kennel Club: Nationale grundlegende Ausbildungsstandards für professionelle Hundefellpflege
- VCA Animal Hospitals: Fellpflege und Fellgesundheit bei Ihrem Hund
- ASPCA: Tipps zur Fellpflege bei Hunden
- ASPCA: So verhindern Sie, dass das Fell Ihres Haustiers verfilzt
- PetMD: So gehen Sie mit Verfilzungen bei Hunden und Katzen um