Reizarme Badepläne für Hunde mit Juckreiz: Ein Ratgeber zur Planung
Inhaltsverzeichnis
Leitfaden zur saisonalen Hautpflege
Baden kann Pollen und Gras aus dem Fell Ihres Hundes spülen. Häufige Vollbäder oder aggressives Shampoo können die ohnehin gereizte Haut jedoch zusätzlich austrocknen. Dieser Zielkonflikt führt dazu, dass viele fürsorgliche Halter in einer Woche zu viel und in der nächsten zu wenig tun.
Bei den meisten Hunden mit milden saisonalen Hautschüben genügt während aktiver Allergiephasen alle 1–2 Wochen ein sanftes Vollbad. Nach Spaziergängen mit hoher Pollenbelastung können Sie zusätzlich die Pfoten abspülen oder den Hund mit einem feuchten Tuch abreiben. In ruhigeren Erhaltungsphasen brauchen viele Hunde nur alle 2–4 Wochen ein Vollbad.
Hunde mit starkem Juckreiz, unangenehmem Geruch, wunden Stellen, Haarausfall, Ohrbeschwerden oder zunehmender Rötung brauchen tierärztliche Betreuung – nicht noch mehr Bäder. Ein sicherer Badeplan schont die Hautbarriere und hilft gleichzeitig, Pollen, Gras, Unkraut, Schimmelsporen und andere Allergene aus der Umwelt zu entfernen.
Entscheidend ist, mit der schonendsten Maßnahme zu beginnen, die die vermutete Belastung des Tages entfernen kann. Nach einem Spaziergang durch hohes Gras reicht möglicherweise das Abspülen der Pfoten. Nachdem sich Ihr Hund draußen gewälzt hat oder während eines milden, großflächigen Hautschubs kann ein Vollbad sinnvoll sein.
Baden kann oberflächliche Allergene reduzieren, heilt Allergien jedoch nicht. Die atopische Dermatitis des Hundes – eine entzündliche, häufig vererbte Neigung, auf Allergene aus der Umwelt zu reagieren – erfordert in der Regel eine fortlaufende Behandlung und nicht nur ein einzelnes Shampoo oder ein perfektes Badeintervall.
Dieser Leitfaden stellt zwei praktische Entscheidungshilfen vor:
- ✓Belastung der Hautbarriere: Ein Rahmen für den Hausgebrauch, mit dem sich Allergenbelastung, Juckreizintensität, Aggressivität des Shampoos, Badehäufigkeit, Qualität des Abspülens und trockene Haut nach dem Baden abwägen lassen.
- ✓Index für die minimal notwendige Reizung: Eine Methode, um die schonendste Reinigungsmaßnahme auszuwählen, die das Allergen voraussichtlich entfernt, ohne unnötig Shampoo, Reibung, Wärme oder Feuchtigkeit einzusetzen.
Diese Modelle dienen der praktischen Planung und sind keine tiermedizinisch validierten Diagnoseskalen. Sie können keine Infektion, Parasiten, Futtermittelallergie oder andere medizinische Ursache des Juckreizes erkennen.
Beachten Sie die Sicherheitsgrenzen in diesem Artikel, bevor Sie weitere Maßnahmen hinzufügen. Sobald die unmittelbare Entscheidung klar ist, kann der Leitfaden zur Fellpflege und Pflege zu Hause bei der Auswahl von Produkten, dem richtigen Badezeitpunkt, der Hautkontrolle, dem Trocknen und der professionellen Pflege helfen.
Wie oft sollten Sie einen Hund mit saisonalen Allergien baden?
Sind Sie unsicher zwischen dem Rat, Pollen abzuwaschen, und der Warnung, dass Baden die Haut Ihres Hundes austrocknen könnte?
Ein Badeplan, der sich an der Allergenbelastung, den Beschwerden und dem Hautzustand orientiert, hilft Ihnen bei einer wirksamen Reinigung, ohne automatisch wieder ein Vollbad zu geben.
Bei den meisten Hunden mit milden Beschwerden ist ein sinnvoller Badeplan bei saisonalen Allergien ein Vollbad alle 2–4 Wochen, solange die Haut ruhig ist, und alle 1–2 Wochen während eines aktiven saisonalen Schubs. Zwischen den Bädern können Sie gezielt die Pfoten abspülen oder den Hund mit einem feuchten Tuch abreiben.
Diese Häufigkeit ist ein Ausgangspunkt und keine verbindliche Vorgabe. Felltyp, aktuelle Behandlung, Infektionsrisiko, Zusammensetzung des Shampoos und die Anweisungen Ihres Tierarztes können den Badeplan deutlich verändern.
Die AAHA-Leitlinien von 2023 zum Management allergischer Hauterkrankungen bei Hunden und Katzen betonen, dass allergische Hauterkrankungen eine strukturierte Diagnostik und Behandlung erfordern. Flöhe, Infektionen, Reaktionen auf Futtermittel und Umweltallergien können ähnliche Symptome hervorrufen.
Auch das International Committee on Allergic Diseases of Animals weist darauf hin, dass eine äußerliche Behandlung einschließlich Baden bei atopischer Dermatitis des Hundes hilfreich sein kann. Die evidenzbasierten Behandlungsleitlinien des Komitees machen außerdem deutlich, dass die Behandlung auf die Beschwerden des einzelnen Hundes und erschwerende Faktoren abgestimmt werden sollte.
Welchen Badeplan sollten Sie diese Woche anwenden?
Nutzen Sie die folgende Häufigkeitsmatrix als quantitative Orientierung. Sie basiert auf einem einfachen Grundsatz: Entfernen Sie die relevante Belastung mit möglichst geringer Beanspruchung der Hautbarriere.
| Situation | Typische Anzeichen oder Belastung | Erste Reinigungsmaßnahme | Häufigkeit von Vollbädern | Wann Sie den Plan ändern sollten |
|---|---|---|---|---|
| Erhaltungswoche | Haut ruhig; wenig Kratzen; normale Spaziergänge | Bei Bedarf mit einem feuchten Tuch abreiben oder die Pfoten abspülen | Etwa alle 2–4 Wochen | Nach bekannter Belastung die gezielte Reinigung verstärken |
| Tag mit hoher Pollenbelastung | Trockener, windiger Tag; Kontakt mit Park, Rasen oder Unkraut | Pfoten abspülen sowie Bauch und Beine abwischen | Den bisherigen Badeplan beibehalten | Verwende ein Vollbad, wenn ein großer Teil des Körpers mit den Reizstoffen in Kontakt gekommen ist |
| Starker Kontakt mit Matsch oder Gras | Matsch, Pflanzenreste oder sichtbare Rückstände im Fell | Gezieltes Abspülen oder vollständiges Abspülen mit Wasser | Verwende Shampoo nur, wenn Wasser allein das Fell nicht sauber bekommt | Beende die Reinigung, wenn die Haut gerötet ist oder schmerzt |
| Leichter Schub | Häufigeres Pfotenlecken, Reiben am Gesicht oder leichte Rötung | Gezieltes Abspülen nach dem Spaziergang | Etwa alle 1–2 Wochen mit einem milden Shampoo | Wende dich an deine Tierarztpraxis, wenn die Anzeichen anhalten oder stärker werden |
| Akuter Schub | Häufiger Juckreiz oder großflächige Rötungen ohne offene Stellen | Mit der Tierarztpraxis abgestimmter, schonender Badeplan | Oft alle 1–2 Wochen, sofern nicht anders empfohlen | Bei einer Verschlechterung bitte umgehend tierärztliche Hilfe in Anspruch nehmen |
| Nach tierärztlicher Behandlung: medikamentöser Badeplan | Diagnostizierte Infektion oder Dermatitis | Verschriebenes Shampoo und Anwendungstechnik | Halte dich genau an die vorgegebene Häufigkeit | Kontaktiere die Tierarztpraxis, wenn Reizungen, Schmerzen oder neue Anzeichen auftreten |
Ein häufiger Irrglaube ist, dass allein die Badehäufigkeit darüber entscheidet, ob die Haut austrocknet. Tatsächlich hängt die Belastung der Haut von mehreren Faktoren ab: der Stärke des Reinigers, der Wassertemperatur, der Einwirkzeit, dem Abspülen, der Reibung, der Trocknungsmethode und dem bestehenden Hautzustand des Hundes.
Ein gründlich ausgespültes Bad mit einem für den Hund geeigneten, tierärztlich empfohlenen Reiniger kann weniger Reizungen verursachen als ein schlecht ausgespültes „mildes“ Shampoo. Rückstände spielen eine Rolle – ebenso wie wiederholtes Schrubben.
Wie funktioniert der Score für die Belastung der Hautbarriere?
Der Score für die Belastung der Hautbarriere, kurz SBLS, hilft dir bei der Entscheidung, ob heute Abwischen, Abspülen, Baden oder eine tierärztliche Einschätzung sinnvoll ist. Er dient als Orientierungshilfe für einheitliche Entscheidungen und ist kein medizinisch validiertes Bewertungssystem.
Vergib für jede Kategorie 0 bis 2 Punkte.
| SBLS-Faktor | 0 Punkte | 1 Punkt | 2 Punkte |
|---|---|---|---|
| Kontakt mit Allergenen | Kurzer Ausflug mit wenig Kontakt | Kontakt mit Rasen oder Parkflächen | Starker Kontakt mit Gras, Unkraut, Matsch oder Wegen in der Natur |
| Stärke des Juckreizes | Gelegentliches Kratzen im normalen Maß | Deutlich häufigeres Lecken oder Reiben | Anhaltendes Kratzen oder Schwierigkeiten, zur Ruhe zu kommen |
| Reizung durch das Shampoo | Kein Shampoo oder ein vom Tierarzt empfohlenes mildes Reinigungsmittel | Unbekannte Zusammensetzung | Entfettendes, stark parfümiertes oder reizendes Produkt |
| Badebelastung der letzten Zeit | In den vergangenen 2 Wochen kein Bad | Ein Bad in den vergangenen 7–14 Tagen | Mehrere Bäder in den vergangenen 7 Tagen |
| Gründlichkeit des Abspülens | Gründliches Abspülen möglich | Hastiges oder unsicheres Abspülen | Rückstände sind sichtbar oder das Fell fühlt sich beschichtet an |
| Trockene Haut nach dem Baden | Haut und Fell unauffällig | Leichte Schuppen oder ein gespannt wirkendes Fell | Rötungen, Schuppen oder verstärkter Juckreiz nach dem Baden |
Bewerten Sie die Gesamtpunktzahl mit Bedacht:
- 0–3 Punkte: Verwenden Sie ein feuchtes Mikrofasertuch oder spülen Sie bei Bedarf kurz die Pfoten ab.
- 4–6 Punkte: Spülen Sie gezielt betroffene Stellen oder nur einen Teil des Körpers ab und vermeiden Sie unnötiges Shampoo.
- 7–9 Punkte: Verringern Sie zusätzliche Reizungen und wenden Sie sich an Ihren Tierarzt, wenn die Beschwerden anhalten.
- 10–12 Punkte: Betrachten Sie die Punktzahl nicht als Aufforderung, häufiger zu baden. Lassen Sie sich tierärztlich beraten – insbesondere bei Rötungen, Schmerzen, unangenehmem Geruch oder Hautveränderungen.
Die Punktzahl lässt sich mit der elektrischen Belastung in einem Haushalt vergleichen. Ein kleines Gerät bringt das System nur selten an seine Grenze. Mehrere Belastungen gleichzeitig können das jedoch tun. Ein Spaziergang mit hoher Allergenbelastung, heißes Wasser, parfümiertes Shampoo, kräftiges Rubbeln und unvollständiges Abspülen können zusammen die Belastungsgrenze der Haut überschreiten.
Warum kann das Entfernen von Allergenen einem Hund mit Juckreiz helfen?
Pollen, Gräserpartikel, Unkrautreste und Schimmelsporen können sich auf dem Fell, den Pfoten, den unteren Beinen, dem Bauch und im Gesicht ablagern. Wenn diese Stoffe von der Oberfläche entfernt werden, kann das den weiteren Kontakt verringern und das Wohlbefinden verbessern – besonders nach einem Aufenthalt im Freien mit hoher Belastung.
Baden behebt jedoch nicht die zugrunde liegende Reaktion des Immunsystems. Laut dem Überblick des Merck Veterinary Manual zur atopischen Dermatitis beim Hund stützt sich die Diagnose auf die Krankengeschichte, passende Symptome und den Ausschluss anderer juckender Hauterkrankungen.
Dieser Unterschied ist wichtig. Wenn sich Ihr Hund wegen einer Flohallergie, Milben, Hefepilzen, Bakterien, einer Kontaktreizung oder einer futterbedingten Erkrankung kratzt, wird wiederholtes Abspülen von Pollen die eigentliche Ursache nicht beheben.
Unserer Erfahrung nach konzentrieren sich Halter oft auf das sichtbarste Ereignis: „Mein Hund hat nach dem Parkbesuch angefangen, sich zu kratzen.“ Der Park kann eine Rolle spielen, doch allein der zeitliche Zusammenhang beweist keine Pollenallergie. Ein Schub kann auch durch Flöhe, Feuchtigkeit zwischen den Zehen oder eine Infektion ausgelöst werden, die sich bereits entwickelt hatte.
Wenn die Beschwerden nach dem Schlafen oder Waschen der Bettwäsche auftreten und nicht nach Spaziergängen, sollten Sie Ihre Suche über Pollen hinaus ausweiten. Unser praktischer Ratgeber dazu, ob Hundebetten und Waschmittel Hautreaktionen auslösen ob Hundebetten und Waschmittel Hautreaktionen auslösen erklärt, wie Rückstände auf Textilien, Reinigungsmittel und Kontaktmuster empfindliche Haut beeinflussen können.
Wann ist das Abspülen der Pfoten besser als ein vollständiges Bad?
Das Abspülen der Pfoten ist meist die bessere Wahl, wenn der Kontakt auf den Bereich unterhalb der Hand- und Sprunggelenke oder auf den Bauch begrenzt ist und das übrige Fell sauber bleibt. So kommt die Haut weniger mit Shampoo in Kontakt, die Trocknungszeit verkürzt sich und die Pflege nach dem Spaziergang lässt sich auch in einem viel beschäftigten Haushalt gut umsetzen.
Spülen Sie die Pfoten ab nach:
- Kontakt mit Gras: Spülen Sie die Pfoten und unteren Beine ab, nachdem Ihr Hund auf einer behandelten oder stark pollenbelasteten Rasenfläche gelaufen oder gelegen hat.
- Kontakt mit Unkraut: Reinigen Sie den Bereich zwischen den Zehen und rund um die Ballen nach Spaziergängen im Gelände oder durch überwucherte Bereiche.
- Rückstände auf Gehwegen: Spülen Sie Staub, Streusalz oder Rückstände von Rasenbehandlungen ab, bevor Ihr Hund daran leckt.
- Schlamm und Nässe: Verwenden Sie zunächst nur Wasser und ein Reinigungsmittel erst dann, wenn Rückstände zurückbleiben.
- Gezieltes Lecken: Spülen Sie die betroffenen Pfoten ab, trocknen Sie sie sorgfältig und beobachten Sie, ob das Lecken nachlässt.
Verwenden Sie klares, lauwarmes Wasser, sofern Ihr Tierarzt kein Reinigungsmittel empfohlen hat. Achten Sie besonders auf die Zwischenräume der Zehen, da sich dort unbemerkt Feuchtigkeit und Schmutz sammeln können.
Tupfen Sie das Fell trocken, statt es zu rubbeln. Anhaltende Feuchtigkeit kann selbst zum Problem werden – besonders in tiefen Hautfalten oder bei dichtem Fell zwischen den Zehen.
Wann reicht das Abwischen aus?
Nach gewöhnlichem Kontakt mit möglichen Reizstoffen ist ein feuchtes Mikrofasertuch oft die schonendste Option. Wischen Sie Pfoten, Beine, Bauch, Brust und die äußere Schnauzenpartie ab. Augen, Nase, Gehörgänge, Genitalbereich und verletzte Haut sollten Sie dabei nicht kräftig reiben.
Abwischen eignet sich besonders, wenn:
- Der Kontakt gering war: Ihr Hund nur kurz in der Nachbarschaft spazieren war und nicht längere Zeit über Wiesen oder durch Felder gelaufen ist.
- Keine Symptome vorhanden sind: Sie mögliche Allergene entfernen möchten, bevor Ihr Hund an den Pfoten leckt oder sich das Gesicht reibt.
- Das Fell sichtbar sauber ist: Kein Schlamm, keine klebrigen Rückstände und keine größeren Pflanzenreste vorhanden sind.
- Das letzte Bad noch nicht lange zurückliegt: Ein weiteres gründliches Bad würde mehr reizen als nutzen.
- Ihr Hund sich gegen Baden wehrt: Ein ruhiges Abwischen mit einem Tuch verhindert einen stressigen Kampf und übermäßiges Reiben.
Verwenden Sie beim Abwischen des Körpers jeweils einen sauberen Abschnitt des Tuchs. Andernfalls könnten Sie Rückstände von den Pfoten auf den Bauch übertragen.
Sofern Ihr Tierarzt kein bestimmtes Produkt empfiehlt, lassen sich mit Wasser angefeuchtete Tücher oft besser einschätzen als parfümierte Pflegetücher. „Natürlich“ bedeutet nicht automatisch reizarm. Duftstoffe und Pflanzenextrakte können empfindliche Haut dennoch reizen.
Wie sieht eine gleichmäßige Pflegeroutine aus?
Eine praktische Pflegeroutine sollte sich auch in einer stressigen Woche zuverlässig umsetzen lassen. Das Ziel ist nicht eine möglichst gründliche Reinigung, sondern eine planbare Verringerung des Kontakts mit Reizstoffen bei möglichst geringer Belastung der Hautbarriere.
Eine beispielhafte Routine könnte so aussehen:
- Nach normalen Spaziergängen: Kontrollieren Sie Pfoten und Bauch und verwenden Sie nur dann ein feuchtes Tuch, wenn Ihr Hund durch Gras, Unkraut, Staub oder sichtbare Pflanzenreste gelaufen ist.
- Nach Spaziergängen mit stärkerem Kontakt zu möglichen Reizstoffen: Spülen Sie Pfoten und die unteren Beinpartien mit lauwarmem Wasser ab und tupfen Sie sie anschließend vollständig trocken.
- Alle 2–4 Wochen: Baden Sie Ihren Hund schonend und gründlich, wenn die Haut ruhig ist und das Fell gereinigt werden muss.
- Bei leichten Schüben: Baden Sie Ihren Hund alle 1–2 Wochen mit einem für Ihren Hund geeigneten, reizarmen Shampoo, das Ihr Tierarzt empfiehlt.
- Nach jeder Reinigung: Notieren Sie in den folgenden 24 Stunden Juckreiz, Rötungen, Geruch, Schuppen und Lecken an den Pfoten.
Dein Protokoll ist aussagekräftiger als die Erinnerung. Es kann zeigen, ob der Juckreiz nach einem bestimmten Spazierweg, frisch gemähtem Rasen, einem Shampoo, feuchten Pfoten oder zu einer bestimmten Jahreszeit auftritt.
Für einen umfassenderen Überblick über mögliche Auslöser und unterstützende Maßnahmen Natürliche Hilfe bei juckender Haut deines Hundes liefert die grundlegende Methodik, um Maßnahmen zur unmittelbaren Linderung von der Suche nach der zugrunde liegenden Ursache zu unterscheiden.
Diese Unterscheidung hilft, einen häufigen Planungsfehler zu vermeiden: Jede juckende Phase als Aufforderung für ein weiteres Bad zu verstehen.
Da sich saisonale Belastungen durch Wetter, Unkraut, Flöhe und Aktivitäten im Freien verändern, nutze unseren Ratgeber zur Gesundheitsvorsorge für Hunde im Herbst um den Bedarf an Maßnahmen gegen Allergien und Parasiten sowie an Gelenkpflege vorauszuplanen, bevor sich die Jahreszeit ändert.
Wann ist ein Ganzkörperbad, eine Pfotenwäsche, das Abwischen oder ein Tierarztbesuch sinnvoll?
Fragst du dich, ob eine schnelle Pfotenwäsche zu wenig bringt – oder ob ein weiteres Ganzkörperbad die gereizte Haut noch verschlimmern könnte?
Dieser Entscheidungsleitfaden hilft dir, die kleinste wirksame Reinigungsmaßnahme auszuwählen, und zeigt, wann die Pflege zu Hause beendet werden sollte.
Wähle die schonendste Option, mit der sich die wahrscheinliche Belastung entfernen lässt. Gehe nur dann vom Abwischen zur Pfotenwäsche, zum teilweisen Abspülen oder zum Ganzkörperbad über, wenn der betroffene Körperbereich und die Verschmutzung dies rechtfertigen.
Verzichte auf weitere Bäder zu Hause und ruf deinen Tierarzt an, wenn du unangenehmen Geruch, fettige Haut, wunde Stellen, Krusten, Haarausfall, gerötete Ohren, Kopfschütteln, Schmerzen, sich schnell verschlimmernde Rötungen oder starken Juckreiz feststellst.
Wie hilft der Index der geringstmöglichen wirksamen Reizung bei der Auswahl?
Der Index der geringstmöglichen wirksamen Reizung, kurz MEII, stellt den Reinigungsvorteil der zusätzlichen Reizung durch Shampoo, Reibung, warmes Wasser, Einwirkzeit und Trocknen gegenüber. Wie der SBLS ist auch er ein praktischer Entscheidungsrahmen und kein medizinisch validiertes Messinstrument.
Nach dem Branchenkonsens sollte bei einem Hund mit Verdacht auf eine Allergie geprüft werden, ob begleitende Infektionen oder andere Ursachen für den Juckreiz vorliegen. Die AAHA-Leitlinien empfehlen einen systematischen Diagnoseprozess, da eine übermäßige Vermehrung von Bakterien oder Hefen die geeignete Behandlung beeinflussen kann.
Nutze diese standardisierte Einschätzung:
| Option | Gereinigter Bereich | Kontakt mit Shampoo | Belastung durch Reibung und Trocknen | Geeignet für |
|---|---|---|---|---|
| Feuchtes Abwischen | Kleine oder leicht betroffene Bereiche | Keine | Sehr gering | Regelmäßiger Kontakt mit Pollen oder Staub |
| Pfotenwäsche | Pfoten und Unterschenkel | Meist keine | Gering | Gras, Unkraut, Streusalz oder örtlich begrenzter Kontakt an den Pfoten |
| Teilweises Abspülen | Bauch, Beine, Brust oder Hinterteil | Keine oder minimale | Gering bis mittel | Örtlich begrenzter Kontakt mit Schlamm oder Pflanzen |
| Ganzkörper-Spülung mit Wasser | Ganzer Körper | Keine | Mittel | Großflächiger Kontakt ohne öligen Rückstand |
| Ganzkörperbad mit Shampoo | Ganzer Körper | Ja | Mittel bis hoch | Verschmutztes Fell, großflächiger Kontakt oder planmäßige Pflege während eines Schubs |
| Medizinisches Bad | Vorgesehener Bereich oder ganzer Körper | Therapeutisch | Unterschiedlich | Diagnostizierte Erkrankung unter tierärztlicher Anleitung |
| Tierärztliche Untersuchung | Umfassende klinische Untersuchung | Wird von der Tierärztin oder dem Tierarzt festgelegt | Verhindert ungeeignete weitere Maßnahmen zu Hause | Warnzeichen, anhaltende Beschwerden oder ausbleibender Behandlungserfolg |
Die passende Reinigungsmethode ist die erste Option, mit der sich das vermutete Material ausreichend entfernen lässt. Mit einem feuchten Tuch lässt sich Schlamm, der zwischen den Zehen feststeckt, nicht vollständig entfernen. Nach einem fünfminütigen Spaziergang auf dem Gehweg wäre ein Ganzkörperbad mit Shampoo dagegen übertrieben.
Schnelltest
Welche Reinigungsmethode braucht dein Hund heute?
Dein Hund ist durch trockenes Gras gelaufen. Nur die Pfoten und Unterschenkel hatten Kontakt damit, und es gibt keine Wunden, keinen ungewöhnlichen Geruch und keine starken Beschwerden. Was ist die beste erste Maßnahme?
Wie sieht die Entscheidung Schritt für Schritt aus?
Beurteile zuerst die Beschwerden deines Hundes und berücksichtige danach den Kontakt mit möglichen Reizstoffen. Diese Reihenfolge ist wichtig, weil eine schwere Hauterkrankung nicht als reines Pflegeproblem behandelt werden sollte.
- Achte auf Warnzeichen: Achte auf ungewöhnlichen Geruch, Ausfluss, fettige Haut, Pusteln, Wunden, Krusten, Blutungen, Haarausfall, gerötete Ohren, Kopfschütteln, Schwellungen im Gesicht, deutliche Schmerzen oder ununterbrochenes Kratzen.
- Tierärztliche Hilfe wählen: Wenn ein Warnzeichen vorliegt, solltest du die häusliche Pflege nicht weiter intensivieren, sondern deine Tierarztpraxis kontaktieren.
- Kontaktbereich bestimmen: Stelle fest, ob die Pfoten, der Bauch, ein Teil des Körpers oder das gesamte Fell mit dem vermuteten Material in Kontakt gekommen sind.
- Mit einem feuchten Tuch beginnen: Verwende bei leichtem, trockenem Kontakt auf sauberer Haut und sauberem Fell ein feuchtes Tuch.
- Zu einer Pfotenspülung übergehen: Verwenden Sie lauwarmes Wasser, wenn sich Gras, Unkraut, Staub, Streusalz oder Rückstände vom Spazierweg an den Pfoten festgesetzt haben.
- Spülen Sie die betroffenen Stellen teilweise ab: Spülen Sie die Beine, die Unterseite oder die Brust ab, wenn diese Bereiche direkten Kontakt hatten.
- Baden Sie Ihren Hund vollständig: Baden Sie ihn, wenn er großflächig mit etwas in Kontakt gekommen ist, das Fell verschmutzt ist oder der geplante Badeplan während der Allergiesaison dies vorsieht.
- Verwenden Sie medizinisches Shampoo nur nach Anleitung: Halten Sie sich an die tierärztliche Diagnose, die Produktanweisungen, die Einwirkzeit, die Anwendungshäufigkeit und die Sicherheitshinweise.
- Beurteilen Sie den Zustand nach dem Trocknen erneut: Notieren Sie, ob Rötungen, Lecken, Reiben oder Kratzen besser, unverändert oder schlimmer werden.
Wenn ein Bad wiederholt zu stärkerem Juckreiz führt, stimmt das Verhältnis von Aufwand und Nutzen nicht – selbst wenn das Fell sauberer aussieht. Dieses Muster sollten Sie gemeinsam mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt überprüfen, einschließlich des verwendeten Produkts und der Waschtechnik.
Wie geben Sie Ihrem Hund ein besonders hautschonendes Vollbad?
Für ein hautschonendes Bad brauchen Sie lauwarmes Wasser, eine sanfte Vorgehensweise, ein geeignetes Shampoo, die richtige Einwirkzeit, gründliches Ausspülen und sorgfältiges Trocknen. Das Bad sollte kontrolliert und ruhig ablaufen – nicht hektisch.
Vor dem Bad
Legen Sie Handtücher, Shampoo, eine rutschfeste Unterlage sowie einen Becher oder eine sanfte Brause bereit, bevor Sie Ihren Hund zum Badeplatz bringen. Lange Unterbrechungen setzen die nasse Haut unnötig lange der Feuchtigkeit aus und machen den Hund unruhig.
Bürsten Sie Ihren Hund nur, wenn sich seine Haut angenehm anfühlt und frei von wunden Stellen ist. Kratzen Sie nicht an Krusten, Schorf oder schmerzhaften Verfilzungen.
Die Wassertemperatur ist ein wichtiger Faktor, denn zu heißes Wasser kann Beschwerden verstärken. Unser Ratgeber Wassertemperatur beim Hundebad: Komfort, Hautkontrolle und sicherere Entscheidungen beim Badenverwendet 32–37 °C als praktikablen Temperaturbereich und erklärt, wie Sie die Temperatur sicher prüfen.
Wenn Ihr Hund in der Nähe herkömmlicher Brausen ängstlich wird, kann ein kontrollierter, leiser Wasserstrahl das sanfte Abspülen erleichtern. Sehen Sie sich den Electric Spray Handle Massage Pet Spa Brush an, um zu beurteilen, ob die Kombination aus integrierter Brause und weicher Bürste zum Fell, zum Wohlbefinden und zur Baderoutine Ihres Hundes passt.
Während des Bads
Gehen Sie dabei in dieser Reihenfolge vor:
- Spülen Sie das Fell zunächst sanft ab: Befeuchten Sie das Fell mit lauwarmem Wasser und halten Sie den Wasserdruck niedrig.
- Schützen Sie empfindliche Bereiche: Halten Sie Shampoo und einen kräftigen Wasserstrahl von Augen, Nase, Maul und Gehörgängen fern.
- Tragen Sie das passende Reinigungsprodukt auf: Verteilen Sie es mit den Fingerspitzen, anstatt mit den Fingernägeln zu kratzen.
- Beachten Sie die Einwirkzeit: Halten Sie sich an die Angaben auf dem Etikett oder an die tierärztlichen Anweisungen. Gehen Sie nicht davon aus, dass eine längere Einwirkzeit bessere Ergebnisse bringt.
- Spülen Sie gründlich aus: Spülen Sie weiter, bis das Wasser klar abläuft und sich das Fell nicht mehr glitschig oder von einer Schicht überzogen anfühlt.
- Kontrollieren Sie schwer erreichbare Stellen: Spülen Sie Achselhöhlen, Leisten, Bauchfalten, Zwischenräume an den Pfoten und die Bereiche unter dichtem Fell aus.
- Vermeiden Sie wiederholtes Waschen: Ein zweiter Waschgang ist in der Regel nicht nötig, es sei denn, die Produktanweisung oder die Tierärztin bzw. der Tierarzt empfiehlt ihn.
Gründliches Ausspülen gehört zu den Maßnahmen, die Sie bei der Pflege der Hautbarriere Ihres Hundes besonders gut kontrollieren können. Zurückbleibende Reinigungsrückstände können das Ergebnis verfälschen: Sie bemerken erneut Juckreiz, können aber nicht erkennen, ob er durch eine Allergie, Rückstände, Reibung oder Wärme ausgelöst wurde.
Nach dem Bad
Tupfen Sie das Fell mit einem weichen Handtuch trocken. Reiben Sie nicht über entzündete Haut hin und her.
Wenn Sie einen Föhn verwenden, wählen Sie eine kühle oder niedrige Temperatur und halten Sie die Luft in Bewegung. Brechen Sie ab, wenn Ihr Hund unruhig oder unwohl wirkt. Starke Hitze bringt einen weiteren belastenden Faktor in ein ohnehin empfindliches System.
Überprüfen Sie die Haut, sobald das Fell trocken ist:
- Wohlbefinden: Wirkt Ihr Hund entspannter oder kratzt er sich häufiger?
- Rötung: Geht die rosige Haut zurück, bleibt sie unverändert oder wird sie stärker gerötet?
- Rückstände: Fühlt sich das Fell sauber an – nicht wachsig, klebrig oder stark parfümiert?
- Feuchtigkeit: Sind Zehenzwischenräume, Hautfalten, Achseln und Ohren äußerlich trocken?
- Verhalten: Reibt Ihr Hund weiterhin das Gesicht oder leckt er an den Pfoten?
Wenn Pflegeprodukte nach dem Baden Juckreiz auszulösen scheinen, prüfen Sie Duft und Rückstände, statt automatisch davon auszugehen, dass jede Pflegespülung beruhigend wirkt. Leave-in-Pflege für Hunde bei Juckreiz, Duft und Rückständen: Ein Vergleichsleitfaden bietet einen Vergleichsrahmen mit einheitlichen Bewertungskriterien für diese Faktoren.
Bei Hunden mit dichtem oder langem Fell kann die Trocknungstechnik ebenso wichtig sein wie die Wahl des Reinigungsprodukts. Vergleichen Sie Handhabung, Vorbereitung, Pflege und sichere Anwendung im Rahmen der Routine nach dem Baden mit einer Hunde-Föhnbürste bevor Sie entscheiden, ob ein Gerät zum Föhnen und Kämmen in Ihren Pflegeplan passt.
Was bedeuten Shampoo-Etiketten tatsächlich?
Shampoo-Etiketten können medizinisch präzise klingen, obwohl die Begriffe nur begrenzt bei der Einschätzung der Ursache helfen. Wählen Sie nach Verwendungszweck, Wirkstoffen, tierärztlicher Empfehlung und der Reaktion Ihres Hundes – nicht nach dem beruhigendsten Wort auf der Flasche.
| Shampoo-Kategorie | Was sie im Allgemeinen bedeutet | Mögliche Funktion | Wichtigster Hinweis |
|---|---|---|---|
| Normales Pflegeshampoo | Allgemeines Reinigungsprodukt | Für gesunde Haut und die regelmäßige Entfernung von Schmutz | Kann Duftstoffe oder stärkere Tenside enthalten |
| Hypoallergenes Shampoo | Entwickelt, um häufige Reizstoffe zu reduzieren | Für empfindliche Haut oder häufiges Baden nach tierärztlicher Empfehlung | „Hypoallergen“ garantiert nicht, dass keine Reaktion auftritt |
| Seifenfreies Shampoo | Verwendet synthetische Reinigungssubstanzen statt herkömmlicher Seife | Kann reinigen, ohne das Hautgleichgewicht durch einen hohen pH-Wert so stark zu beeinträchtigen | Seifenfrei bedeutet nicht automatisch frei von Duftstoffen |
| Hafer-Shampoo | Enthält kolloidales Hafermehl oder verwandte Inhaltsstoffe | Kann manche Hunde beruhigen und mit Feuchtigkeit versorgen | Es kann Infektionen weder diagnostizieren noch behandeln |
| Feuchtigkeitsspendendes Shampoo oder Shampoo mit Ceramiden | Enthält Inhaltsstoffe, die die Feuchtigkeitsversorgung oder die Barriere-Lipide unterstützen sollen | Trockene Haut oder eine beeinträchtigte Hautbarriere | Zusammensetzung und wissenschaftliche Belege unterscheiden sich je nach Produkt |
| Chlorhexidin-Shampoo | Antiseptischer Reiniger | Bestimmte bakterielle oder mit Hefepilzen verbundene Erkrankungen | Sollte den tierärztlichen Anweisungen und der empfohlenen Konzentration entsprechen |
| Antipilz-Shampoo | Enthält einen pilzhemmenden Wirkstoff | Diagnostizierte oder vermutete Pilz- oder Hefepilzerkrankungen | Eine falsche Anwendung kann die Diagnose verzögern |
| Verschreibungspflichtiges medizinisches Shampoo | Tierärztliches therapeutisches Produkt | Eine bestimmte Hauterkrankung oder Infektion | Anwendungshäufigkeit und Einwirkzeit richten sich nach der jeweiligen Behandlung |
Ein hypoallergenes Hundeshampoo ist nicht automatisch für jeden Hund mit Juckreiz geeignet. Der Begriff weist meist darauf hin, dass mögliche Reizstoffe oder Allergene reduziert werden sollen, garantiert aber keine universelle Verträglichkeit.
Auch ein seifenfreies Hundeshampoo ist nicht dasselbe wie ein medizinisches Shampoo. „Seifenfrei“ beschreibt das Reinigungssystem. „Medizinisch“ weist auf Wirkstoffe hin, die für einen bestimmten therapeutischen Zweck vorgesehen sind.
Haferflocken-Shampoo kann manchen Hunden Linderung verschaffen. Haferflocken bekämpfen jedoch weder bakterielle Infektionen, eine übermäßige Hefevermehrung oder Parasiten noch eine starke allergische Entzündung grundlegend. Diese Erkrankungen müssen diagnostiziert werden.
Chlorhexidin-Shampoo ist ein antiseptisches Produkt und nicht einfach eine besonders starke Variante eines Pflegeshampoos. Ein antimikrobielles Produkt auszuwählen, ohne die Ursache zu kennen, kann absehbar zu zusätzlicher Trockenheit, verzögerter Behandlung oder einer schwer einzuordnenden Reaktion führen.
Die begutachteten ICADA-Leitlinien behandeln antimikrobielle Shampoos im Zusammenhang mit Hautinfektionen, während nicht medizinische Bäder dabei helfen können, Allergene zu entfernen und das Wohlbefinden zu unterstützen. Diese Anwendungsbereiche sollten nicht gleichgesetzt werden.
Wann sollte man mit dem Baden aufhören und tierärztliche Hilfe suchen?
Das Baden zu Hause sollte nicht mehr die wichtigste Maßnahme sein, wenn die Anzeichen auf eine Infektion, eine erhebliche Entzündung, eine Ohrenerkrankung, Schmerzen oder eine andere Erkrankung hindeuten, die sich durch eine oberflächliche Reinigung nicht beheben lässt.
Wenden Sie sich in folgenden Fällen an Ihre Tierarztpraxis:
- Anhaltender Geruch: Ein muffiger, säuerlicher oder ungewöhnlicher Geruch kann bei Hefepilzen, Bakterien oder eingeschlossener Feuchtigkeit auftreten.
- Fettige oder wachsartige Haut: Dies kann bei entzündlichen oder infektiösen Hauterkrankungen auftreten.
- Wunde Stellen und Krusten: Offene, verkrustete, blutende oder schmerzhafte Stellen müssen tierärztlich untersucht werden.
- Haarausfall: Stellenweiser Haarausfall, abgebrochenes Haar oder dünner werdendes Fell können verschiedene medizinische Ursachen haben.
- Ohrsymptome: Rötungen, Ausfluss, Geruch, Kopfschütteln oder wiederholtes Kratzen können auf eine Ohrenentzündung hindeuten.
- Starker Juckreiz: Kratzen, das den Schlaf, das Fressen, das Gehen oder den normalen Alltag beeinträchtigt, sollte zeitnah tierärztlich abgeklärt werden.
- Schwellungen im Gesicht: Plötzliche Schwellungen, Nesselsucht, Atembeschwerden, Kollaps oder wiederholtes Erbrechen erfordern umgehend tierärztlichen Notfallrat.
- Zunehmende Rötung: Eine rasche Ausbreitung oder zunehmende Schmerzen sind kein Grund, ein stärkeres Shampoo zu verwenden.
- Keine Besserung: Symptome, die länger als ein paar Tage anhalten oder immer wieder auftreten, sollten tierärztlich abgeklärt werden.
- Verschlechterung nach dem Baden: Zunehmende Rötung, Zittern, Schmerzen oder starkes Kratzen können auf eine Reizung oder ein anderes Problem hindeuten.
Hunde können ihre Haut durch Lecken und Kratzen schnell verletzen. Ist die Hautbarriere erst einmal geschädigt, steigt das Risiko für eine Sekundärinfektion – und der ursprüngliche saisonale Auslöser ist möglicherweise nicht mehr das einzige Problem.
Bringen Sie Ihren Symptomtracker, das Produktetikett, die Badetermine, die Kontaktzeiten und Fotos zum Termin mit. So erhält die Tierärztin oder der Tierarzt eine deutlich bessere quantitative Ausgangsbasis als durch die Aussage: „Er juckt sich schon seit einer Weile.“
Baden zu Hause ist eine unterstützende Maßnahme. Es ersetzt weder eine Diagnose noch einen Allergietest oder die Behandlung einer Infektion und heilt auch keine atopische Dermatitis beim Hund.
Der Zeitpunkt des Badens spielt auch eine Rolle, wenn ein Parasitenmittel angewendet wurde. Bevor Sie einen kürzlich behandelten Hund baden, konsultieren Sie Wie lange nach einer Flohbehandlung darf ich meinen Hund baden? um den richtigen Zeitpunkt je nach Anwendungsart, Wirkstoff, Kontakt mit Wasser und aktueller Produktanweisung zu vergleichen.
Was ist die beste Baderoutine für einen juckenden Hund?
Sie suchen einen Zeitplan, der sich sowohl in ruhigen Wochen als auch an pollenreichen Tagen und bei plötzlichen Schüben umsetzen lässt?
Die beste Routine verbindet seltene, sanfte Ganzkörperbäder mit gezielter Reinigung und einer klaren Grenze, ab der tierärztliche Hilfe erforderlich ist.
Die beste Baderoutine bei saisonalen Allergien beim Hund besteht nicht einfach darin, häufiger zu baden. Entscheidend ist eine möglichst hautschonende Routine, die wahrscheinliche Allergene von der Haut entfernt und zugleich die Hautbarriere schützt.
Halten Sie sich an diesen wiederholbaren Plan:
- Wochen zur Erhaltungspflege: Baden Sie Ihren Hund etwa alle 2–4 Wochen vollständig, wenn die Haut ruhig ist. Nach gewöhnlichem Kontakt mit möglichen Reizstoffen genügen feuchte Abreibungen.
- Tage mit hoher Pollenbelastung: Spülen Sie die Pfoten ab und wischen Sie Bauch, Beine und Brust nach Kontakt mit Gras, Unkraut oder Wegen ab.
- Kontakt mit Schlamm: Spülen Sie zunächst gezielt betroffene Stellen oder den ganzen Hund mit Wasser ab und verwenden Sie Shampoo nur bei Bedarf.
- Wochen mit mildem Schub: Verwenden Sie etwa alle 1–2 Wochen ein für Ihren Hund geeignetes, hautschonendes Shampoo und spülen Sie die betroffenen Stellen zwischen den Bädern gezielt ab.
- Aktive oder zunehmende Schübe: Wenden Sie sich an Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt, statt ein stärkeres Shampoo zu verwenden oder häufiger zu baden.
- Behandlungspläne mit medizinischen Produkten: Halten Sie sich genau an das verschriebene Produkt, die Verdünnung, die Einwirkzeit und den vorgesehenen Zeitplan.
Entscheidend ist die gesamte Belastung der Hautbarriere – nicht allein die Anzahl der Bäder. Wassertemperatur, Shampooauswahl, Ausspülen, Reibung, Trocknen und die aktuelle Entzündung beeinflussen das Ergebnis maßgeblich.
Laden Sie die Übersicht zur Badehäufigkeit herunter oder speichern Sie sie und führen Sie daneben einen einfachen Symptomtracker. Wenn der Juckreiz anhält oder ein Warnzeichen auftritt, bringen Sie beide Aufzeichnungen sowie die Etiketten aller verwendeten Produkte zu Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt mit.
Druckbares Pflegeprotokoll
Wöchentliches Protokoll für Juckreiz und Baden
Notieren Sie Juckreizstärke, Aufenthalt im Freien, Badetag, verwendetes Shampoo und Veränderungen der Symptome. Die herunterladbare Textdatei enthält eine Tabelle für sieben Tage sowie Erinnerungen an Warnzeichen.
Wöchentliches Protokoll herunterladenHäufig gestellte Fragen
Sie sind noch unsicher, wie sich der Zeitplan im Alltag umsetzen lässt?
Diese Antworten behandeln die praktischen Fragen, die Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer am häufigsten stellen.
Kann ich die Pfoten meines Hundes nach jedem Spaziergang abspülen?
Sind tägliche Pfotenabspülungen zu häufig, wenn mein Hund auf Gras oder Pollen reagiert?
Eine Spülung mit klarem Wasser kann gezielt eingesetzt werden, sofern die Pfoten sorgfältig getrocknet werden und die Haut dabei unauffällig bleibt.
Ja. Eine kurze Pfotenspülung mit lauwarmem Wasser nach einem entsprechenden Kontakt mit Allergenen ist in der Regel weniger reizend als häufiges Shampoonieren. Nach jedem Aufenthalt im Haus oder jedem Spaziergang auf einem sauberen Gehweg müssen Sie die Pfoten nicht abspülen.
Trocknen Sie den Bereich zwischen den Zehen und achten Sie auf Rötungen, Geruch, Schwellungen oder vermehrtes Lecken. Wenn tägliches Abspülen das Problem offenbar verschlimmert, legen Sie eine Pause ein und bitten Sie Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt, die Pfoten zu untersuchen.
Kann ich meinen juckenden Hund einmal pro Woche baden?
Entfernt wöchentliches Baden mehr Allergene oder trocknet es die Haut aus?
Wöchentliches Baden kann zu manchen tierärztlichen Behandlungsplänen passen. Ob es geeignet ist, hängt jedoch von der Wahl des Shampoos, der Anwendungstechnik und der Diagnose Ihres Hundes ab.
Manche Hunde mit atopischer Dermatitis werden unter tierärztlicher Anleitung wöchentlich gebadet. Andere kommen besser mit selteneren Ganzkörperbädern und gezieltem Abspülen zurecht.
Wenn das Fell nach dem Baden trocken, schuppig oder gerötet wirkt oder der Juckreiz zunimmt, wechseln Sie nicht automatisch zu einem Produkt mit stärkerem Pflegeversprechen. Besprechen Sie Wassertemperatur, Shampoo, gründliches Ausspülen, Trocknen und Badehäufigkeit mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt.
Kann ich meinen Hund mit Menschenshampoo baden?
Kann ein mildes oder parfümfreies Menschenshampoo ein Hundeprodukt ersetzen?
Ein speziell für Hunde entwickeltes oder tierärztlich empfohlenes Reinigungsprodukt ist grundsätzlich die sicherere Wahl, da Produkte für Menschen auf die menschliche Haut und deren Anwendung abgestimmt sind.
Verwenden Sie keine Produkte gegen Schuppen oder Akne für Menschen sowie keine antimykotischen, ätherischen oder medizinischen Produkte, es sei denn, eine Tierärztin oder ein Tierarzt weist Sie ausdrücklich dazu an. Wirkstoffe und Konzentrationen können für Hunde ungeeignet sein, insbesondere wenn sie das Produkt ablecken.
Wenn nach dem Kontakt mit Pollen kein geeignetes Reinigungsprodukt verfügbar ist, ist eine einfache Spülung mit lauwarmem Wasser häufig die vorübergehend risikoärmere Wahl.
Heilt Hafershampoo saisonale Allergien bei Hunden?
Wenn Hafer die Haut beruhigt, bedeutet das dann, dass er die Allergie selbst behandelt?
Hafer kann bei manchen Hunden das Wohlbefinden der Haut unterstützen, heilt jedoch keine Umweltallergie und ersetzt keine Diagnose.
Bei einer saisonalen Allergie reagiert das Immunsystem. Gleichzeitig können Infektionen, Flöhe, Futtermittelreaktionen oder Kontaktreizungen vorliegen. Ein beruhigendes Shampoo lindert Beschwerden an der Hautoberfläche, beseitigt aber nicht jede zugrunde liegende Ursache.
Setzen Sie jedes Produkt ab, das Rötungen, Juckreiz oder Unwohlsein offenbar verstärkt – unabhängig davon, wie sanft es auf dem Etikett angepriesen wird.
Wie schnell sollte Baden den Juckreiz lindern?
Sollte Ihr Hund sofort aufhören, sich zu kratzen, nachdem die Pollen abgespült wurden?
Manche Hunde fühlen sich kurzfristig wohler. Eine anhaltende Entzündung kann jedoch auch dann fortbestehen, wenn Allergene von der Hautoberfläche entfernt wurden.
Beobachten Sie Ihren Hund in den nächsten Stunden und am darauffolgenden Tag. Achten Sie auf das Lecken an den Pfoten, Reiben am Gesicht, gestörten Schlaf, Rötungen, Geruch und neue Hautveränderungen.
Wenn der Juckreiz stark ist, länger als einige Tage anhält, immer wieder auftritt oder sich nach dem Baden verschlimmert, sollten Sie tierärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Häufigeres Baden ersetzt nicht die Abklärung der Ursache.
Sollte ich meinen Hund vor einem Termin in der Tierarztpraxis baden?
Hilft es bei der Untersuchung, die Haut zu reinigen, oder könnten dabei wichtige diagnostische Hinweise entfernt werden?
Fragen Sie in der Praxis nach, bevor Sie Ihren Hund baden – insbesondere bei Geruch, Ausfluss, fettiger Haut, Wunden oder Ablagerungen im Ohr.
Ein kürzlich durchgeführtes medizinisches Bad kann die Hautoberfläche verändern und beeinflussen, was die Tierärztin oder der Tierarzt untersuchen oder für eine Probe entnehmen kann. Rufen Sie in der Praxis an und lassen Sie sich anleiten, sofern Ihr Hund nicht mit einem gefährlichen Stoff verunreinigt ist.
Bringen Sie die Shampooflasche, vor dem Reinigen aufgenommene Fotos, Ihr Badeprotokoll und eine Liste der Floh- oder Zeckenmittel mit. Diese Dokumentation hilft der Tierärztin oder dem Tierarzt, den Schub nachzuvollziehen, ohne auf Vermutungen angewiesen zu sein.
Quellen und was diese Referenzen belegen
Die Zusammenfassung der AAHA ordnet Hautsymptome in einen diagnostischen Prozess und eine individuelle Behandlung ein. Sie bestätigt weder den Badebelastungswert in diesem Artikel noch sollte sie als fester Badeplan für zu Hause verstanden werden. Halten Sie die von der Tierärztin oder dem Tierarzt verordnete Häufigkeit und Einwirkzeit ein. Bringen Sie eine Dokumentation der Symptome vor und nach dem Waschen mit, statt die Behandlung zu ändern, weil sich eine im Haushalt errechnete Gesamtsumme erhöht oder verringert hat.