Augenschutz für Hunde: Sonnenlicht, Hundebrillen und Sicherheit

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Die Augen Ihres Hundes vor der Sonne schützen: Schutzbrillen & mehr - Viva Essence Pet

Kurz gesagt: Nicht jeder Hund braucht täglich eine Schutzbrille. Bei manchen Aktivitäten im Freien kann eine gut sitzende Hundebrille die Belastung durch grelles Licht, Wind, Staub, Sand, Spritzwasser oder herumfliegende Partikel verringern. Schatten, eine passende Tageszeit und gute Beaufsichtigung können ebenso wichtig sein. Eine Hundebrille ist eine optionale Schutzausrüstung – sie stellt weder eine Diagnose noch eine Behandlung dar und bietet keine Garantie dafür, dass es nicht zu einer Augenverletzung oder Erkrankung kommt.

Die entscheidende Frage lautet nicht einfach: „Brauchen Hunde eine Sonnenbrille?“ Berücksichtigen Sie zunächst die geplante Aktivität und Ihren Hund. Ein ruhiger Spaziergang durch eine schattige Straße ist etwas anderes als eine windige Bootsfahrt, ein staubiger Weg, ein verschneiter Hang oder ein Hund mit einer Vorgeschichte von Augenproblemen. Dieser Ratgeber erklärt, wie Sie die richtige Entscheidung treffen, den Sitz prüfen, Ihren Hund ohne Ringkampf an die Brille gewöhnen und erkennen, wann ein gerötetes oder schmerzhaft wirkendes Auge tierärztlich untersucht werden sollte – statt noch mehr Ausrüstung anzuschaffen.

Die Entscheidungshilfe mit fünf Fragen

  1. Welche Gefahr ist zu erwarten: Blendung, Wind, Sand und kleine Partikel, Pflanzenteile, Spritzwasser oder eine bekannte Lichtempfindlichkeit?
  2. Lässt sich das Problem größtenteils durch Schatten, eine andere Route, einen kürzeren Ausflug oder eine kühlere Tageszeit vermeiden?
  3. Kann der Hund mit der Brille weiterhin blinzeln, sehen, atmen, trinken, laufen und sich normal bewegen?
  4. Hat der Hund bereits freiwillig und in ruhiger Umgebung im Haus geübt, die Brille zu tragen?
  5. Was ist der Plan für den Abbruch, wenn der Hund mit der Pfote an die Brille geht, sich reibt, erstarrt oder die Augen zusammenkneift – oder wenn das Auge anders aussieht?

Wenn Sie eine Frage nicht sicher beantworten können, wählen Sie zunächst die risikoärmere Möglichkeit. Ein guter Plan lässt sich jederzeit rückgängig machen: Sie können die Brille abnehmen, den hellen Bereich verlassen und die Situation neu beurteilen. Einen Kratzer durch ein verrutschtes Gestell können Sie jedoch nicht rückgängig machen, und ohne Untersuchung lässt sich die Ursache eines schmerzenden Auges nicht feststellen. Diese einfache Prüfung ist eine begrenzte praktische Einschätzung auf Grundlage der folgenden Hinweise zu Sitz, Gewöhnung und tierärztlicher Beratung – kein klinisches Bewertungssystem.

Wann ein Augenschutz für Hunde sinnvoll sein kann

Nach tierärztlichen Empfehlungen kann eine Schutzbrille in bestimmten Situationen sinnvoll sein, wenn ein Hund ultravioletter Strahlung, starker Blendung, Wind, Schmutz, herumfliegenden Partikeln oder Spritzwasser ausgesetzt ist oder ein erhöhtes Risiko für eine Augenverletzung besteht. Für aktive Hunde, Arbeitshunde, Hunde, die in offenen Fahrzeugen mitfahren, sowie Hunde, die sich häufig in sandiger, verschneiter oder dicht bewachsener Umgebung aufhalten, kann es mehr Gründe geben, einen Augenschutz in Betracht zu ziehen. Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder gesunde Hund täglich eine Brille tragen muss.

Betrachten Sie die Brille als einen Baustein des Plans für Aktivitäten im Freien. Sie kann durch Schatten, einen kürzeren Ausflug, eine sicherere Route, sauberes Wasser und aufmerksame Beobachtung ergänzt werden. Wenn Ihr Hund die Brille nicht bequem akzeptiert, sollte der Plan geändert werden, statt die Ausrüstung zu erzwingen.

Den Augenschutz an die jeweilige Gefahr anpassen

  • Starke Sonne und Blendung: Offene Strände, reflektierendes Wasser, helle Straßenbeläge und Schnee können deutlich heller wirken als eine schattige Route durch die Nachbarschaft. Getönte Gläser können die Blendung verringern, wenn das Produkt dafür ausgelegt ist. Dunkle Gläser sind jedoch nicht für jede Lichtstärke geeignet.
  • Wind und bewegte Luft: Starker Wind kann Staub und kleine Partikel in Richtung Auge tragen. Ein Hund, der den Kopf aus einem fahrenden Auto hält, ist Wind und herumfliegenden Partikeln ausgesetzt – das ist kein sicherer Grund, auf eine geeignete Sicherung oder Beaufsichtigung zu verzichten.
  • Sand, Staub und Pflanzen: Auf Wegen, in ländlicher Umgebung, an Stränden und auf trockenen Feldern können Sandkörner, Samen oder Pflanzenteile in die Nähe des Gesichts gelangen. Ein Augenschutz kann für manche Hunde hilfreich sein, macht eine anspruchsvolle Strecke jedoch nicht risikofrei.
  • Ausflüge am und im Wasser: Eine Brille kann Spritzwasser und Blendung bei einem Hund, der sie toleriert, möglicherweise begrenzen. Sie ist jedoch kein wasserdichter Abschluss und ersetzt weder eine Schwimmweste noch einen Plan für die Leinenführung oder die Beaufsichtigung am Wasser.
  • Schnee und stark reflektierende Umgebung: Schnee kann das Licht besonders intensiv wirken lassen. Sorgen Sie zusätzlich zur Brille für Schatten und Pausen. Fragen Sie Ihren Tierarzt nach einem geeigneten Augenschutz, wenn bei Ihrem Hund eine lichtempfindliche oder andere Augenerkrankung diagnostiziert wurde.
Hund mit Schutzbrille auf einem Waldweg

Sonnenlicht, UV-Versprechen und realistische Erwartungen

Bei Hunden gibt es Augenerkrankungen, bei denen helles Licht oder UV-Strahlung eine Rolle spielen können. Als Halter können Sie die Ursache eines Augenproblems jedoch nicht anhand eines Fotos oder eines Suchergebnisses feststellen. Das American College of Veterinary Ophthalmologists weist darauf hin, dass sich manche Erkrankungen der Augenoberfläche durch eine stärkere UV-Belastung verschlimmern können und dass ein Fachtierarzt für Augenheilkunde in solchen Fällen einen Augenschutz empfehlen kann. Außerdem erklärt die Fachorganisation, dass die meisten Einschränkungen des Sehvermögens bei Hunden auf ein Problem im Auge zurückgehen und nicht einfach darauf, dass eine gewöhnliche Brille fehlt.

Dieser Unterschied ist wichtig, wenn Sie Produktseiten lesen. Eine Angabe wie UV400 auf dem Glas ist eine Produktspezifikation und kein Beleg dafür, dass die Brille Katarakte, Pannus, Verletzungen oder jede andere Folge von Sonneneinstrahlung verhindert. Informieren Sie sich über die aktuellen Angaben des Herstellers, wählen Sie eine Ausrüstung, die für die Gesichtsform von Hunden entwickelt wurde, und sprechen Sie bei einer diagnostizierten Erkrankung mit Ihrem Tierarzt. Verwenden Sie eine Brille nicht, um eine Augenuntersuchung aufzuschieben.

Ein Schirm oder eine Krempe kann die Augen vor direktem Licht von oben schützen, bildet aber keine vergleichbare physische Barriere gegen Wind, Sand oder herumfliegende Partikel. Wenn Ihr Hund eine Brille ablehnt, ist ein schattenorientierter Plan oft die praktischere Wahl: Gehen Sie auf der schattigen Straßenseite, wählen Sie eine Route mit weniger Blendung, gehen Sie zu einer kühleren und weniger lichtintensiven Tageszeit und verkürzen Sie den Ausflug, wenn sich Ihr Hund unwohl fühlt.

So wählen Sie eine sichere Hundebrille aus

Gewichts- und Rasseangaben sind nur ein erster Anhaltspunkt. Zwei Hunde mit demselben Gewicht können eine ganz unterschiedliche Stirnbreite, Schnauzenform, Augenabstand und Toleranz gegenüber Riemen haben. Nutzen Sie die Maßtabelle des Produkts und prüfen Sie anschließend den tatsächlichen Sitz an Ihrem Hund, bevor Sie nach draußen gehen.

Sitz vor dem ersten Ausflug prüfen

  1. Messen Sie das Gesicht an der Stelle, die in den Produktangaben genannt wird. Halten Sie sich an die aktuelle Tabelle für Stirnbreite, Augenabstand, Schnauzenform sowie gegebenenfalls Kopf- oder Kinnumfang. Wählen Sie die Größe nicht allein nach dem Gewicht aus.
  2. Das Gestell darf nicht auf den Augen aufliegen. Der gepolsterte Rand sollte auf dem umliegenden Gesichtsbereich aufliegen, ohne Augapfel, Wimpern, Augenlider oder den Nasenrücken zu belasten. Natürliches Blinzeln muss problemlos möglich sein.
  3. Prüfen Sie das Sichtfeld. Ihr Hund sollte nach vorn schauen, den Kopf drehen, laufen, sich setzen, trinken und ein vertrautes Leckerli finden können. Ein Gestell, das die Sicht einschränkt oder den Hund stolpern lässt, sitzt nicht richtig.
  4. Achten Sie auf sicheren Sitz und Komfort. Der Riemen sollte die Brille sicher halten, ohne in die Haut einzuschneiden oder das Gestell zu den Augen zu ziehen. Prüfen Sie den Sitz erneut, nachdem sich Ihr Hund bewegt, geschüttelt oder den Kopf gesenkt hat.
  5. Kontaktstellen prüfen. Nehmen Sie die Brille nach einem kurzen Test ab und achten Sie auf Scheuerstellen, Feuchtigkeit, im Riemen verfangenes Fell, Rötungen oder Druckstellen. Verwenden Sie die Ausrüstung nicht weiter, wenn Sie ein Problem feststellen.
Betreuungsperson prüft den bequemen Sitz einer Schutzbrille

Warum Sonnenbrillen für Menschen meist kein guter Ersatz sind

Sonnenbrillen für Menschen sind an die Form menschlicher Nasen und Wangen sowie die Position der Ohren angepasst. Sie können verrutschen, Lücken lassen, das Sichtfeld des Hundes beeinträchtigen oder zu einem losen Gegenstand werden, auf dem der Hund herumkaut. Auch eine speziell für Hunde entwickelte Brille muss sorgfältig auf ihren Sitz geprüft werden. „Für Hunde geeignet“ ersetzt nicht die Beobachtung des einzelnen Hundes beim Tragen.

Wann Sie vor dem Kauf Ihren Tierarzt fragen sollten

Holen Sie zuerst fachlichen Rat ein, wenn Ihr Hund bereits am Auge operiert wurde, eine Hornhautverletzung, ein Glaukom, einen grauen Star oder eine Lichtempfindlichkeit hat, wiederholt unter Rötungen oder Ausfluss leidet, auffällige Augenlider oder eine sehr kurze Schnauze hat oder bei ihm eine Erkrankung der Augenoberfläche diagnostiziert wurde. Ihr Tierarzt kann Ihnen sagen, ob ein Augenschutz geeignet ist und ob nach einem Eingriff ein Halskragen oder eine andere Möglichkeit zur Unterstützung der Heilung sicherer ist.

So gewöhnen Sie Ihren Hund an eine Schutzbrille

Das Training sollte kurz, ruhig und freiwillig sein. Setzen Sie auf belohnungsbasiertes Training und nicht auf Festhalten. Es geht nicht darum, die Brille so lange aufzusetzen, bis der Hund aufgibt. Ziel ist, eine verlässliche positive Verbindung zu einem Ausrüstungsgegenstand aufzubauen und dem Hund gleichzeitig die Möglichkeit zu lassen, sich zu entfernen.

  1. Wählen Sie einen ruhigen Raum. Legen Sie die Brille auf den Boden oder halten Sie sie einige Zentimeter entfernt. Lassen Sie Ihren Hund schauen, schnuppern und weggehen. Belohnen Sie eine entspannte Erkundung mit einem kleinen Leckerli oder einem Lieblingsspiel.
  2. Verbinden Sie den Rahmen mit etwas Positivem. Berühren Sie die Seite des Rahmens kurz in der Nähe der Wange, nehmen Sie ihn wieder weg und belohnen Sie Ihren Hund. Bewegen Sie sich nicht direkt auf die Augen zu und halten Sie den Kopf nicht fest.
  3. Üben Sie das Aufsetzen für eine Sekunde. Setzen Sie die Brille vorsichtig für eine Sekunde auf, belohnen Sie Ihren Hund und nehmen Sie sie wieder ab, bevor er mit der Pfote danach schlägt oder zurückweicht. Wiederholen Sie die Übung nur, solange der Hund entspannt und freiwillig mitmacht.
  4. Fügen Sie den Riemen später hinzu. Wenn der Rahmen vertraut ist, befestigen Sie den Riemen zunächst für ein bis zwei Sekunden und lösen Sie ihn dann wieder. Verlängern Sie die Tragezeit über mehrere Trainingseinheiten hinweg langsam, statt gleich beim ersten Mal eine lange Tragedauer anzustreben.
  5. Üben Sie einfache Bewegungen. Lassen Sie Ihren Hund ein paar Schritte im Haus gehen, sich drehen oder an einem einfachen Schnüffelspiel teilnehmen. Prüfen Sie, ob er gut sehen und sich natürlich bewegen kann. Nehmen Sie die Brille anschließend ab und beenden Sie die Übung mit etwas Angenehmem.
  6. Verlegen Sie das Training in kleinen Schritten nach draußen. Beginnen Sie für kurze Zeit an einem ruhigen, schattigen Ort. Halten Sie Leine, Strecke und Ablenkungen möglichst unkompliziert. Beenden Sie den Test, solange Ihr Hund noch gut damit zurechtkommt.
Hund lernt beim belohnungsbasierten Training, eine Schutzbrille zu tragen

Signale, bei denen Sie pausieren oder abbrechen sollten

Wiederholtes Scharren mit der Pfote, Reiben am Gesicht, Kopfschütteln, Erstarren, Wegdrehen, Verstecken, angelegte Ohren, weit aufgerissene Augen, hektische Bewegungen, starkes Hecheln ohne Bezug zu Hitze oder der Versuch, die Brille abzunehmen, sind wichtige Hinweise. Nehmen Sie die Ausrüstung ab und geben Sie Ihrem Hund Raum. Verwenden Sie kein Leckerli, um einen verängstigten Hund an Ort und Stelle zu halten, und ziehen Sie den Riemen nicht fester, um seinen Versuch zu verhindern, die Brille abzunehmen.

Eine sichere Routine für draußen mit Augenschutz

Prüfen Sie vor dem Aufbruch das Wetter und den Untergrund, nehmen Sie Wasser mit und wählen Sie eine Strecke mit Schatten oder einer einfachen Ausweichmöglichkeit. Nehmen Sie ein weiches Tuch mit, um Staub oder Salz von der Außenseite der Linse zu entfernen. Ein Hund darf mit aufgesetzter Brille niemals unbeaufsichtigt bleiben, und die Ausrüstung sollte nicht über Nacht getragen werden.

Beobachten Sie unterwegs den gesamten Hund und nicht nur den Sitz des Rahmens. Achten Sie auf Gangbild, Atmung, Trinkverhalten, Körpertemperatur, Bewegungsfreude und darauf, ob sich Ihr Hund an vertrauten Signalen orientieren kann. Legen Sie Pausen im Schatten ein und bieten Sie Wasser an. Wenn die Linse beschlägt, verrutscht, zerkratzt ist oder sich mit Sandkörnern füllt, nehmen Sie die Brille ab und beurteilen Sie die Situation neu, statt die Körner auf dem Gesicht des Hundes über die Linse zu reiben.

Nehmen Sie die Brille nach dem Ausflug ab, prüfen Sie Haut und Augenlider und sehen Sie sich beide Augen bei normalem Licht an. Spülen oder wischen Sie Salz, Sand, Staub oder Schnee entsprechend den Pflegehinweisen des Produkts ab. Lassen Sie die Ausrüstung vollständig trocknen und ersetzen Sie sie, wenn Rahmen, Linse oder Riemen Risse bekommen oder rau werden. Saubere Ausrüstung macht einen ungeeigneten Sitz nicht sicher.

Was eine Schutzbrille nicht leisten kann

  • Sie kann nicht feststellen, warum ein Hund die Augen zusammenkneift, daran reibt, tränt oder Licht meidet.
  • Sie ersetzt keine tierärztliche Untersuchung eines verletzten, schmerzenden, trüben, geröteten oder nässenden Auges.
  • Sie macht es nicht sicher, wenn ein Hund seinen Kopf aus einem fahrenden Fahrzeug hält.
  • Sie macht Schwimmen, Schneesport, Strandaufenthalte oder Spaziergänge auf Wegen nicht risikofrei.
  • Sie garantiert kein medizinisches Ergebnis, nur weil auf einer Produktseite UV- oder Aufprallschutz angegeben wird.
  • Sie sollte einem Hund, der sie nicht ruhig akzeptieren kann, nicht aufgezwungen werden.

Warnzeichen am Auge: Wann Sie einen Tierarzt rufen sollten

Nehmen Sie die Brille ab, wenn das Auge anders aussieht oder Ihr Hund Schmerzen zu haben scheint. VCA empfiehlt bei Anzeichen wie gelbem, grünem oder blutigem Ausfluss, stark gerötetem oder geschwollenem Augengewebe, zusammengekniffenen oder geschlossenen Augen, plötzlichem Hervortreten des Auges, trüben Augen oder Verletzungen am Augenlid umgehend tierärztliche Hilfe. Eine schwere Verletzung des Augapfels selbst ist ein Notfall.

Weitere Gründe, die Brille abzunehmen und tierärztlichen Rat einzuholen, sind anhaltendes Scharren mit der Pfote oder Reiben am Gesicht, plötzlich auftretende Lichtempfindlichkeit, eine Veränderung des Aussehens der Pupille, ein sichtbarer Fremdkörper, ein neuer Kratzer oder Beschwerden, die nach dem Abnehmen der Ausrüstung nicht abklingen. Verletzungen der Hornhaut können schmerzhaft sein und ohne Augenuntersuchung unauffällig bleiben. Geben Sie keine Augentropfen für Menschen, übrig gebliebene Medikamente oder Haushaltsprodukte ins Auge, es sei denn, ein Tierarzt weist Sie ausdrücklich dazu an.

Wenn Ihr Hund an einer bekannten Augenerkrankung leidet, halten Sie sich an den Plan Ihres tierärztlichen Teams. Für manche Hunde kann Schutzausrüstung Teil dieses Plans sein, doch die passende Linse, Tragedauer und Unterstützung während der Heilung müssen individuell festgelegt werden.

Ausrüstung für draußen als Ergänzung zum Schutzplan

Für Hunde, die einen Augenschutz akzeptieren, führt die AdventureShield UV-Hundebrille auf der Produktseite eine verstellbare, gepolsterte Passform, einen Größenbereich für mittelgroße bis große Hunde und UV400 Linsenabdeckung auf. Nutze diese Angaben als Produktdetails, die du mit den Maßen und dem Verhalten deines Hundes abgleichen solltest – nicht als Versprechen eines medizinischen Ergebnisses. Gewöhne deinen Hund drinnen an die Brille und beachte die Hinweise zur Passform und Beaufsichtigung weiter oben.

Der Schutz der Augen ist nur ein Teil eines Ausflugs. Für Spaziergänge bei schlechteren Lichtverhältnissen bietet die AuraGlow LED-Rollleine für Hunde eine Leuchte und Bremsfunktionen. In der Nähe von Verkehr, in Menschenmengen oder bei einem Hund, der stark zieht, kann eine Leine mit fester Länge jedoch die bessere Wahl sein. Für beaufsichtigte Tage am Wasser bietet die Fast-Track gut sichtbare Schwimmweste für Hunde zusätzlichen Auftrieb und einen Bergegriff. Sie ersetzt jedoch weder die Beaufsichtigung noch eine verantwortungsvolle Einschätzung der Schwimmfähigkeit.

Weitere Informationen zur Augengesundheit findest du in unserem Ratgeber zu häufigen Augenerkrankungen bei Hunden. Tipps für die Planung bei heißem Wetter findest du unter Tipps, damit dein Hund cool bleibt sowie unter Ideen zur Abkühlung für Hunde im Sommer. Diese Ratgeber ersetzen bei bestehenden Symptomen nicht die tierärztliche Behandlung.

Häufig gestellte Fragen

Brauchen alle Hunde eine Sonnenbrille?

Nein. Ein gesunder Hund braucht bei einem gewöhnlichen Spaziergang im Schatten möglicherweise keine Brille. Bei starker Blendung, Wind, Staub, herumfliegenden Partikeln, Wasser oder Schnee sowie in bestimmten Situationen im Zusammenhang mit der Augengesundheit kann ein Augenschutz sinnvoll sein. Der Hund muss die Ausrüstung trotzdem bequem akzeptieren.

Können Hundebrillen vor UV-Strahlung schützen?

Einige Hundebrillen werden mit einem UV-Schutz beworben, und eine tierärztliche Augenärztin oder ein tierärztlicher Augenarzt kann bei bestimmten Erkrankungen der Augenoberfläche einen Augenschutz empfehlen. Prüfe die aktuellen Produktangaben und frage bei einem diagnostizierten Augenproblem deine Tierärztin oder deinen Tierarzt. Die alleinige Angabe „UV-Schutz“ beweist nicht, dass ein bestimmtes Modell eine Erkrankung oder Verletzung verhindert.

Wie lange kann ein Hund eine Brille tragen?

Es gibt keine für jeden Hund und jedes Produkt gleichermaßen sichere Tragedauer. Beginne mit wenigen Sekunden, steigere die Dauer langsam, beaufsichtige jede Trainingseinheit und nimm die Brille ab, sobald dein Hund Stress, Reiben, Verrutschen, Beschlagen oder Unbehagen zeigt. Lass eine Brille niemals über Nacht auf und verwende sie nach einer Augenoperation nicht anstelle der Anweisungen zur Genesung.

Kann ich eine Sonnenbrille oder Schwimmbrille für Menschen verwenden?

Solche Brillen passen meist nicht zur Gesichtsform von Hunden. Sie können verrutschen, auf das Auge drücken, die Sicht beeinträchtigen oder zu einer Gefahr werden, wenn der Hund darauf herumkaut. Wähle Ausrüstung, die für Hunde entwickelt wurde, und überprüfe anschließend die individuelle Passform und Bewegungsfreiheit. Hundebrillen sind nicht bei jeder Fellstruktur und Gesichtsform wasserdicht.

Was kann ich tun, wenn mein Hund die Brille ständig abnimmt?

Beende die Trainingseinheit und gehe zu einem leichteren Trainingsschritt zurück. Wenn dein Hund die Ausrüstung auch nach ruhigem, schrittweisem Training nicht akzeptiert, nutze stattdessen Schatten und eine geeignete Routenplanung. Ein Schirm kann die direkte Blendung verringern, hält aber im Gegensatz zu einer Brille keine Fremdkörper ab. Ziehe das Band nicht enger und halte deinen Hund nicht gewaltsam fest.

Sollte ein Hund mit einer Augenerkrankung eine Brille tragen?

Frage zuerst deine Tierärztin oder deinen Tierarzt. Manche Hunde können von einem Schutz vor Licht oder Luftzug profitieren, während andere einen Halskragen, Medikamente, eine Nachkontrolle nach einer Operation oder eine andere Schutzvorrichtung benötigen. Eine Brille zeigt dir nicht, ob sich ein trübes, gerötetes oder schmerzendes Auge bessert.

Quellen und praktische Grenzen

Dieser Ratgeber stützt sich auf allgemein zugängliche, tierärztlich fundierte Informationen des Überblicks des American Kennel Club zum Augenschutz, des Amerikanisches College für Veterinärophthalmologie, der VCA-Hinweise zur dringenden Versorgung von Augenproblemen, der VCA-Informationen zu Hornhautgeschwürensowie des Merck-Veterinärhandbuch. Die oben genannten Empfehlungen dienen der allgemeinen Information von Hundehalterinnen und Hundehaltern. Sie stellen weder eine Diagnose noch einen Behandlungsplan dar und ersetzen keine Untersuchung durch deine Tierärztin oder deinen Tierarzt.

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