Katze ruht zu Hause in einer offenen Hartschalen-Transportbox, die mit einer vertrauten Decke ausgelegt ist

Die Transportbox in 14 Tagen stressfrei vertraut machen

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Eine Transportbox kann zu einem fremden Gegenstand werden, der nur auftaucht, wenn etwas Unangenehmes bevorsteht. Sie wird aus dem Schrank geholt, die Stimmung im Raum wird angespannt, das Tier wird hastig hineingesetzt und anschließend geht es mit dem Auto los. Kein Wunder, dass viele Katzen und manche kleinen Hunde gelernt haben, sich sofort zu verkriechen, sobald sie die Box sehen.

Eine behutsame Gewöhnung an die Transportbox verändert diese Erfahrung nach und nach. Statt die Box als Falle zu behandeln, lässt du sie Teil des Raums und einer vertrauten Routine werden – und schließlich zu einem Ort, den dein Tier freiwillig aufsuchen kann. Das Ziel ist nicht, dass dein Tier jede Fahrt liebt. Die Box soll weniger überraschend, besser vorhersehbar und leichter zu nutzen sein, wenn eine Fahrt oder ein Tierarztbesuch tatsächlich nötig wird.

Dieser 14-Tage-Plan ist ein Beispiel und keine Frist. Manche Tiere brauchen mehr als zwei Wochen, um sich überhaupt wohl dabei zu fühlen, sich der Box zu nähern. Andere bewältigen mehrere Schritte in wenigen ruhigen Übungseinheiten. Ein bereits verängstigtes Tier braucht möglicherweise einen noch kleineren Einstieg. Einen Tag zu wiederholen bedeutet nicht, zurückzufallen. So festigst du das, was ihr bereits gemeinsam erreicht habt.

Der Plan ist besonders für Katzen hilfreich, da die Vermeidung der Transportbox tierärztliche Versorgung erschweren kann. Er kann auch kleinen Hunden helfen, die in einer Transportbox oder Reisebox unterwegs sind. Bei jedem Tier stehen Wohlbefinden und Sicherheit an erster Stelle. Wenn ein dringender Tierarztbesuch nötig ist, solltest du die Behandlung nicht aufschieben, bis das Training Wirkung zeigt. Ruf in der Praxis an, erkläre die Schwierigkeiten mit der Transportbox und frag, wie du am besten vorgehen sollst.

Richte die Transportbox als sicheren Ort ein

Das Training gelingt besser, wenn die Transportbox selbst gut geeignet ist. Für eine Katze solltest du eine Box wählen, in der sie bequem stehen, sich drehen, sitzen und liegen kann, die gut belüftet und leicht zu reinigen ist. Viele Katzen profitieren außerdem von einer Box mit abnehmbarem Oberteil oder einer Öffnung, durch die das Praxispersonal bei einem Besuch besonders behutsam arbeiten kann. Für einen kleinen Hund wählst du eine sichere Box, die zur Größe des Hundes und zur geplanten Reiseart passt. Wenn du mit dem Flugzeug reisen möchtest, prüfe die aktuellen Vorgaben der Fluggesellschaft und der jeweiligen Strecke direkt, bevor du eine Box kaufst oder dich auf eine vorhandene verlässt.

Sobald du eine geeignete Transportbox hast, solltest du sie nicht mehr nur für besondere Anlässe aufbewahren. Stell sie in einen Raum, den dein Tier ohnehin nutzt. Lass die Tür vollständig geöffnet und achte darauf, dass sie nicht von selbst schwingt, klappert oder unerwartet zufällt. Lege nur dann vertraute Decken hinein, wenn sie sicher und stabil liegen und dein Tier sie bereits mag. Die Box sollte einen freien Ein- und Ausgang haben und keinen Anlass geben zu glauben, dass man jedes Mal darin eingesperrt wird.

Halte die Umgebung am Anfang auf die bestmögliche Art unspektakulär. Stell dich nicht um die Box herum, richte keine Kamera auf dein Tier, lass Kinder nicht hineingreifen und mach aus der ersten Erkundung keine inszenierte Trainingseinheit. Setz dich in die Nähe, lies, arbeite ruhig oder bewege dich ganz normal im Raum. Dein Tier sollte Zeit und Raum haben, zu schauen, zu schnuppern, sich zu entfernen und später zurückzukommen.

Die Checkliste für die Reisevorbereitung kann dir helfen, das Boxentraining mit den anderen Grundlagen für eine spätere Reise zu verbinden. Verwende sie, nachdem du die Box eingerichtet hast – nicht als Anlass, zu schnell voranzugehen. Eine ruhige, positive Verbindung zur Box ist hilfreicher als eine lange Liste, die hastig abgearbeitet wird.

Prüfe die Bereitschaft, bevor du zum nächsten Tag übergehst

Betrachte jeden Tag als Einladung, nicht als Pflichtaufgabe. Bevor du einen neuen Teil des Ablaufs hinzufügst, achte darauf, ob dein Tier in der aktuellen Situation entspannt bleiben kann. Wenn eine Katze oder ein Hund die Box erkundet, sich in ihrer Nähe niederlässt, eine angebotene Belohnung annimmt, nach dem Weggehen zurückkommt oder sich freiwillig hineinlegt, liefert das wertvolle Hinweise. Vollkommene Ruhe oder eine auffällige Zuneigungsbekundung sind nicht nötig.

Achte auch darauf, wenn ein Schritt zu groß ist. Sich verstecken, fliehen, erstarren, stark hecheln, wiederholt laut geben, hektisch kratzen, sich gar nicht erst nähern oder energisch zu flüchten versuchen sind keine Zeichen dafür, dass du es noch stärker versuchen solltest. Sie zeigen, dass du zu einem leichteren Schritt zurückkehren solltest. Stell die Box weiter weg, lass die Tür offen, verkürze die Übungseinheit oder kehre für einige Tage zu einer einfachen Gewöhnung zurück.

Die Wahlmöglichkeit ist entscheidend. Setz dein Tier nicht hinein, nur weil der Plan Tag 4 vorsieht. Schließ die Tür nicht, nur weil dein Tier einmal hineingegangen ist. Die Box sollte zunächst mit vorhersehbar angenehmen Erfahrungen und einem jederzeit möglichen Ausgang verbunden werden, bevor sie mit Eingesperrtsein oder Bewegung verknüpft wird. Wenn du jetzt langsam vorgehst, kann eine später unvermeidbare Fahrt weniger schwierig werden.

Kleiner Hund, der an einer offenen Transportbox schnuppert, während einige Meter entfernt eine Bezugsperson sitzt
Eine Transportbox wird vertrauenswürdiger, wenn ein Tier selbst entscheiden kann, ob es sich nähert, schnuppert und sich in seinem eigenen Tempo wieder entfernt.

Dein flexibler 14-Tage-Plan für das Boxentraining

Nimm dir jeden Tag nur ein paar ruhige Minuten. Eine formelle Trainingseinheit ist nicht nötig, wenn dein Tier die Box von sich aus aufsucht, während du in der Nähe bist. Braucht dein Tier mehr Zeit, wiederhole denselben Tag oder geh einen Schritt zurück. Die Reihenfolge ist hilfreich. Der Kalender ist keine Prüfung.

Tag 1 und 2: Die Transportbox wird Teil des Raums

Stell die saubere Transportbox an einen vertrauten, wenig frequentierten Ort und lass die Tür vollständig geöffnet. Lege ein schlichtes Handtuch, eine vertraute Decke oder eine bequeme Unterlage hinein, wenn dein Tier diese bereits mag. Tu zunächst nichts weiter. Lass dein Tier den Gegenstand wahrnehmen, ohne hineinzureichen oder die Tür zu bewegen.

Setz dich am zweiten Tag in die Nähe, während im Raum etwas Angenehmes und Alltägliches passiert. Du kannst am Eingang eine kleine, geplante Belohnung platzieren, wenn sie zur üblichen Ernährung deines Tieres passt und keinen Druck erzeugt. Wenn dein Tier nicht näher kommen möchte, musst du es nicht weiter anlocken. Belohne jeden ruhigen Blick oder jede Annäherung aus einer angenehmen Entfernung und beende dann die Übungseinheit.

Tag 3 und 4: Zum Erkunden einladen, nicht zum Hineingehen drängen

Lege eine geeignete Belohnung oder einen vertrauten Gegenstand zunächst direkt vor den Eingang und – wenn sich dein Tier damit wohlfühlt – anschließend knapp hinter die Schwelle. Bei einem Tier mit starker Angst vor der Transportbox beginnst du in größerem Abstand. Entscheidend ist, dass dein Tier selbst bestimmt, ob es näher kommt. Stell kein Futter hinein, wenn dein Tier ohnehin befürchtet, dass normale Fütterungsroutinen Teil des Drucks werden könnten.

Eine Katze schnuppert vielleicht, setzt eine Pfote hinein und geht wieder. Ein kleiner Hund schaut möglicherweise zur Box, läuft einmal um sie herum und entfernt sich. Das sind hilfreiche erste Reaktionen. Gib deinem Tier Zeit. Du musst es nicht rufen oder verfolgen und nach einem ersten Erfolg auch nicht die Tür schließen.

Tag 5 und 6: Eine Weile bei offener Tür entspannen

Wenn dein Tier freiwillig hineingeht, lass es einige Sekunden ruhig bei geöffneter Tür darin bleiben. Du kannst in der Nähe sitzen, leise sprechen oder eine kleine, geplante Belohnung weit hinten platzieren – aber nur, solange sich dein Tier damit wohlfühlt. Lass es jederzeit wieder herausgehen. Die Box sollte nicht plötzlich zu einem Ort werden, an dem du den Eingang versperrst.

Katze, die in einer vollständig geöffneten Transportbox mit freiem Ausgang ruht
Das Ruhen bei offener Tür ist ein wertvoller Schritt, weil dein Tier dabei entdecken kann, dass die Box ein Ort zum Entspannen ist, den es jederzeit wieder verlassen darf.

Bei manchen Katzen ist es kein Zeichen für Fortschritt, wenn sie in der Box fressen. Vielleicht ruhen sie in ihrer Nähe, sitzen daneben oder beobachten den Raum ruhig vom Eingang aus. Bei manchen Hunden kann es schon ein Fortschritt sein, die Vorderpfoten hineinzusetzen und gleich wieder herauszugehen. Achte auf wiederholten, ruhigen Kontakt, statt aus einem einzigen mutigen Moment eine längere Übungseinheit machen zu wollen.

Tag 7 und 8: Die Tür vorsichtig einführen

Die Entscheidung deines Tieres bleibt zentral. Wenn es sich bei geöffneter Tür in der Box wohlfühlt, berühre die Tür sanft und lass sie anschließend offen. Bewege die Tür in einer späteren Übungseinheit ein wenig und öffne sie dann wieder vollständig. So lernt dein Tier, dass sich die Tür bewegen kann, ohne dass es eingesperrt wird.

Wenn deine Transportbox ein abnehmbares Oberteil oder verschiedene Öffnungen hat, ändere immer nur eine Sache auf einmal. Ein Türgeräusch, eine neue Position des Oberteils und eine Person, die sich über die Box beugt, können drei unterschiedliche Herausforderungen sein. Gib deinem Tier einen ruhigen Ausgang und kehre zur letzten einfachen Variante zurück, wenn die neue Bewegung Sorgen auslöst.

Tag 9 und 10: Die Tür ganz kurz schließen

Beginne mit diesem Schritt erst, wenn dein Tier problemlos hineingeht und bei geöffneter Box darin ruht. Schließe die Tür sanft für einen kurzen Moment und öffne sie wieder, bevor dein Tier unruhig wird. Bleib in der Nähe und bewege dich ruhig. Wiederhole den Schritt nur, wenn sich dein Tier schnell wieder entspannt und bei einer späteren Übungseinheit erneut hineingehen kann.

Eine bestimmte Sekundenzahl passt nicht für jedes Tier. Beim ersten Versuch kann es völlig ausreichen, die Tür nur eine Sekunde zu schließen und wieder zu öffnen. Wenn sich dein Tier danach von der Box abwendet, kehre zu Übungen bei offener Tür zurück. Der nächste Schritt sollte sich fast langweilig anfühlen, bevor du ihn verlängerst.

Tag 11 und 12: Zu Hause das ebene Tragen üben

Sobald dein Tier bei kurz geschlossener Tür ruhen kann, übst du das Anheben der Box – aber nur, wenn dies sicher möglich ist. Halte sie mit beiden Händen waagerecht, hebe sie ein kleines Stück an, stell sie vorsichtig wieder ab und öffne die Tür erneut. Später kannst du sie vielleicht ein paar Schritte in einen anderen ruhigen Raum tragen. Geh nicht hastig Treppen hinunter, bewege dich nicht durch einen belebten Flur und lass die Box nicht an einer Hand schwingen.

Betreuungsperson trägt eine geschlossene Transportbox aufrecht durch einen ruhigen Flur zu Hause
Wenn Sie das Tragen zu Hause kurz und aufrecht üben, kann sich Ihr Tier später leichter an die Bewegung gewöhnen, sobald die Transportbox vertraut ist.

Wenn Ihrem Tier Bewegung schwerfällt, bleiben Sie bei den vorherigen Schritten. Eine ruhige, offene Transportbox ist wertvoller als ein hastiges Hochheben. Ist Ihre Katze oder Ihr Hund älter, in der Beweglichkeit eingeschränkt, wirkt schmerzempfindlich oder reagiert ungewöhnlich sensibel auf das Bewegen, fragen Sie Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt, welche Umgebung vor dem Reise-Training am angenehmsten ist.

Tag 13: Das Auto zu einem ruhigen Ort machen, nicht zu einer Überraschung

Wenn Sie künftig mit dem Auto unterwegs sein möchten und Ihr Tier die Übungen zu Hause problemlos geschafft hat, stellen Sie die Transportbox für einige ruhige Minuten sicher in ein geparktes Fahrzeug. Befolgen Sie die Hinweise des Fahrzeug- und Transportboxherstellers zur sicheren Platzierung. Bei einer Katze ist eine sichere, ebene Position besonders wichtig. Bei einem Hund halten Sie sich an die Anweisungen des Transportboxherstellers und ersetzen Sie kein geeignetes Rückhaltesystem durch eine lose Transportbox.

Starten Sie den Motor noch nicht und fahren Sie noch nicht los, es sei denn, Ihr Tier ist im stehenden Auto bereits entspannt. Zunächst geht es nur darum, dass sich die Transportbox in einer anderen Umgebung befinden kann, ohne dass Ihr Tier in Panik gerät. Halten Sie den Aufenthalt kurz, kehren Sie ruhig nach Hause zurück und gönnen Sie Ihrem Tier anschließend eine ungestörte Pause.

Tag 14: Eine sehr kurze, freiwillige Fahrt ausprobieren

Nur wenn die vorherigen Schritte gut funktioniert haben, unternehmen Sie eine kurze, ruhige Fahrt, die an einem vertrauten Ort endet oder wieder nach Hause führt. Sichern Sie die Transportbox gut, vermeiden Sie laute Musik und hektische Bremsmanöver und planen Sie ausreichend Zeit ein. Eine Übungsfahrt mit der Transportbox ist nicht der richtige Zeitpunkt, um gleichzeitig einen langen Einkauf, heißes Wetter, einen belebten Tierladen und einen vollen Termin einzuplanen.

Katze in einer geschlossenen Transportbox, die auf dem Rücksitz eines geparkten Autos mit dem Sicherheitsgurt gesichert ist
Ein kurzes Training im stehenden Auto kann eine hilfreiche Zwischenstufe sein, bevor Sie eine kurze, ruhige Fahrt versuchen.

Zeigt Ihr Tier in irgendeiner Phase deutliche Angst oder starken Stress, kehren Sie nach Hause zurück und gestalten Sie die nächste Einheit leichter. Aus dem „14-Tage-Plan“ kann ein Plan für 14 Einheiten, 14 Wochen oder auch der Anlass werden, Ihre Tierärztin, Ihren Tierarzt oder eine qualifizierte Verhaltensfachkraft um Hilfe zu bitten. Das ist allemal besser, als Ihrem Tier beizubringen, dass die Transportbox Panik ankündigt.

Ruhig zu einem einfachen Schritt zurückzukehren, ist echter Fortschritt. Die Transportbox kann ein vertrauter Ruheplatz bleiben, während Sie überlegen, welche kleine Einladung als Nächstes sinnvoll ist.

Rückschritte als Hinweise nutzen

Rückschritte sind ganz normal. Ein Tier steigt vielleicht mehrere Tage bereitwillig in die Transportbox und verweigert sich dann, sobald es das Einrasten der Tür hört. Eine Katze akzeptiert möglicherweise eine Decke eine Woche lang und meidet sie nach einem stressigen Tierarztbesuch. Ein Hund kann im Wohnzimmer entspannt sein, aber unruhig werden, sobald sich die Transportbox in Richtung Auto bewegt. Solche Momente machen die bisherigen Fortschritte nicht zunichte.

Kehren Sie zu dem letzten Schritt zurück, der leichtfiel. Öffnen Sie die Tür, stellen Sie die Transportbox wieder an ihren gewohnten Platz und lassen Sie Ihr Tier selbst entscheiden, wie viel Abstand es halten möchte. Überlegen Sie, was sich verändert hat. War der Raum voller als sonst? Haben Sie sich schneller bewegt? Roch die Transportbox nach dem Reinigen ungewohnt? War Ihr Tier müde, hungrig, wund oder wegen etwas anderem bereits angespannt? Sie müssen nicht jede Frage beantworten. Es reicht, die nächste Übung einfacher zu gestalten.

Ein Tier, das große Angst vor der Transportbox hat, braucht möglicherweise mehr als einen Trainingsplan für zu Hause. Rufen Sie Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt an, wenn die Angst notwendige Versorgung verhindert, Ihr Tier sich bei Fluchtversuchen verletzt oder sich das Verhalten plötzlich verändert hat. Eine qualifizierte Verhaltensfachkraft kann Ihnen helfen, einen langsameren Plan zu entwickeln, der zu Ihrem Tier passt. Verwenden Sie beim Training weder Zwang noch Strafe und verfolgen Sie nicht den Ansatz „Augen zu und durch“.

Den Plan an echte Reisen anpassen, nicht nur ans Wohnzimmer

Das Training mit der Transportbox ist nur ein Teil der Reisevorbereitung. Ein Tier kann problemlos in die Transportbox steigen und trotzdem eine separate Planung für Wetter, Flüssigkeitsversorgung, Autofahrten, Unterkünfte, Fluglinienvorschriften, Reisedokumente oder eine lange Reise benötigen. Die umfassendere Checkliste für sicheres Reisen mit Haustieren: Transportbox, Auto, Flüssigkeitsversorgung und Komfort kann Ihnen helfen, diese Fragen zu ordnen, ohne die Transportbox zum einzigen wichtigen Teil der Reise zu machen.

Wenn ein Hund bei warmem Wetter unterwegs ist, planen Sie Kühlung und Wasser für die gesamte Reise ein, nicht nur für die Transportbox. Lesen Sie dazu So bleibt Ihr Hund unterwegs cool mit praktischen Hinweisen für warme Tage. Lassen Sie kein Tier in einem geparkten Fahrzeug zurück und gehen Sie nicht davon aus, dass eine Transportbox eine gefährliche Umgebung sicher macht.

Reisen im Freien bringen weitere Entscheidungen mit sich. Regen, Wind, Schmutz auf Wegen und wechselnde Temperaturen können beeinflussen, welche Ausrüstung Sie einpacken und wie lange Sie unterwegs bleiben. Die Ratgeber Ausrüstung für Spaziergänge bei Regen und Brauchen Hunde eine Schutzbrille für Wanderwege, Strand, UV-Strahlung und Wind? sind hilfreich, wenn die Transportbox nur noch ein Teil Ihrer umfassenderen Planung für draußen ist. Sie sind jedoch kein Grund, Ihr Tier länger unterwegs zu lassen, als es sich wohlfühlt.

Einen umfassenden Überblick über Autofahrten, Ausflüge, Wetterschutz und die praktische Reisevorbereitung finden Sie im Ratgeber zu Reise-Spaziergängen und Sicherheitsausrüstung für draußen. Nutzen Sie, was zu Ihrem Tier passt, und lassen Sie weg, was nicht passt. Eine ruhige, vertraute Transportbox ist wertvoll, selbst wenn das Ziel nur die Tierarztpraxis um die Ecke ist.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich mein Tier in 14 Tagen an die Transportbox gewöhnen?

Manche Tiere machen in 14 ruhigen Tagen deutliche Fortschritte, andere brauchen viele weitere Einheiten oder Wochen. Betrachten Sie den Plan als flexible Abfolge, nicht als Frist. Wiederholen oder vereinfachen Sie einen Schritt, wenn Ihr Tier unsicher wird, und holen Sie sich bei starker Angst oder wenn notwendige Versorgung verhindert wird Unterstützung bei Ihrer Tierärztin, Ihrem Tierarzt oder einer qualifizierten Verhaltensfachkraft.

Sollte die Transportbox ständig für mein Tier bereitstehen?

Eine saubere, offene Transportbox in einem vertrauten Raum kann dazu beitragen, dass sie weniger überraschend wirkt und ganz selbstverständlich zum Zuhause gehört. Lassen Sie die Tür sicher offen, achten Sie darauf, dass die Box nicht umkippen oder unerwartet zufallen kann, und lassen Sie Ihr Tier selbst entscheiden, ob es sich nähern möchte. Hat die Transportbox eine stark negative Vorgeschichte, beginnen Sie in einem angenehmen Abstand und gehen Sie langsam vor.

Was kann ich tun, wenn meine Katze oder mein Hund nicht in die Nähe der Transportbox geht?

Beginnen Sie in größerem Abstand. Belohnen Sie ruhiges Interesse oder einen kurzen Blick, ohne den Einstieg zu verlangen, und lassen Sie die Transportbox an einem vertrauten Ort offen stehen. Jagen Sie Ihr Tier nicht, tragen Sie es nicht hinein und zwingen Sie es nicht als Teil des Trainings in die Box. Ist die Angst sehr stark, tritt sie plötzlich auf oder verhindert sie notwendige tierärztliche Versorgung, bitten Sie Ihre Tierärztin, Ihren Tierarzt oder eine qualifizierte Verhaltensfachkraft um Hilfe.

Kann ich für das Training mit der Transportbox Futter oder Leckerlis verwenden?

Sie können eine kleine, gezielt eingesetzte Belohnung verwenden, wenn sie zur üblichen Ernährung Ihres Tieres passt und es dabei entspannt bleibt. Bei einem unsicheren Tier beginnen Sie in der Nähe der Transportbox, statt das Futter tief hineinzulegen. Machen Sie aus einer normalen Mahlzeit keinen Druck und ändern Sie einen medizinisch vorgegebenen Fütterungsplan nicht ohne tierärztliche Rücksprache.

Wann sollte ich die Tür der Transportbox während des Trainings schließen?

Warten Sie, bis Ihr Tier freiwillig in die offene Transportbox geht und darin entspannt bleibt. Berühren oder bewegen Sie die Tür zunächst, ohne sie zu schließen. Versuchen Sie anschließend, die Tür ganz kurz zu schließen und wieder zu öffnen, während Sie in der Nähe bleiben. Wird Ihr Tier dabei unruhig oder meidet es die Transportbox danach, kehren Sie zum Üben bei offener Tür zurück und machen Sie den nächsten Schritt kleiner.

Funktioniert dieser Plan auch für einen kleinen Hund und nicht nur für eine Katze?

Ja, das schrittweise Vorgehen mit freiwilliger Beteiligung kann kleinen Hunden helfen, die in einer sicheren Transportbox unterwegs sind. Wählen Sie eine Transportbox, die zum Hund und zur geplanten Reiseart passt, halten Sie die einzelnen Schritte kurz und achten Sie darauf, dass die Box während der Bewegung stabil steht. Bei einem Hund mit eingeschränkter Beweglichkeit, Schmerzen oder ausgeprägter Angst sollten Sie zunächst tierärztlichen Rat einholen.

Muss ich vor einem Tierarztbesuch mit meinem Tier an die Transportbox gewöhnen?

Übungen können Routinebesuche weniger belastend machen, besonders für Katzen. Verschieben Sie einen dringenden Termin jedoch nicht, nur weil das Training noch nicht abgeschlossen ist. Rufen Sie in der Tierarztpraxis an, schildern Sie die Schwierigkeiten mit der Transportbox und fragen Sie nach Empfehlungen. Bei nicht dringenden Terminen kann es helfen, rechtzeitig mit kleinen Übungsschritten zu beginnen, damit die Fahrt planbarer wird.

Was kann ich tun, wenn mein Tier in der Transportbox oder im Auto in Panik gerät?

Beenden Sie die Übung, bringen Sie Ihr Tier zurück in eine vertraute, sichere Umgebung und gestalten Sie die nächste Einheit leichter. Bestrafen Sie Ihr Tier nicht und zwingen Sie es nicht, die Panik auszuhalten. Wenden Sie sich an Ihre Tierarztpraxis, wenn die Angst sehr stark ist, Ihr Tier bei Fluchtversuchen Verletzungen riskieren könnte, sich das Verhalten plötzlich verändert hat oder notwendige tierärztliche Versorgung dadurch unerreichbar wird.

Verwendete Quellen